Mittwoch, 31. Juli 2013

…and fiddlebacks!

Franziskaner der Immakulata
In the meantime … the contemplative branch will be offering Mass in Latin using the Roman Canon I, ad orientem, with the celebrant wearing a fiddleback. The friars will continue to sing Gregorian chant for the antiphons and Mass parts, and there will be no lack of bells, flowers, candles and incense.

Liest man dies hier, denkt man sich, schön!, zumal daraus auch klar hervorgeht, was so mancher nicht weiß − all das ist auch in der ordentlichen Form des römischen Ritus’ möglich oder auch: es gibt keinen Grund, warum es all das in der ordentlichen Form des römischen Ritus’ nicht geben sollte. Froh wäre ich, ich könnte regelmäßig zu einer solchen Heiligen Messe: ordentliche Form, gregorianischer Gesang, römischer Kanon, Schellen, Weihrauch, hach! Schmunzeln mußte ich darüber, daß die Baßgeigen eigens hervorgehoben werden. Käme irgendjemand zu diesen Heiligen Messen nicht, wenn der Zelebrant keine Baßgeige trüge oder von wannen dieser Hinweis? (Es liegt mir fern, mich über den Bruder lustig machen zu wollen, ich wüßte wirklich gern die Antwort.)

(Ortho)-Nungazing am Mittwoch





Soviel zur Frage, ob es im Kloster Spiegel gibt…



Bei dem Wetter gibts Nungazing vorwiegend im Freien – das sind die Nonnen eines rumänisch-orthodoxen Klosters. Die Aufnahmen von Andreea Tanase beim Fischen (eine Schwester „pflückt“ dabei auch einen Vogel aus dem Wasser), bei der Heidelbeerernte und anderen Arbeiten sind alle im Laufe eines Tages entstanden.

Dienstag, 30. Juli 2013

Theologie der Frau

Wenn einer ein Interview gibt – dann haben die anderen viel zu erzählen. Also, bei diesem Interview auf dem Rückflug vom Weltjugendtag wäre ich ja gerne eine Maus im Flugzeug gewesen. Naturgemäß hat mich besonders die Aussage des Heiligen Vaters zu den Frauen interessiert, allerdings hat mich gerade diese auch ein wenig irritiert.
„Eine Kirche ohne Frauen ist wie ein Apostelkollegium ohne Maria. Die Rolle der Frau ist die Ikone der Jungfrau, der Gottesmutter. Und die Gottesmutter ist wichtiger als die Apostel. Die Kirche ist weiblich, weil sie Braut und Mutter ist. Man muß weiter voran gehen. Eine Kirche ohne Frauen, die in ihr aktiv sind, kann man nicht verstehen. ... Wir haben noch keine Theologie der Frau hervorgebracht. Man muß sie machen.

Was die Priesterweihe von Frauen betrifft, hat die Kirche gesprochen und nein gesagt. Johannes Paul II. hat mit einer definitiven Formulierung gesprochen, diese Tür ist zu. Doch erinnern wir uns daran, daß Maria wichtiger als die Apostel-Bischöfe ist, und so ist die Frau in der Kirche wichtiger als die Bischöfe und Priester“.
Als ich die nach kath.net zitierte Aussage gestern sah, hab ich schon gedacht, ach Mensch, warum wird nun grade da gekürzt? Radio Vatikan bringt eine kurze Zusammenfassung der Inhalte und bemerkt, ebenso wie katholisch.de, der Papst habe gesagt, Frauen dürften nicht nur auf ihre Rolle als Mutter reduziert werden. (Beide verwenden in Bezug auf das Priestertum übrigens das etwas unglückliche Wort „dürfen“, als ginge es um eine bloße Erlaubnis.) Also hab ich mich auf die Suche nach einem Vollzitat gemacht, an sich lese ich Sachen sowieso lieber im Gesamtkontext.

Nun heißt es da (ich nehme an vollständig und mit einer erklärenden Anmerkung versehen, via Vatican Insider):
A Church without women is like an Apostolic College without Mary. The role of women mirrors that of the Virgin Mary. And the Virgin Mary if the most important out of all the apostles. The Church is female because she is a wife and mother. The Church cannot be understood without the women that serve it. Here’s an example that has nothing to do with the Church: I see Paraguay’s women as glorious human beings. After the war [here Francis refers to the bloody war between Paraguay and Brazil which took place between 1864 and 1870] there were eight women for each man. And they chose to have children, save the homeland, their culture and their faith. This is how women should be conceived in the Church. We still do not have a theology of women. We need to create one. The Church has discussed the ordination of women bishops and has decided against it. John Paul II gave a definitive answer to this so that door is closed. But let us remember that Mary is more important than the bishop apostles, so women in the Church are more important than bishops and priests.
Der Heilige Vater verweist hier zu Recht auf die Jungfrau Maria als Ikone der Frau. Nun war Maria beides, Jungfrau und Mutter, was, nebenbei bemerkt, immer auch die Möglichkeit beinhaltet, Maria in einem jungfräulichen oder ehelosen Leben um des Himmelreiches willen nachzueifern. Dieser Aspekt fehlt mir hier, findet sich vielleicht aber inklusiv „in the women that serve it“.

