Sonntag, 31. März 2013

Salve, festa dies!

Taufbrunnen mit dem frischgeweihten Osterwasser –  hier haben in
der Osternacht sechs Erwachsene das Sakrament der Taufe empfangen
vor der Liturgie der Osternacht – warten und beten im Dunkel der Kirche
Salve, festa dies toto venerabilis aevo
qua Deus infernum vicit et astra tenet

Gegrüßet seist du, festlicher Tag, für immer verehrungswürdig,
da Gott die Hölle bezwang und den Himmel erringt
(aus dem Hymnus Salve, festa dies des Ostersonntags)

Er führte sie aus Finsternis und Dunkel und zerriß ihre Bande


Freigekauft hast du uns, Herr, mit deinem Blut, 
aus allen Stämmen und Sprachen, Völkern und Nationen.

O wahrhaft selige Nacht, dir allein war es vergönnt, die Stunde zu kennen, in der Christus erstand von den Toten. Dies ist die Nacht, von der geschrieben steht: „Die Nacht wird hell wie der Tag, wie strahlendes Licht wird die Nacht mich umgeben. Der Glanz dieser heiligen Nacht nimmt den Frevel hinweg, reinigt von Schuld, gibt den Sündern die Unschuld, den Trauernden Freude. (aus dem Exsultet)
 Ich wünsche allen Lesern ein gesegnetes und gnadenreiches Osterfest.

Freitag, 29. März 2013

Den leidenden Menschen zog er wie ein Kleid an – Karfreitag

Christus Jesus war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest, wie Gott zu sein, sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich. Sein Leben war das eines Menschen; er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz. Darum hat ihn Gott über alle erhöht und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen, damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu und jeder Mund bekennt: Jesus Christus ist der Herr - zur Ehre Gottes, des Vaters. (Phil. 2, 6-11)
Wie kaum etwas anderes fassen die Worte des Apostels das Wunderbare dessen, was Gott uns getan hat, zusammen: Christus Jesus war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest, wie Gott zu sein.

Wir singen diese Worte oft als Canticum im Stundengebet, so daß man sie als Beter ganz verinnerlicht hat. Er hielt nicht daran fest, wie Gott zu sein, dies deutet die Möglichkeit an, daß es auch hätte anders sein können, Gott hätte daran festhalten können, ganz Gott zu sein. Daß er es aber nicht getan hat, daß er vom Himmel auf die Erde kam, wegen des leidenden Menschen, den leidenden Menschen anzog wie ein Kleid, wie der hl. Meliton von Sardes sagt, das es wegen mir und für mich getan hat, dafür gibt es nicht genug Worte des Lobes und des Dankes. Durch einen Leib, der dem Leiden ausgesetzt war, nahm er die Leiden des leidenden Menschen auf sich und vernichtete die Leiden des Fleisches.

Weiter hinab als auf die Erde und in die Unterwelt hätte er dem Menschen nicht entgegengehen und -kommen können, als ihnen gleich zu werden, im Leiden, in der Gefangenschaft, in Angst und Schwäche, als unschuldig Verurteilter und im Tode. Herr Jesus Christus, für dein bitteres Leiden und Sterben, für alle deine Liebe sei dir Lob und Dank in alle Ewigkeit!

Donnerstag, 28. März 2013

Gründonnerstag

Es ist ein alter Brauch, am Gründonnerstag (über die genaue Herkunft dieser Bezeichnung im Deutschen ist man sich uneins) etwas Grünes zu essen. Bei meinen Eltern war das leider immer der unselige Spinat, in dessen Mitte ein Spiegelei saß, das einen vorwurfsvoll anglotzte, wenn ich aber selbst in der Hand habe, esse ich lieber etwas unaufwendiges Grünes, das mir schmeckt. In diesem Falle also Spaghetti mit Basilikumpesto. Dazu gabs noch etwas Ruccola und eine grüne Götterspeise. Das Basilikumpesto hab ich vorher besorgt, der Rest ergab sich einfach so.

Mittwoch, 27. März 2013

Von allen auserwählter Stamm – die Legende vom Holz des wahren Kreuzes

Nach der Schrift wurde Jesus an einem Kreuz auf dem Hügel Golgotha gekreuzigt, der Schädelstätte, wo sich der Überlieferung zufolge auch Adams Schädel befindet. Jesus Christus selbst wird vom Apostel und den Vätern der neue Adam genannt, der den Weg Adams zurückgeht. Indem er in den Tod geht und darüber hinaus, in die Unterwelt hinabsteigt, führt er uns ins Licht und ins Leben.

