Freitag, 29. August 2014

Montag, 25. August 2014

Sonntag, 24. August 2014

Zwischendurch

zur Erheiterung: das ist meine übliche Sichtweise der Welt,
wenn ich keine Brille trage
Liebe BVG, also derzeit frage ich mich ja schon, ob ihr eure Softwareprobleme noch mal irgendwann in den Griff kriegen werdet. Während nicht-funktionierende Daisy-Anzeigetafeln im Prinzip nicht weiter schlimm sind (wenn sie auch ins Auge fallen), ist es schon ein wenig verbitternd, wenn man wegen eines angeblich auf der Strecke umgefallenen Baumes im strömenden Regen extra einen Umweg macht und am Bahnhof auf die nächste S-Bahn 20 Minuten wartet. Dabei gab es mir auch noch ein gutes Gefühl, daß ich den umgestürzten Baum rechtzeitig bemerkt hatte. Anderntags erfuhr ich, der Baum war schon fünf Tage vorher umgefallen und die Gleise längst wieder frei. Heute, erhebliche Zeit danach, liegt er virtuell immer noch irgendwo zwischen Krumme Lanke und St. Nirgendwo. Wohl dem, der weiß, daß da kein Baum liegt. Die BVG hat übrigens die Oberfläche ihrer Fahrinfo verändert. Vorher hat sie tadellos funktioniert, jetzt, zumindest mit Safari, eher nach dem Zufallsprinzip (und nervt auch noch mit der Forderung nach der Eingabe von mindestens drei Zeichen, bevor man überhaupt die Chance hat, auch nur eines einzugeben). Jedenfalls sehen wir jetzt Bäume, wo gar keine sind. Ich bin gespannt, wie lange noch.

(Eigentlich war mir ja eher danach, einen sarkastischen Beitrag über die S-Bahn zu schreiben, etwa, woran man Fahrkartenkontrolleure erkennt. Vielleicht mache ich das noch, bleiben Sie dran.)

Sonntag, 17. August 2014

Des Sommers Farben vertiefen sich

Eigentlich kann ich es nicht leiden, wenn man schon im Sommer anfängt, den Herbst besingen (dazu ist im Oktober noch Zeit und außerdem wird man davon melancholisch. Nicht vom Herbst, sondern von der fortwährenden Zelebration des Herbstwerdens von August bis November). Und doch, die Farben des Sommers vertiefen sich, das Licht hat diese stille, goldene Qualität, mein Kürbis hat einen kleinen Kürbis bekommen, ich konnte für Mariä Himmelfahrt erstmals selbst angebaute Kräuter und Blumen verwenden, und jetzt pflanze ich Heide. Da ich weiße Blumen liebe, war ich entzückt, als ich weiße aufgetan habe, katholische noch dazu, nach einem irischen Heiligen benannt, Daboecia cantabrica.

Bei dem Kürbis war ich an sich der Ansicht, man überließe am besten alles der Natur. Trotz genügend Blümchen und Bienchen passierte aber – nichts. Bei der zweiten weiblichen Blüte schritt ich dann beim gelben Zentner mit einer männlichen Blüte vom roten Zentner selbst zur Tat, aber Ameisen wollen auch von etwas leben und daher trugen sie den Pollen davon (und sagten auch noch allen ihren Freunden Bescheid).

Beim dritten Mal hab ich schließlich früh morgens, ausgiebig und ziemlich grob selber bestäubt, indem ich die männliche Blüte kurzerhand abgezupft und anschließend mit ihr den Weg zum Blütenstempel der weiblichen blockiert habe. Als ich später las, was manche da für einen Aufwand empfehlen: Blüte abends vorher zubinden (oder war es ein Strumpf, den man nehmen sollte?), damit einem kein Insekt zuvorkommt – ich dachte, wie gesagt, das wäre eigentlich deren ureigenste Aufgabe –, bestäuben, und die Blüte wieder tagelang mit einem Strumpf verhüllen, dachte ich mir, wenn es jetzt nichts wird, mache ich das nächstes Jahr, oder eben nicht und ich lasse sie einfach so wachsen.