Nun lese ich aber aus dem fehlenden Teil der zitierten Antwort, und deshalb hat sie mich verwirrt, keine Aussage darüber, daß Frauen „nicht auf die Mutterrolle reduziert“ werden dürften, der Papst greift sogar ein Beispiel auf, in dem ihm die (wörtlich) Erwählung der Mutterschaft als großartig und prachtvoll erscheint, um auf dem Satz herauszukommen, dies sei die Art, wie die Kirche Frauen verstehen solle. Das muß man natürlich nicht Reduktion nennen, die oben angeführte Konklusion hätte ich indessen auch nicht herausgelesen. Womöglich war mit der Art, wie die Kirche die Frauen verstehen solle, die Bewahrung der Heimat, der Kultur und des Glaubens gemeint, dies alles wird hier allerdings und immerhin in unmittelbarer Nähe zur leiblichen Mutterschaft genannt.

Im weiteren folgt eine Aussage des Heiligen Vaters über die hohe Würde Mariens, mit der ich von Fall zu Fall, je nachdem, wie sie getan wird, auch immer mal Schwierigkeiten bis hin zum Überdruß habe: wenn den Frauen gesagt wird, sie wären so ungeheuer würdig, viel würdiger und wertvoller als Männer. Mir kommt das immer vor wie ein Kopftätscheln. Soll man sich doch hinstellen und einfach und offen sagen: bestimmte Dinge sind wegen unserer Tradition nicht möglich, aber jedes Geschlecht hat in der Kirche seine eigenen Aufgaben und seine eigene Würde. So verstehe ich auch den Apostel, wenn er schreibt, hier ist weder Mann noch Frau, sondern alle sind eins in Christus. Die Feststellung, daß ich sowieso viel würdiger und wertvoller wäre .oO(*pat* *pat*), brauch ich nicht.

„Wir haben immer noch keine Theologie der Frau“ – vielleicht ja, vielleicht nein. Vielleicht hatten wir sie mal und sie ging verloren. Vielleicht müssen wir sie wirklich entwickeln.

Montag, 29. Juli 2013

Du liebe Güte!

Wenn man etwa dächte, diese Opferlichter müßten direkt dem iKEA-Katalog entsprungen sein, würde man iKEA beleidigen, denn dort gibt es zu jeder Zeit besser aussehende. Ich würde ja nichts sagen, wenn die Gemeinde wirklich kein Geld hätte. Wenn man aber mitkriegt, wofür es dann doch da ist und wofür offenbar nicht, dann ist dieser Anblick doch leicht verbitternd. Gäbe wohl es anderswo ein noch häßlicheres bzw. billiger aussehendes Votivlicht? Dann würde ich doch ruhig das bestellen. Schlecht verarbeitet sind sie außerdem, von denen, die ich in die Hand genommen hab, war bei jedem einzelnen der Aufdruck verschmiert. Hätte ich das beruflich bezogen, ich hätte die Lieferung zurückgehen lassen. Wozu der Aufdruck überhaupt gut sein soll, hat sich mir nicht recht erschlossen: sollen die Votivlichter als Souvenir mitgenommen werden?

Wo sind die hübschen Votivlichter auf ihrem Leuchter hingekommen, die mit ihren bernsteinfarbenen Schalen so gut in die Kathedrale gepaßt haben? Für die Kirche scheint offenbar das Häßlichste und Billigste grade gut genug – ist ja nur für Gott und seine Heiligen. (Ja, ich weiß schon: Psalm 1, Bank, Spötter.)

Vorher…

…und nachher.  Voilà, von schön nach scheußlich.

Fazit: Die Muttergottes erhebt sich nunmehr über Gestrüpp, damit nicht etwa einer sein Lichtlein, wie früher gern geschehen, zu Füßen der Mondsichelmadonna entzünde, mithin, um die Statue vor dem erneuten Verrußen zu schützen. Täte der Gläubige das jetzt, so hätte er den brennenden Dornbusch. Und die Anzahl an Votivlichtern unter der Muttergottes ist deutlich übersichtlicher geworden, um nicht zu sagen, äußerst überschaubar. War das so gewollt?

Samstag, 27. Juli 2013

Nun gehen wir nach Jerusalem hinauf – Gedenktag des sel. Titus Brandsma

2579 Priester sind im sogenannten Priesterblock des Konzentrationslagers Dachau gefangengehalten worden, mehr als die Hälfte von ihnen sind zu Tode gekommen. Einer von ihnen war der sel. P. Titus Brandsma, ein Karmelit, der erste jener Märtyrer, der seliggesprochen wurde.