Der Überlieferung zufolge hat das Holz des Kreuzes eine eigenartige Geschichte:

Als Adam und Eva aus dem Paradies vertrieben wurden, gelang es einem der Söhne Adams, Seth, einen Zweig jenes verhängnisvollen Baumes der Erkenntnis mit sich zu nehmen, dessen Früchte die Herzen seiner Eltern dem Bösen geöffnet hatten. Einige Varianten der Legende besagen jedoch, der Zweig sei vom Baum des Lebens gekommen, der auch im Garten Eden stand. Aus diesem Zweig wurde ein Stab gefertigt, der unter den hebräischen Patriarchen von Generation zu Generation weitergegeben wurde. Dies war der Stab, den Mose vor dem Pharao in eine Schlange verwandelte, der Stab, mit dem er das Rote Meer teilte und an den Felsen in der Wüste schlug, so daß Wasser heraussprang. Und als die Israeliten nach dem Auszug aus Ägypten von Giftschlangen geplagt wurden, hängte Mose die Kupferschlange an diesen Stab. Wer zu der Kupferschlange aufsah, wurde geheilt. Dies war auch der Stab des Hirten Isai, des Vaters Davids; der Stab, der wundersamerweise Blüten trieb, als Zeichen, daß Isais Sohn einmal König werde. Nach vielen Begebenheiten gelangte der Stab zuletzt in die Hand Josefs, des Bräutigams Mariens. Von dessen Sohn Jakobus wurde er Judas Iskariot gegeben. und von ihm denen, die das Kreuz Christi zimmerten.

Der Baum, so schreibt der hl. Augustinus, der den Verlust des Paradieses über uns brachte, sollte das Werkzeug der Erlösung sein, und: um von unseren Sünden geheilt zu werden, schauen wir auf den gekreuzigten Christus.

Dies ist die Legende vom Holz des Heiligen Kreuzes, des Baumes, der zugleich die Frucht des Todes und des Lebens trägt. Die Hymnen der Karwoche besingen diesen Baum in wunderbaren Worten:
Heilig Kreuz, du Baum der Treue,
edler Baum, dem keiner gleich,
keiner so an Laub und Blüte,
keiner so an Früchten reich:
Süßes Holz, o süße Nägel,
welche süße Last an euch.
O schöner Baum es glänzt an dir,
des Purpurs köngliche Zier.
Von allen auserwählter Stamm,
du trägst das reine Gotteslamm.

Dienstag, 26. März 2013

Bilder des Tages

den Herrn in der Stille finden
das ist übrigens, wie beobachtet, ein Vogeliglu

Hasenfest und die Unaussprechliche

Der Artikel des Focus über die rasante Entwicklung des Papstartikels in der Unaussprechlichen ist ja einigermaßen launig (wenn auch Pa…pst – mit 13 a und in Großbuchstaben – eher nicht typisch ist). In Zeiten, in denen Passagen aus der Wikipedia manchmal wörtlich von der hiesigen Presse abgeschrieben werden, haben ihre Artikel zumindest auszugsweise schon eine gewisse Verbreitung. Übrigens durchaus auch so, daß es einen freut: vor Jahren hab ich für ein fremdsprachliches Wiki aus dem Testament Edith Steins übersetzt. En passant habe ich dieses Zitat später tausendfach im Internet wiedergefunden, ausnahmslos in wohlwollendem Kontext erwähnt.

Dieweil geht es hierzulande hinter den Kulissen der qualitativ durchaus sehr verschiedenen Artikel allerdings oft mit einer Verbissenheit zugange, die ihresgleichen sucht. In der Tat ist es manchmal kaum noch möglich, auch in Artikeln, die ausdrücklich Themen des Christentums behandeln, die entsprechende Terminologie zu verwenden, es könnten ja womöglich der unbekannte Atheist oder der dadurch vorgeblich diskriminierte Moslem an der nächsten Ecke etwas dagegen haben, wenn Daten unserer Zeitrechnung in Jahren vor und nach Christi Geburt angegeben werden.

Die Verschiebung des Osterfests in die Fauna hat sich zwar nicht allzulange gehalten (rot ist auch hier eine Warnfarbe), es gab aber im Artikel Weihnachten allen Ernstes eine Diskussion, ob man Weihnachten als das Fest der Geburt Christi bezeichnen dürfe oder nicht doch lieber als „die Summe seiner Bräuche“. Ja genau, und der Mond ist aus grünem Käse.

Ein Beispiel für den Alltag vor Ort
Die Selbstverpflichtung der Wikipedia, einen sogenannten „neutralen“ Standpunkt wahren zu wollen, treibt manchmal seltsame, manchmal auch schaurige Blüten. So dürfen im Artikel Schwangerschaftsabbruch auch belegte Daten und Erhebungen von Ärzten und Organisationen, die auch nur ansatzweise mit dem Engagement für den Schutz des ungeborenen Lebens zu tun haben, nicht in den Artikel, denn das wäre nicht mehr neutral. Irgendwann hab ich den Artikel –  um Schonung meines Blutdrucks bemüht und damit ich nicht regelmäßig beichten muß, der Sünde des Jähzorns erlegen zu sein – von meiner Beobachtungsliste genommen.