Trotz der kruden Technik war aber gleich klar, daß es diesmal funktioniert hat. Einen Riesenkürbis werde ich allerdings wohl nicht mehr ernten, eher schon einen Zierkürbis für Halloween. Fazit: Kürbispflanzen anbauen und blühen sehen macht viel Spaß, große Exemplare kauft man vielleicht doch besser im Supermarkt. Und: Kürbispflanzen brauchen tatsächlich viel Platz.

Samstag, 16. August 2014

Zum Tode von Robin Williams

Als ich am Montag vormittag vom Tode Robin Williams' hörte, war ich sehr bestürzt. Nicht nur weil ich viele seiner Darstellungen sehr geschätzt habe, sondern weil er ein so gutes Gesicht hatte. Ich habe mich gefragt, was bringt einen offenkundig reich begabten Menschen dazu, sich das Leben zu nehmen, sei es in einem singulären Akt oder auf Raten? Einen ähnlichen Fall gab es vor Jahren in meinem engsten Freundeskreis. Als Freund steht man dabei und kann eigentlich nur wenig tun (conjectures of a guilty bystander).

Die Rolle, die Williams in Hinter dem Horizont gespielt hat, ist mir in den Sinn gekommen, in der er in einer Art Kreuzung zwischen Dantes Göttlicher Komödie und Orpheus in der Unterwelt die Seele seiner Frau zu retten versucht, weil Selbstmörder „anderswohin“ gehen (ein in der Kunst immer wiederkehrendes Motiv). Ich glaube indes nicht, daß es so ist, und Williams wird es nun selbst wissen.

Das Hin- und Hergezerre in den Medien über die Todesursache und deren detaillierte Beschreibung finde ich abstoßend, wie auch die Entwicklung irgendwelcher Höllenszenarien. Als wenn Asphyxie („Sauerstofflosigkeit“) nicht gereicht hätte, noch genauer brauchen wir es nicht. Über seine Bemerkung, er sei Episkopaler, („You see, I'm an Episcopal; that's Catholic light. Same religion, half the guilt!“) weiß man hingegen nicht, ob man lachen soll, sicherlich war es aber so gedacht. Möge Gott seiner Seele gnädig sein!

Ich habe Williams eigentlich gar nicht als Komiker oder Komödianten wahrgenommen, wenngleich er komisch sein konnte – das ist das Potential eines guten Schauspielers. Mork vom Ork zum Beispiel sagte mir seinerzeit gar nichts, Mrs. Doubtfire war lustig, aber ihn darauf festnageln zu wollen, wäre eine unverzeihliche Reduktion. Mir bleibt Robin Williams durch seine eindringliche Darstellung in Filmen wie One hour photo, Der Club der toten Dichter oder Hinter dem Horizont. Und ich mochte auch den 200-Jahre-Mann („Man versteht nun, warum manche Tiere ihre Jungen fressen!“). Anrührend etwa fand ich seine Darstellung des schüchternen und zurückgezogen lebenden Arztes Malcolm Sayer in Zeit des Erwachens, als er als abends nach Hause kommt und völlig versunken bei einem kalten Abendessen in den Kunstformen der Natur von Haeckel liest.

Was unvergänglich ist, ist die Erinnerung an das Werk eines kleinen großen Mannes, der als Schauspieler meines Erachtens oft bei weitem unterschätzt wurde.

Montag, 11. August 2014

Der Himmel ist immer wieder interessant


Während man sich dieses Jahr wohl zwischen Supermoon und Laurentiustränen entscheiden muß (das heißt, der eine verhindert voraussichtlich, daß man die anderen sieht), bleiben uns noch Rosettas spektakuläre Bilder auf die himmlische Badeente (67P Churyumov-Gerasimenko). Die Oberfläche der „Ente“ ist allerdings etwas holprig – so sieht ein Komet von nahem aus. Ich bin gespannt auf die Bilder nach der Landung im November.


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