P. Brandsma trat als junger Mann bei den Karmeliten der alten Observanz ein und wirkte nach der Priesterweihe vorwiegend unterrichtend: als Lehrer, als Universitätsdozent, als Regens eines Seminars der Karmeliten, schließlich als Rektor der Universität von Nijmegen: all unserer Arbeit muß der Stempel der Liebe, der leidenschaftlichenLiebe zu Jesus aufgeprägt sein.

1935 übertrug man ihm die Verantwortung und das geistliche Rektorat für die katholischen Journalisten in den Niederlanden. In dieser Funktion sprach er sich mit großer Klarheit und Glaubenskraft für die Freiheit der katholischen Erziehung und der katholischen Presse aus. Spätestens, als er sich 1935 gegen die sogenannte „erste Verordnung zum Blutschutzgesetz“ äußerte, wurden die Nationalsozialisten auf ihn aufmerksam, später sprach er sich gegen die Veröffentlichung von Schriften der Nationalsozialisten in den katholischen Medien der Niederlanden aus und stellte öffentlich die Frage, wie jemand Katholik genannt werden könne, der dies tue.

Als P. Brandsma 1942 eine entsprechende Anweisung der Bischöfe persönlich übergab, wurde er verhaftet und in der Folge von einem Gefängnis ins andere verlegt, bis man ihn ins Konzentrationslager Dachau brachte. Entkräftet, halbverhungert und mißhandelt, diente er trotzdem seinen Mitgefangenen als Priester und Seelsorger, was zu weiteren Mißhandlungen führte. Dennoch bat er die anderen Gefangenen, für das Heil der Wächter zu beten. Als er nicht mehr auf der Dachauer Plantage arbeiten konnte, führte man medizinische Experimente an ihm durch. Am 26. Juli 1942 gab ihm einer der Lagerärzte eine tödliche Spritze. Am Tag seines Todes veröffentlichten die niederländischen Bischöfe ihr Hirtenwort zur Deportation der Juden.
Der sel. Titus Brandsma als junger Ordensmann
Jesus hat selbst gesagt, daß er das Haupt des mystischen Leibes ist, dessen Glieder wir sind. Er ist der Weinstock, wir sind die Reben. Er hat sich auf der Kelter ausgestreckt und sie bedient. So hat er uns den Wein gegeben, damit wir, wenn wir ihn trinken, von seinem Leben leben und an seinen Leiden teilhaben. Wer mein Jünger sein will, der nehme täglich sein Kreuz auf sich. Wer mir nachfolgt, wird das Licht des Lebens haben. Ich bin der Weg. Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe. Und da seine Jünger von sich aus nicht verstanden, daß sein Weg ein Weg des Leidens sein mußte, erklärte er es ihnen so: Mußte nicht der Messias all das erleiden, um so in seine Herrlichkeit zu gelangen? 
Da brannte den Jüngern das Herz in der Brust. Das Wort Gottes begeisterte sie. Und als der Heilige Geist auf sie herabkam wie göttliches Feuer, das sie in Brand setzte, da freuten sie sich, Verachtung und Verfolgung erleiden zu dürfen, denn so waren sie dem ähnlich, der ihnen auf dem Weg des Leidens vorausgegangen war. Schon die Propheten hatten den Leidensweg Christi angekündigt, und die Jünger verstanden auf einmal, daß er ihn sich nicht erspart hatte. Von der Krippe bis zur Marter am Kreuz waren Armut und Unverständnis sein Los. Er hatte sein Leben damit zugebracht, die Menschen zu lehren, daß Gott Leid, Armut, Unverständnis der Menschen anders sieht, als es die Torheit menschlicher Weisheit tut. Auf die Sünde mußte das Leiden folgen, so daß, durch das Kreuz, die verlorene Herrlichkeit und das Leben des Menschen durch Gott wiedererlangt würde. Leiden ist der Weg zum Himmel. Im Kreuz ist Heil. Und das Kreuz ist der Sieg. Gott hat es so gewollt. Er selbst nahm die Pflicht des Leidens im Hinblick auf die Herrlichkeit der Erlösung auf sich. Der hl. Paulus macht uns deutlich, wie alles Unheil seines irdischen Lebens unbedeutend ist, wie es als nichtig und vergänglich betrachtet werden muß im Vergleich mit der Herrlichkeit, die uns offenbar werden wird, wenn die Zeit des Leidens vergangen ist und wir Gottes Herrlichkeit schauen. 
Maria, die alle Worte Gottes in ihrem Herzen bewegte, verstand in der Fülle der Gnade, die ihr gewährt wurde, den großen Wert des Leidens. Als die Apostel flohen, ging sie, um den Erlöser auf dem Weg zum Kalvarienberg hinaus zu sehen und stand unter dem Kreuz, um seinen Gram und seine Schande bis zum Ende zu teilen. Und sie trug ihn zum Grab, in der festen Überzeugung, er werde auferstehen. 
Es widerstrebt uns, wenn er uns den Kelch des Leidens reicht. Es ist so schwer für uns, uns dem Leiden zu ergeben. Sich daran zu erfreuen erscheint uns heroisch. Was ist das Opfer unserer selbst wert, wenn wir uns an jeden Morgen nur in Wort und Geste, nicht aber in Gedanken und im Willen mit jenem Opfer vereinen, das wir mit der Kirche darbringen, mit ihm, mit dem wir in einem Leibe vereint sind? (aus den Niederschriften des sel. Titus Brandsma O. Carm.)