Zwar müssen Aussagen in der Unaussprechlichen jeweils eigentlich durch Quellen belegt sein. Es zeichnet sich jedoch seit einiger Zeit eine beunruhigende Tendenz ab, sich einfach eine irgendwann in der Öffentlichkeit geäußerte (oder auch herumposaunte) Meinung zu suchen, die dem eigenen kirchen- oder religionskritischen Standpunkt möglichst nahekommt. Diese baut man dann als „belegt“ in den Artikel ein. Dann kann man etwa  über den Ausgang des jüngsten Konklaves die wunderbar unvoreingenommene Aussage nachlesen
Angesichts der vielen Probleme der katholischen Kirche, der erschütterten Glaubwürdigkeit durch Mißbrauchsskandale und des Mitgliederrückganges sei es aus kirchlicher Sicht notwendig gewesen, zumindest den Anschein eines Aufbruchs zu erwecken. Dafür sei Bergoglio der perfekte Kandidat gewesen.
Es muß nur einfach jemand gesagt haben, der sich vor allem mit der Redaktion von Jahrbüchern zur Geschichte Südamerikas auskennt, und schon ist alles schön. Die Frage, woher Frau Prof. Hensel von der Westfälischen Friedrich-Wilhelms-Universität eigentlich ihre Glaskugeln bezieht und inwiefern solcher Spekulatius irgendwie für ein Nachschlagewerk relevant wäre, bleibt leider unbeantwortet. Es sei ohnehin geraten, sich der Arbeit in der Unaussprechlichen nur sporadisch und nicht mit allzuviel Herzblut zu widmen. Manchmal erinnert mich die Arbeit dort an die sprichwörtliche Hydra: für jeden korrigierten Unfug wachsen sieben neue nach. Hier schreibt Josef Bordat zum Thema.

Einig ist man sich unter den Verschwörungstheoretikern vor Ort, die beständig die Unaussprechliche von Katholiken unterwandert sehen und dabei selbst den atheistischen Balken ihrem eigenen Auge nicht erkennen, daß es sich um von der Kirche fürs Schreiben Entlohnte handeln müsse, wahlweise um Jesuiten (also, für einen Jesuiten hat man mich wirklich noch nie gehalten…)

Es ist die Rede von Hardcore-Klerikern, Kerzlschlickern, Paid edit catholics, die „sich gerieren wie die PR-Abteilung des Vatikans“, widerlichen Fundamentalkatholiken (deren Widerlichkeit offenbar ausschließlich darin besteht, Sentenzen wie die obige nicht im Artikel haben zu wollen) und auch davon, „Autoren zu maßregeln, die sich allzu dreist von ihren persönlichen Ansichten leiten lassen“. Das heißt übersetzt, wer sich bei einer Sache auskennt und nicht jeden medialen Dummfug unbesehen glaubt, soll sein Wissen nicht einbringen dürfen. Wundervoll, ganz wundervoll.

Da denkt man in abgelegenen Diskussionen schon mal laut und ganz ungeniert darüber nach, Nutzern mit einem irgendwie katholisch klingenden Namen die Mitarbeit an entsprechenden Artikeln von vornherein – also nicht etwa wegen eines tatsächlichen Regelverstoßes – wegen angeblichen „Interessenkonflikts“ administrativ untersagen zu wollen. Weshalb es angeraten scheint, bei der etwaigen Neuanlage eines Kontos am besten einen Benutzernamen wie „Benjamin Blümchen“ oder „mein kleiner grüner Kaktus“ zu wählen. Sollte einem in der Folge dann das Bearbeiten von Artikeln über Botanik, Orchideenkunde und Sukkulenten administrativ untersagt werden, hat man daran jedenfalls nicht allzuschwer zu tragen.

Montag, 25. März 2013

Das geknickte Rohr zerbricht er nicht – Montag der Karwoche

In der Karwoche hören wir die wunderbaren Lieder vom Gottesknecht. Warum sie wunderbar sind? Sie stellen uns das Wesen unseres Herrn und Königs vor Augen, der gekommen ist, damit die Menschen das Leben haben und der dafür unsere Menschennatur angenommen hat.