Freitag, 26. Juli 2013

Ich frag mich, wann ihnen die Rotschattierungen ausgehen werden…

heute 
morgen
übermorgen

…ja, da ist ein Unterschied zwischen dem Rotton vom Samstag und dem vom Sonntag, und nein, Schwarzbraun wäre kein Rotton. Preist den Herrn, Feuer und Glut! Preist den Herrn, Frost und Hitze!

Mittwoch, 24. Juli 2013

Der Weg ist nicht das Ziel…




Fotos: Susanne Dudda






…kann aber trotzdem wirklich was hermachen. Traumhaft schöne Fotos auf dem Jakobsweg schießt grade die Freundin und Paranymphe. Zum morgigen Fest in Santiago liegt ebensolches wohl noch in weiter Ferne, aber es bleibt da ja voraussichtlich liegen…

Dienstag, 23. Juli 2013

Komm bald und mache die Nacht hell – zum Fest der hl. Birgitta


O Herr, komm bald und mache die Nacht hell. So wie Sterbende sich sehnen, so sehne ich mich nach dir. Sag meiner Seele, daß nichts geschehe, ohne daß du es erlaubst, und nichts, was du erlaubst, ohne Trost sei.  
O Jesus, Gottes Sohn, du standest stumm vor denen, die dich verurteilten. Halte meine Zunge zurück, bis ich mich besinnen kann, was und wie ich reden soll. Zeige mir den Weg und mache mich willig, ihn zu gehen. Schlecht ist es zu zögern, und gefährlich, weiterzugehen. Erfülle du meine Sehnsucht und zeige mir den Weg. Ich komme zu dir wie der Verletzte zum Arzt. Gib, o Herr, meinem Herzen Ruhe.

Ein sehr schönes Gebet der hl. Birgitta, wie ich finde. Obwohl die hl. Birgitta zu den Patroninnen Europas gehört, ist der Orden des allerheiligsten Erlösers, den sie gegründet hat, ein vergleichsweise kleiner Orden. Für diesen Habit braucht man wahrscheinlich auch eine besondere Berufung (was erklären mag, daß man den Schleier mit der symbolisierten Dornenkrone erst zur feierlichen Profeß bekommt, die Novinnen und zeitlichen Professen tragen einen einfachen weißen Schleier). 

Birgittinnen in Vadstena (Bilder: Chris Maluszynski)





Montag, 22. Juli 2013

Und mit Lazarus, dem einst Armen…

…soll ewige Ruhe dich erfreuen. Das war der Mann aus dem Beitrag Wer zwei Gewänder hat…, der unter dem alten grünen Sonnenschirm im Hechtgraben gegenüber St. Bernhard gelebt hat, sommers wie winters. Zwar hatte ich ihn seit einiger Zeit nicht mehr gesehen und irgendwann wurde auch der Schirm weggeräumt, in Jahren zuvor hatte er sich allerdings mehrere Male verabschiedet, er wolle anderswohin gehen, und kam doch immer wieder zurück. Nun ist er auf immer gegangen.

Manchmal denk ich, wenn man das bei der letzten Begegnung wüßte, daß man diesen Menschen, der da weggeht, grade zum letzten Mal sieht… Jürgen Kindel war, wenn er nicht gerade seine Touren hatte, ein kindlich-freundlicher Mensch, wie oft hat er mir Zweige oder Blumen geschenkt, einmal sogar ein Buch. Er hatte so wenig an irdischen Besitztümern und hat davon noch verschenkt. Vielleicht mag jemand zum Requiem kommen oder etwas für die Erdbestattung spenden? Und möge es ihm gehen wie dem armen Lazarus.

Samstag, 20. Juli 2013

Sternguckerei zur Nacht


Ein besonders schönes Foto von Stefano De Rosa, an das ich grad denken mußte, wahrscheinlich, weil mir schon den ganzen Tag Mondsichelmadonnen im Kopf herumspuken. Das rote Glühen  über dem Horizont ist nicht, wie man meinen könnte, der Abendstern, sondern der Jupiter. Gute Nacht!

So wahr der Herr lebt, vor dem ich stehe – Fest des hl. Propheten Elija

Der Prophet Elija auf dem Berge Karmel;
sein Gewand ist auf dieser Ikone dem Habit
der Karmeliten nachempfunden.
(Man könnte wohl auch umgekehrt sagen,
der Habit sei dem Gewand des Propheten
nachempfunden.) Auch die Gottesmutter –
unsere liebe Frau vom Berge Karmel –
und das Kind sind in das Braun der
Karmeliten gekleidet.
Wenn man nachts im Karmel über den Gang des Dormitoriums geht, ist es so still, daß man die Luft rauschen hören kann. Bei diesem Geräusch ist mir auch der Prophet Elija in den Sinn gekommen, dem sich Gott nicht im Erdbeben, nicht im Sturm und nicht im Feuer offenbart, sondern in dem Stillen, sanften Säuseln, das den Naturgewalten folgt. Ein deutlicher Hinweis, daß Gott sich in der Stille suchen und finden läßt.

Heute ist das Fest des Propheten, Vaters und Vorläufers des Ordens der Karmeliten (im Sommer geht es mit den Eigenfesten des Ordens Schlag auf Schlag).

Der Orden der Karmeliten führt seine Anfänge unmittelbar auf den Propheten Elija zurück: So wahr der Herr lebt, vor dem ich stehe ist das Bild der betenden Karmeliten in der Wüste der Klausur, die vor dem Herrn stehen und ihm die Not und die Anliegen der Welt vortragen. Deshalb ist das Fest des Propheten im Orden der alten Observanz ein Hochfest, bei den Unbeschuhten immerhin ein Fest – beide Orden nennen ihn in ihren liturgischen Büchern Vater: Vater des Ordens, unser Vater. Elija wird als erster Vorläufer Christi (mithin als Vorläufer des Vorläufers) angesehen und seine „Himmelfahrt“ – von der es in der griechischen Fassung heißt, ΩΣ εις τον ουρανόν, so als ob er in den Himmel aufgenommen würde – als Vorausdeutung der Himmelfahrt Christi, 900 Jahre vor dem Kommen des Erlösers.

Unser Geist wird in der göttlichen Beschauung oft so emporgehoben, daß er bereits so etwas wie ein Bild von jener ewigen Freiheit erahnen darf, die kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat. Jedoch durch die Schwere seines sterblichen Leibes fällt er zurück, wird in die Tiefe gezogen und durch die Fesseln der Schuld festgehalten. Wer einen Blick auf die Freuden seiner wahren Freiheit tun darf, steht an der Türe und wacht. Er möchte ganz hinaustreten, aber er kann es nicht, so wie einst die Hebräer nach der Befreiung aus ägyptischer Knechtschaft. Denn wenn sie die Wolkensäule sahen, aus der Gott zu ihnen sprach, traten sie vor den Eingang ihres Zeltes und verharrten in Anbetung. Dort stehen auch wir, und dorthin richten wir die Augen unseres Geistes. Deshalb sagt Elija: Es lebt der Herr, vor dessen Angesicht ich stehe. Dort nämlich stand er, wo sein Herz verankert war. Was aber bedeutet das Volk, das die Wolkensäule sieht, am Eingang des Zeltes steht und anbetet? Gleicht es nicht dem menschlichen Geist, der im Schauen der geheimnisvollen Erhabenheit und Göttlichkeit die Schranken der körperlichen Wohnung verläßt und Gott demütig anbetet? Wenn er auch nicht Einblick in sein Wesen hat, bewundert er doch seine Macht durch die Erleuchtung des Geistes. Daher berichtet die Schrift von Elija, dass er am Eingang der Höhle stehend, die Stimme des Herrn vernahm und sein Gesicht verbarg. Weil er die Stimme Gottes in der Beschauung vernahm, stand er nicht mehr als Mensch mit Leib und Seele in der Höhle. Er stand am Eingang der Höhle, weil er sich anschickte, die Enge seiner Sterblichkeit zu überschreiten.

Wer am Eingang der Höhle steht und in seinem Herzen die Stimme Gottes hört, muß sein Gesicht verhüllen. Denn durch die höhere Gnade wird ihm höhere Erkenntnis zuteil. Je höher unser Geist erhoben wird, desto mehr müssen wir uns in unserem natürlichen Erkennen bescheiden. Wir dürfen nicht mehr wissen wollen, als uns zukommt, und wir müssen im Wissen nüchtern bleiben. Wir dürfen dieses Unsichtbare nicht erforschen wollen, sonst könnten wir abirren und in jenem Übersinnlichen das Sinnliche suchen. Das Ohr öffnen und das Gesicht bedecken, bedeutet, im Geist die Stimme zu hören und das Herz von jeder sinnlichen Vorstellung abzuwenden, damit sich der Geist nicht auf das Körperliche festlegt, da doch all dies vom Geist bestimmt ist.