Das geknickte Rohr zerbricht er nicht und den glimmenden Docht löscht er nicht aus – was für ein Bild des Sichkümmerns und der Sorge um jeden einzelnen Menschen, den er so annimmt, wie er ist, mit seinen Unvollkommenheiten und Begrenzungen. Vielleicht kann das geknickte Rohr wieder aufgerichtet und der glimmende Docht wieder angefacht werden, vielleicht nicht. Er jedenfalls wird das Schilfrohr nicht mit Gewalt brechen und die Flamme nicht ersticken. Was für eine Antithese gerade auch zu unserer heutigen Gesellschaft, in der oft alles auf bloßes Funktionieren oder sogar auf Zerstörung ausgerichtet ist. Er schreit nicht und lärmt nicht und läßt seine Stimme nicht auf der Straße erschallen – auch hier: welch ein Gegensatz zu den weltlichen Machthabern, zu Diktatoren und Unrechtsregimes. Wahre Güte vollzieht sich in der Stille.

Ich hielt meinen Rücken denen hin, die mich schlugen, und denen die mir den Bart ausrissen meine Wangen, haben wir zu Beginn der Heiligen Woche gestern gehört:  für mich ist das kein Bild von Schwäche, sondern von ungeheurer Stärke, denn er hat es freiwillig getan, nur aus Liebe zu uns. Wohl uns solch eines Herren.

Sonntag, 24. März 2013

Noch ein paar Palmsonntagsbilder



der Weg der Palmprozession heute morgen –
 das lustig flatternde Band (wegen Dachlawinen)
macht einen windigen Eindruck
…und so sah es dort abends zuvor aus.
He's on his way… ;)
Palmsonntag 2012 – nur wenige Tage später als in diesem
Jahr (ich weiß, das hätt jetzt nicht kommen dürfen…)

Singt dem König Freudenpsalmen – Palmsonntag

Singt dem König Freudenpsalmen, Völker, ebnet seine Bahn: Salem, streu ihm deine Palmen, sieh, dein König kommt heran! Dieser ist von Davids Samen, Gottessohn von Ewigkeit. Der Da kommt in Gottes Namen, er sei hochgebenedeit!
David sah im Geist entzücket den Messias schon von fern, der die ganze Welt beglücket, den Gesalbten, unsern Herrn. Tochter Sion, streu ihm Palmen, breite deine Kleider aus, sing ihm Lieder, sing ihm Psalmen, heut beglücket er dein Haus.

Sieh, Jerusalem, dein König, sieh, voll Sanftmut kommt er an; Völker, seid ihm untertänig, er hat allen wohlgetan! Den die Himmel hoch verehren, dem der Chor der Engel singt, dessen Ruhm sollt ihr vermehren, da er euch den Frieden bringt!

Die heutige Palmprozession wird glaub ich, als „die Frostige“ in die Annalen des hiesigen Hauses eingehen (und wohl auch die einzige, bei der bei einer Windbö ums Haar ein Domkapitular von einer Liedertafel erschlagen worden wäre). Temperaturen um -10 °C und ein frischer Nordostwind, da hab ich mich schon gewundert, daß den Bläsern die Hörner nicht eingefroren sind. Jedenfalls konnten wir uns im Geiste schon bei der Palmweihe mit den Leiden des Herrn etwas vereinigen, beziehungsweise, wer noch etwas aufzuopfern hatte… Wissenschaftlich festzustellen ist jedenfalls: auch bei arktischen Temperaturen frieren Finger nicht am Silberleuchter fest. Schön ist, daß all sowas in der großen Liturgie des Palmsonntags schon beim Gesang von …er hat allen wohlgetan völlig untergeht.

Beide Messen, die ich mitgefeiert habe, waren auf ihre Weise schön und gnadenreich. Die Palmweihe mit Prozession ist natürlich unvergleichlich, ohne geht gar nicht. Die Vorabendmesse gestern war von großer Ruhe erfüllt und daher gnadenreich. Sicher lag es vor allem an der Ruhe des Zelebranten, der sich die Zeit genommen hat, mit uns zu den Altarstufen zu gehen und sich dort einige Zeit zur Gebetsstille niederzuknien. (Es sieht sonst immer ein wenig so aus, als wenn man vor seinem Mikrophon kniet). Es sind überraschend viele, vor allem junge Leute gekommen, die während der gesamten Lesung der Passion bis zum Augenblick des Niederkniens gestanden haben. (Warum das Lektionar vorsieht, daß man zumindest bei Lukas auch dann noch auf der Bank sitzen soll, wenn der Herr bereits am Kreuz hängt, weiß ich wirklich nicht. Irgendwie schön, daß sich keiner dran gehalten hat. Ich hab es erst in dem Moment bewußt wahrgenommen, als ich bei der Rubrik hier stehen alle auf von der Passion hochsah.)