Wir, liebe Brüder, wir haben schon durch den Tod, die Auferstehung und Himmelfahrt unseres Erlösers ein Wissen um die ewigen Freuden. Wir kennen das Zeugnis seiner Gottheit durch die Engel, unsere Mitbürger. Wir stehen im Bau der Kirche und halten die Augen auf die Tür gerichtet. Wenden wir den Rücken der Vergänglichkeit des zeitlichen Lebens zu, und richten wir die Augen des Herzens auf die Freiheit des himmlischen Vaterlandes! Aber noch bedrücken uns viele Sorgen, die wir uns um dieses irdische Leben machen. Weil wir das vergängliche Leben noch nicht ganz verlassen können, wollen wir wenigstens am Eingang der Höhle stehen, durch den wir einmal hinausschreiten dürfen. Diese Gnade schenke uns der Erlöser, der mit dem Vater in der Einheit des heiligen Geistes lebt und herrscht in alle Ewigkeit. (zweite Lesung zum Fest, Predigt des hl. Gregor des Großen)

Freitag, 19. Juli 2013

Famous last words

Du, o Herr, hast uns die Furcht vor dem Tod genommen. Du hast uns das Ende des Erdenlebens dahier zum Anfang des wahren Lebens gemacht. Du läßt unsere Leiber eine Zeitlang im Schlafe ruhen und erweckst sie daraus wieder mit der letzten Posaune. Du übergibst unsere Erde, die du mit deinen Händen geformt hast, der Erde zur Aufbewahrung und holst dann wieder zurück, was du gegeben, nachdem du das Sterbliche und Unschöne von uns zu Unsterblichkeit und Herrlichkeit umgewandelt hast.

Du hast uns vom Fluch und von der Sünde errettet, indem du beides für uns geworden bist. Du hast die Köpfe des Drachen zerquetscht, der mit seinem Rachen den Menschen in den Abgrund des Ungehorsams hinabgerissen hatte. Du hast uns den Weg der Auferstehung bereitet, da du die Pforten der Hölle zerbrochen und den, der die Macht über den Tod hatte, überwunden hast.

Du hast denen, die dich fürchten, als Zeichen das Abbild deines heiligen Kreuzes gegeben zur Überwindung des Widersachers und zur Sicherheit unseres Lebens. O ewiger Gott, dem ich vom Mutterleibe an zugeteilt gewesen, den meine Seele aus allen Kräften geliebt hat, dem ich Leib und Seele von Kindheit an bis jetzt geweiht habe, stelle du mir einen lichten Engel zur Seite, der mich geleite an den Ort der Erquickung, wo das Wasser der Ruhe ist, in den Schoß der heiligen Väter, der du das flammende Schwert zerbrochen und den mit dir gekreuzigten Menschen, der dein Erbarmen anflehte, dem Paradies wiedergegeben hast. Gedenke auch meiner in deinem Reiche! Denn auch ich bin mit dir gekreuzigt, da ich aus Furcht vor dir mein Fleisch angenagelt habe und vor deinen Gerichten mich fürchte. Möge der schreckliche Abgrund mich nicht von deinen Auserwählten trennen, noch der Verleumder mir in den Weg treten, noch mögen vor deinen Augen meine Sünden erfunden werden und, wenn ich aus Schwachheit unserer Natur etwas gefehlt und in Wort oder Werk oder Gedanke gesündigt habe, so verzeihe es mir, der du auf Erden die Macht hast, Sünden zu vergeben, damit ich die Erquickung erhalte und, wenn ich meinen Leib ablege, vor dir erfunden werde, an der Gestalt meiner Seele ohne Makel zu sein; ja möge meine Seele untadelig und makellos in deine Hände aufgenommen werden wie liebliches Opferwerk vor dir!
Worte der hl. Makrina der Jüngeren auf ihrem Sterbelager, aufgeschrieben von ihrem Bruder, dem hl. Gregor von Nyssa. Im Fortgang heißt es:
Wie sie aber das Gebet vollendet hatte und die Hand zur Bekreuzung ans Gesicht führte, um damit das Ende des Gebets anzuzeigen, beschloß sie, ganz schwer und tief aufatmend, zugleich mit dem Gebet ihr Leben.
Ein gutes Leben, ein äußerst erstrebenswerter Tod. – Die Familie der hl. Makrina kam aus einer buchstäblich heiligmäßigen Familie: ihre Brüder waren die hll. Basilius (der Große) und Gregor (von Nyssa), die man als Kirchenlehrer verehrt, und der hl. Petrus von Sebaste. Auch die Eltern dieser heiligen Geschwisterschar, Basilius der Ältere (der wiederum der Sohn der hl. Makrina der Älteren war) und Emmelia, wurden zur Ehre der Altäre erhoben.