Nachdem ich die Leidensgeschichte des Herrn nun mehrmals mitgelesen habe, kommt mir immer mehr wie eine besondere geistliche Erfahrung vor. Vielleicht liegt es an der Atmosphäre, vielleicht daran, daß es etwas anderes ist, solche Worte laut und in Ruhe zu lesen als sie im Stillen zu meditieren. Ich weiß es nicht und will es auch gar nicht zergliedern. In jedem Jahr bleiben die Gedanken vielleicht an etwas anderem hängen: in diesem fiel mir Pilatus besonders auf (der mir sowieso immer mehr wie ein Getriebener scheint – getrieben zu etwas, das er eigentlich nicht will). Dreimal – auch hier eine Dreizahl, wie bei der Verleugnung des Petrus – will er den Hohenpriestern und dem Volk ausreden, Jesus kreuzigen zu lassen. Sie aber beharren darauf. Mich hat das ungeheuer bestürzt, dieser Starrsinn, das Verharren im Bösen: Jerusalem, Jerusalem, du tötest die Propheten und steinigst die Boten, die zu dir gesandt sind. Wie oft wollte ich deine Kinder um mich sammeln, so wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel nimmt; ihr aber habt nicht gewollt.

Wie kann so etwas passieren in einer einzigen Woche? Zuerst der Einzug in Jerusalem, anders als gedacht, nicht in königlichem oder militärischen Prunk, sondern auf einem geliehenen Esel. Trotzdem wird er wie ein König gegrüßt und die Menschen breiten ihre Kleider vor Jesus aus, auf daß er auf dem kleinen Eselchen darüber reite. Und dann: Das Königszepter gab ich dir, du gibst die Dornenkrone mir. Ich gab dir Gnaden ohne Zahl, du schlägst mich an des Kreuzes Pfahl.

Vom Singt dem König Freudenpsalmen zum Popule meus – das ist der Weg, den wir mit Jesus in dieser Woche gehen. Daß mir das Verhalten der Menschen in Jerusalem im Jahre 30 oder 33 nach Christi Geburt womöglich immer unverständlicher erscheint, macht die Essenz der Heiligen Woche umso bestürzender und zugleich beglückender: Christus hielt nicht daran fest, wie Gott zu sein. Er erniedrigte sich und starb für uns den Tod am Kreuz.

Samstag, 23. März 2013

Treffen sich zwei Päpste…

Wohl das erste Mal in sechshundert Jahren Kirchengeschichte hat heute ein Papst seinen Vorgänger getroffen. Papst em. Benedikt XVI. und Papst Franziskus knieten in der Kapelle gemeinsam auf dem für den Papst bestimmten Betstuhl nieder und umarmten sich als Brüder.

„Wir sind Brüder!“
Die mitgebrachte Madonna der Demut

Betet besonders für unseren Papst em. Benedikt, er sieht bei der Begegnung so zerbrechlich aus.

Freitag, 22. März 2013

Bildchen des Tages


Die heilige Famile –  manchmal mag ich auch solche Bilder gern (erinnert vom Stil her an Omas Schlafzimmerbild)

Things with faces


Von der gestrigen Einführung des anglikanischen Erzbischofs von Canterbury, an der ich bei der BBC zufällig vorbeikam. Hat etwas eulenartiges, finde ich, jedenfalls hatte ich das Gefühl, diese Schließe des Chormantels guckt mich dauernd an, und ich konnte einfach nicht aufhören, zurückzustarren. 8)

Mittwoch, 20. März 2013

Er spendet Schnee wie Wolle, streut den Reif aus wie Asche…



Er spendet Schnee wie Wolle, streut den Reif aus wie Asche.
Eis wirft er herab in Brocken, vor seiner Kälte erstarren die Wasser.
Er sendet sein Wort aus und sie schmelzen, er läßt den Wind wehen, dann rieseln die Wasser. (Ps. 147, 16-18)
Also heute wär ja eigentlich Stichtag für das Wasserrieseln oder doch wenigstens einen Beitrag a la Frühling läßt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte gewesen. Ich will aber nicht klagen, viel lieber preise ich den Herrn für Eis und Kälte als für Glut und Hitze. (Eigentlich preise ich den Herrn für jedes Wetter lieber als für Glut und Hitze…) Witzigerweise ist es hier übrigens durch den Schnee tatsächlich wärmer geworden, in der vergangenen Woche hatten wir durchweg klare Nächte, in denen die Temperatur jedesmal auf -10 °C oder noch darunter fiel, und am kommenden Wochenende sieht es wieder genauso aus. Das ist a la longue Mitte März doch leicht verbitternd.

An eine Palmprozession in der Kathedrale kann ich mich erinnern, bei der es auf die Kreuzgruppe herunterschneite (ich kann mich daran erinnern, weil ich zwischendurch um die Flamme meines Leuchters besorgt war). Diesmal waten wir vielleicht einfach durch die Schneedecke. Eis wirft er herab in Brocken! Preiset den Herrn!

Von roten Schuhen, goldenen Gewändern und Wesentlicherem

Die päpstlichen Schuhe Pius’ XII.
Mit der Amtseinführung Papst Franziskus’ kehrt wenige Tage vor dem Beginn der großen Heiligen Woche vielleicht wieder ein Stück Normalität ein. Wir haben wieder einen Papst (ein Katholik ohne Papst kommt mir vor wie ein Fisch auf dem Trockenen).

Auch stört mich das mediale Sich-überschlagen in Vergleichen in den letzten Tagen, bei dem die Art Papst Franziskus’, sich zu geben und zu kleiden – die ich keineswegs herabsetzen will, Anspruchslosigkeit ist etwas Erfrischendes – stets im Hinblick auf Benedikt XVI. hervorgehoben wurde. Als wenn Benedikt jetzt in Pomp und Prunk, so liest es sich, regiert und gehaust hätte. So durfte ich gestern zu meinem Erstaunen und einer gewissen Belustigung einen Fernsehkommentar hören, der zur Fahrt des Papamobils über den Petersplatz unterlegt wurde. Auftritt Papst Franziskus in weißer Soutane und Pileolus: „Während sein Vorgänger im goldenen Gewand…“ Also, na sag mal, ich wüßte nicht, daß Benedikts Soutane und Pileolus golden gewesen wären. Im Unterschied zum Ablauf machte Papst Franziskus die Fahrt im Papamobil vor dem Gottesdienst, Benedikt unmittelbar danach, noch in Meßgewand und Mitra. Offen gestanden, hat mir persönlich das goldene Meßgewand um Längen besser gefallen als das gestrige mit den Streifen. Tut nichts, ich muß beides nicht anziehen. Auch hab ich mich eher auf die jeweiligen Predigten konzentriert.

Daniel Deckers von der FAZ ist für meinen Geschmack hier jedenfalls deutlich übers Ziel hinausgeschossen:
Der Karneval sei vorbei, so beschied der Papst schon wenige Minuten nach seiner Wahl all jene, die in den acht Jahren des Pontifikats von Papst Benedikt sich nicht genug an weißen Spitzen, rotem Leder und allerlei Kopfputz ergötzen konnten. Stattdessen ein schlichtes weißes Gewand, ein blechernes Kreuz und dazu Schuhe, die schon die staubigen Straßen der Armen gegangen sind. Schluß auch mit der höfischen Aura der Unnahbarkeit. Der Mann, der sich mit dem Namen Franziskus eine fast utopische Last auferlegt hat, hält es bislang mit nur wenigen der vielen Titel des Papstes. „Stellvertreter Christi“ ist nicht darunter. Als Bischof von Rom läßt er sich auf den Straßen der Stadt sehen, als Diener der Diener Christi bittet er um das Gebet für seinen Dienst.
Liebe Güte, ich gehöre auch zu denen, die „sich nicht genug an weißen Spitzen, rotem Leder und allerlei Kopfputz ergötzen“ konnten. An der Samtmozetta mit weißer Einfassung übrigens auch. (Den Camauro fand ich von der Form her eher ungünstig, die Idee aber nett. Vielleicht war ihm schnell kalt.) Ich hab sogar einen eigenen Ordner mit Benediktbildern auf meiner Festplatte, nur zum Drinschwelgen. Und was ist daran jetzt schlecht? Gott hat das Schöne geschaffen, damit wir uns daran erfreuen.

Solche Dinge sind nicht ausschlaggebend, wenn ich aber die Wahl habe, zur Ehre Gottes etwas Schönes, etwas Zweckmäßiges oder auch etwas Häßliches zu tragen, würde ich mich im Zweifelsfall für das entscheiden, was schöner ist oder was ich schöner finde. Es ist ja nicht so, daß diese Sachen eigens angeschafft wurden, sie sind nur einfach aus dem Vorhandenen herausgesucht worden. Den Geist der Armut verletzend fände ich eigentlich eher, wenn man neue Sachen anschafft, weil die bereits vorhandenen nicht ärmlich genug scheinen (im Karmel hieß das, man nimmt das, was einem gegeben wird und versucht nicht, es gegen etwas auszutauschen, das gebrauchter ist oder aussieht. Sowas kann übrigens auch eine Versuchung sein). Weiter gehts im Text: „ein blechernes Kreuz und dazu Schuhe, die schon die staubigen Straßen der Armen gegangen sind.“ Das Kreuz ist eisern – Tertullian sah übrigens Eisen und Messing als viel edler an als Gold und Silber  – und die Schuhe sind schwarz. Was ist jetzt an roten Schuhen anders als an schwarzen, außer daß die einen rot sind und die anderen schwarz? Es ist ja nicht so, daß die roten ausgesehen hätten wie die von Judy Garland oder besonders kostbar gewesen wären. Aktuell trägt der Papa emeritus braune. Die sind dann halt braun. Mei. Allenfalls könnte man anführen, daß der Papst nach alter Tradition rote Schuhe trägt, insofern braucht es erst einmal den Aufwand zu sagen, das mache ich jetzt nicht oder von mir aus, ich breche mit dieser Tradition. Im Grunde ist es aber nichts, woraus man einen Fetisch machen muß.