Als Makrina noch ein Kind war, arrangierte ihr Vater eine Ehe für sie. Ihr Verlobter starb jedoch, noch bevor Makrina das heiratsfähige Alter erreicht hatte. Makrina wählte und gelobte die ewige Jungfräulichkeit, da sie ihren Verlobten nicht als unwiederbringlich verloren, sondern nur als vorübergehend abwesend ansah, eingetreten in den immerwährenden Dienst an Gott. Nach dem Tod ihres Vaters führten sie und ihre Mutter ein zunehmend einfacheres Leben und begründeten schließlich eine Gemeinschaft geweihter Jungfrauen und Witwen.

Ihr Bruder, der sie als geistliche Lehrmeisterin ansah, schrieb das Leben der hl. Jungfrau Makrina nieder. Heute ist ihr Gedenktag.

Als man Makrina für das Begräbnis herrichten wollte, wird von ihrer Mitschwester Lampadia, einer Diakonin, berichtet, daß Makrina außer einer Tunika, ihrem Schleier und einem Paar abgenutzter Sandalen nichts ihr eigen genannt hatte: „Nur einen Aufbewahrungsort für ihren Reichtum kannte sie, die himmlische Schatzkammer; dort hat sie alles niedergelegt und nichts auf Erden zurückgelassen.“ 

Mittwoch, 17. Juli 2013

Während sie hinaufstiegen, sangen sie – Gedenktag der sel. Teresa vom hl. Augustinus und Gefährtinnen

Im Juli 1794, kurz vor dem Ende der französischen Revolution, ließ das Komitee für öffentliche Sicherheit, eine Dienststelle der Nationalversammlung der Französischen Revolution, sechzehn Karmelitinnen – elf Chorschwestern, drei Laienschwestern und zwei Außenschwestern – verhaften, einer Verhandlung aussetzen, des Hochverrats beschuldigen und zum Tode verurteilten. Warum? Weil sie Karmelitinnen waren und wie Karmelitinnen leben wollten. Die Schwestern wurden ins Stadtzentrum gebracht, wo die tobende Menge sie erwartete. Aber diese Hinrichtung war anders als alle anderen.

Die Leute verstummten angesichts der Schwestern, die trotzdem sie ihres Habits beraubt worden waren, sich so würdevoll hielten, daß es, wie von einem Zuschauer beschrieben, erschien, als schritten sie zu ihrer Hochzeit. Der Gesang der Schwestern, die den Hymnus Veni creator spiritus sangen, durchbrach die Stille. Eine nach der anderen ging zur Guillotine, die jüngste zuerst, die Älteste zuletzt; jede Schwester hielt inne, um vor der Priorin niederzuknien und die Erlaubnis zu erbitten, sterben zu dürfen, worauf die Priorin antwortete: „Geh, meine Tochter!“ Der Staat hatte ihre Hinrichtung verfügt, aber ihr letzter Akt des Gehorsams geschah nicht gegenüber dem Staat, sondern gegenüber ihrer Mutter im geistlichen Leben. Als letzte starb die Mutter Priorin.

Die Regierung der französischen Revolution fiel zehn Tage nach der Hinrichtung der Schwestern. Es ist gut möglich, daß dem Volk von Frankreich schließlich zu Bewußtsein kam, daß unter einer Regierung, die an einem Konvent armer, barfüßiger Nonnen soviel fand, daß sie diese hinrichten ließ, einfach weil sie ihrer Berufung zu einem Leben in Gebet und Abgeschiedenheit folgten, eigentlich niemand davor sicher war, als Nächstbester hingerichtet zu werden.

Die Ikonographie stellt die Karmelitinnen beim Martyrium im Habit der Unbeschuhten dar. Durch einen Zufall waren die Ordensgewänder aber an jenem Tag noch in der Kleiderkammer, so daß die Karmelitinnen in Laienkleidung zur Hinrichtung geführt wurden. Ihre Gewänder und auch einige Sandalen – Reliquien zweiter Klasse – wurden den Benediktinerinnen von Cambrai gegeben, die die französische Revolution überlebten und schließlich nach England zurückkehren, vorher die Gemeinschaft einst gekommen war. In einer Niederschrift die Äbtissin von Stanbrook über die Begegnung mit den sechzehn Märtyrinnen von Compiègne im Kerker heißt es:
Am Freitag, den 18. Oktober 1793 fand sich ein Trupp berittener Soldaten an der Pforte des Klosters ein. Den Nonnen – zu jener Zeit 21 – wurde befohlen, in weniger als einer Viertelstunde das Haus zu verlassen, und ein viehischer Grobian mit einem Knüppel rannte hierhin und dorthin, um sie sogar zu noch größerer Eile anzutreiben. Kisten oder Koffer mitzunehmen war untersagt, jede von ihnen erhielt nur die Erlaubnis, ein kleines Bündel mitzunehmen.

Sie können sich das Durcheinander vorstellen, Kleidung war in der Wäsche, Brot im Ofen. Schließlich nahmen viele nur wertlose Dinge mit. Sie wurden zu den offenen Wagen geführt, die von johlenden Menschen und Husaren mit blanken Schwertern umringt waren, und begannen eine fürchterliche, fünftägige Reise nach Compiègne, wo sie in einem ehemaligen Kloster eingesperrt wurden. Was folgte, waren achtzehn Monate schrecklicher Entbehrungen, Elend und schwerer Krankheit. Vier der Schwestern starben im Kerker, wie auch unser Kaplan.