Zum Schluß noch „die höfische Aura der Unnahbarkeit“. Du lieber Himmel, Josef Ratzinger ist ein schüchterner, zurückhaltender Gelehrter, der als Papst in geradezu reizender Weise aus sich herausging, ich hätte das vorher nie so gedacht. „Höfische Unnahbarkeit“, also, da gibts andere, es ist jedenfalls keine Vokabel, die ich auch nur im entferntesten auf Benedikt XVI. angewandt hätte. Ist so schnell schon alles vergessen oder wollen Deckers et al. es vergessen machen?

„Als Diener der Diener Christi bittet er um das Gebet für seinen Dienst“ – das hat auch Benedikt getan und den Gläubigen in rührender Weise dafür gedankt. Bleibt noch der Stellvertreter Christi. Der Papst ist Stellvertreter (Vicarius) Christi und Diener der Diener Gottes, der das Gebet der Gläubigen braucht. All das war von jeher so und daran hat sich nichts geändert.

Dienstag, 19. März 2013

Narden, Verschwendung und Zärtlichkeit

Die Sache mit dem Papstwappen hat mich ja ikonographisch ein klein wenig beschäftigt. Daß der Stern wahrscheinlich ein Symbol der Gottesmutter ist, die wir auch unter dem Attribut Stern des Meeres verehren, lag nahe. Das Büschelchen unten rechts ist keine Weintraube, wie man zuerst vielleicht meinen könnte, und anscheinend auch kein Lavendel, bei dem ich vergeblich einen Bezug zum hl. Josef gesucht hatte, sondern eine Nardenblüte. Die Nardenblüte ist aber dennoch ein Attribut des hl. Josef, denn in der im spanischen Raum verbreiteten Ikonographie trägt der Heilige scheints statt einer Lilie oft einen Nardenzweig in der Hand.

Der Heilige Vater führt also, nimmt man das Christusmonogramm über Stern und Narde hinzu, im Prinzip die ganze Heilige Familie im Wappen.

Bei Nardenblüten denkt man unwillkürlich an das wunderbare Evangelium über die Salbung der Füße Christi mit kostbarem Nardenöl –, eine verschwenderische Geste, die sogleich angegriffen wird, deren Schönheit aber eben gerade in dem uneigennützigen Sichverschwenden liegt.

Schon damals wurde dieses Zeichen nicht verstanden und es wird es bis heute nicht. Die Kirche hat zum Ausdruck gebracht, daß im Leben und Dienst der gottgeweihten Menschen ein ähnliches Sichverschwenden zum Ausdruck kommt, wie in der Geste bei der Salbung von Bethanien: Aber von diesem „verschwendeten“ Leben verbreitet sich ein Duft, der das ganze Haus erfüllt.

Die Frau mit dem Salböl denkt nicht an die Umstehenden und ihre Reaktionen, es ist eine überströmende Geste der Liebe und Zärtlichkeit. So hat der Heilige Vater in seiner Predigt zum Amtsantritt seinen Ausführungen über das Wesen der Liebe jenes Heiligen, den Gott zum Hüter der Heiligen Familie wie der Kirche bestimmt hat, angefügt, daß es dazu auch Güte, ja, Zärtlichkeit des Herzens braucht:
Das sich Kümmern, das Hüten verlangt Güte, es verlangt, mit Zärtlichkeit gelebt zu werden. In den Evangelien erscheint Josef als ein starker, mutiger, arbeitsamer Mann, aber in seinem Innern zeigt sich eine große Zärtlichkeit, die nicht etwa die Tugend des Schwachen ist, nein, im Gegenteil: Sie deutet auf eine Seelenstärke hin und auf die Fähigkeit zu Aufmerksamkeit, zu Mitleid, zu wahrer Öffnung für den anderen, zu Liebe. Wir dürfen uns nicht fürchten vor Güte, vor Zärtlichkeit!

Montag, 18. März 2013

Er hat ihn bestellt zum Herrn seines Hauses – Hochfest des hl. Josef

Daß der Tag der Amtseinführung des Heiligen Vaters auf das Fest des hl. Josef fällt, der der Bräutigam der Gottesmutter und der Patron der Kirche ist, ist ein schönes Zusammentreffen.