Dann traf ein Konvent Karmelitinnen in Laiengewändern im Gefängnis ein, und sie boten sich selbst als Opfer für den Frieden, für die Kirche und die Rettung Frankreichs dar. Nach sechs Wochen wurde den Karmelitinnen erlaubt, ihren Habit wieder anzulegen, damit sie ihre Laienkleider waschen könnten. In diesem Augenblick wurden sie ergriffen und nach Paris gebracht, wo sie enthauptet wurden.

Einige Tage später wurden unseren benediktinischen Schwestern befohlen, ihren Habit abzulegen. Wir hatten kein Geld, um Kleidung zu kaufen, und so gaben uns unsere Wärter die Gewänder der Karmelitinnen. Wir besorgten Pässe und kehrten nach England zurück: sechzehn Nonnen, halb verhungert und vorzeitig gealtert, denen nicht einmal die Gewänder gehörten, die sie trugen. In diesem Opfer dieser Karmelitinnen auf der Guillotine lag der Beginn von Stanbrook Abbey.
Gott selbst hat diese Schwestern, wie es im Tagesgebet heißt, von der Beschauung des Berges Karmel zum Blutzeugnis gerufen. Das Schicksal der Karmelitinnen von Compiègne bringt uns auch zu Bewußtsein, welch hohes Gut die Religionsfreiheit ist und wie wichtig es ist, dafür einzutreten, gerade in einer Zeit, in der die Christen verfolgt werden wie keine andere Religionsgemeinschaft. Das Kreuz, das, wie die Priorin von Compiègne sagte, die einzige Waffe war, die die Karmelitinnen je in ihrem Haus gehabt hatten, ist nur zu oft die einzige Waffe derer, die Christus dorthin folgen, indem sie ihr Kreuz auf sich nehmen und ihm nachfolgen, den sie mehr lieben als alles andere, selbst als das eigene Leben.

Nungazing am Mittwoch

Karmelitin beim Nähen eines kleinen
Skapuliers in der Zelle

Gehört eigentlich noch zum gestrigen Skapulierfest – das tägliche Gebet der Träger des kleinen Skapuliers unserer Lieben Frau vom Berge Kamel, das auch braunes Skapulier genannt wird:
Allerseligste, unbefleckte Jungfrau Maria, Zierde und Glanz des Karmels,
du blickst mit besonders gütigem Auge auf jene, die mit deinem gesegneten Skapulier bekleidet sind.
Blicke gnädig auch auf mich und umhülle mich mit dem Mantel deines mütterlichen Schutzes.
Stärke meine Schwäche mit deiner Macht, erleuchte die Finsternisse meines Geistes mit deiner Weisheit, vermehre in mir den Glauben, die Hoffnung und die Liebe.
Schmücke meine Seele mit solchen Gnaden und Tugenden, daß sie deinem göttlichen Sohne und dir stets lieb und teuer sei.
Steh mir bei im Leben, tröste mich im Tode mit deiner liebevollen Gegenwart und stell mich dann als dein Kind der Heiligsten Dreifaltigkeit vor, um sie mit dir im Himmel ewig zu loben und zu preisen. Amen.


Auweia!


Also, ich hab ja schon einiges gesehen, aber sowas eben noch nicht.


Dienstag, 16. Juli 2013

Ja, so kommts, wenn der Papst zurücktritt…

Die Zellen der Eremiten um den Brunnen des Propheten
Elija auf dem Berg Karmel,
Altargemälde von Pietro Lorenzetti, 1328

„…versammelte sich um ihn auf dem Berg Karmel eine kleine Schar von Emeriten…“
(aus der Predigt zum Fest Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel)

zum Hochfest unserer lieben Frau vom Berge Karmel


Selig bist du, Maria:
aus dir ging hervor  das Heil der Welt.
Nun bist du beim Herrn in der Freude des Himmels.
Glorreiche Jungfrau, bitte für uns bei deinem Sohn.


Flos Carmeli, vitis florigera,
splendor cæli, Virgo puerpera singularis.
Mater mitis, sed viri nescia,
carmelitis esto propitia, stella maris.

Radix Iesse germinans flosculum,
nos adesse tecum in sæculum patiaris.
Inter spinas quæ crescis lilium,
serva puras mentes fragilium, tutelaris.

Armatura fortis pugnantium,
furunt bella, tende præsidium scapularis.
Per incerta prudens consilium,
per adversa iuge solatium largiaris.

Mater dulcis, Carmeli domina,
plebem tuam reple lætitia qua bearis.
Paradisi clavis et ianua,
fac nos duci quo, Mater, gloria coronaris. 
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