Offen gestanden hoffe ich auch, daß das Hochfest dieses Heiligen durch das Jahresgedenken etwas aufgewertet wird. Wenn man auch den heiligen Josef als einen Heiligen ansieht, der stets im Stillen und Verborgenen seine Pflicht getan hat, so heißt das noch lange nicht, daß auch sein Hochfest so still und verborgen gefeiert werden sollte, daß selbst regelmäßige Werktagskirchengänger es kaum noch als solches erkennen. Daß dieses Hochfest immer in die Fastenzeit fällt, hat manchen leider zu der Auffassung verleitet, das Fest des Heiligen habe keinen liturgischen Vorabend und vielleicht könne man es ja auch in Violett feiern? Allerdings stimmt das nicht (wie man auch aus dem Direktorium leicht erkennen kann), das Hochfest des hl. Josef ist ein Hochfest wie die anderen im Jahreskreis, auch sind für diesen Tag die Fastengebote aufgehoben.

Wie gut passen die Worte des hl. Bernardin von Siena aus der Matutin des Hochfests zum morgigen Tag:
Bei allen besonderen Gnaden, die einem vernunftbegabten Geschöpf mitgeteilt werden, herrscht die allgemeine Regel: immer, wenn Gott in seiner Güte jemand zu einer besonderen Gnade oder zu einem hohen Stand beruft, dann gibt er alle Hilfen, die für eine so erwählte Persönlichkeit und ihre Aufgabe erforderlich sind. Sie zeichnen diesen Menschen dann in reichem Maße aus. (aus der Matutin zum Hochfest)
Wappen Papst Franziskus'
(und was der Lavendel rechts
 unten mit dem hl. Josef zu tun
hat, finde ich auch noch heraus)
Nebenbei bemerkt, ist der Tag der Amtseinführung Papst Franziskus' auch das Namensfest seines Vorgängers. – Daß die Kirche den treuen hl. Josef zum Schutzpatron nicht nur der Jungfrauen und der Eheleute, sondern zum Patron der ganzen Kirche erhoben hat, ist ein Zeichen, wie sehr sie auf seine Fürsprache vertraut; eigentlich ist der hl. Josef auf diese Weise der Schutzpatron aller Menschen, die reinen Herzens Gott suchen.

Am Ende der Litanei zum hl. Josef heißt es: Er hat ihn bestellt zum Herrn seines Hauses und zum Verwalter seines Besitzes. Ein schöner Anlaß, die Litanei zum hl. Josef für unsere beiden Heiligen Väter zu beten, unseren lieben Papa emeritus und Papst Franziskus, der das schwere Amt des Sachwalters Christi nun auf sich nimmt.

Sonntag, 17. März 2013

Cupcake des Tages


Da am St. Patrick's day ja jeder irgendwie irisch sein
soll,  dachte ich… Happy St. Paddy's day jedenfalls!
zum Vergleich dazu, was Elton John essen würde…
(mit Herstellungsanleitung bei Bakerlady)

Samstag, 16. März 2013

Miserando atque eligendo − er erbarmte sich seiner und erwählte ihn

Die Berufung des Heiligen vor dem Kruzifix in
San Damiano: Geh, und stelle mein Haus wieder her, 
das, wie du siehst, ganz zerfallen ist.
Bei dem Gedanken an den Namen des neugewählten Papstes wurde ich den Gedanken an diese beiden Fresken nicht los (ein Bild des Traumes des Papstes Innozenz war in dem Geschichtsbuch, das ich als Kind hatte).

Zwar würde ich zögern, den Begriff „ganz zerfallen“ auf den Bau der Kirche anzuwenden – Gott ist in ihrer Mitte, darum wird sie niemals wanken –, auch zu Zeiten des hl. Franziskus von Assisi war sie das nicht. In seinem Traum jedoch sieht Innozenz III. wie der Heilige mit seinem starken Arm das wankende Gebäude der Kirche stützt.

 Die Orden, die der hl.  Franziskus gegründet hat, nennt man auch seraphische Orden. Seraphim sind Engel, die in der beständigen Schau Gottes leben. Sie glühen vor Liebe und Freude. M. Francis Aschmann PCC hat dazu nicht ohne Humor angemerkt, daß ein düsterer Seraph wohl selbst den dreieinigen Gott erschrecken möchte.

Mancher mag jetzt bereits darüber klagen (in einer Sprache, die teilweise wirklich erschreckend ist), daß Papst Franziskus ohne die rote Mozetta auf der Loggia erschienen ist und die Gläubigen mit einem schlichten „Brüder und Schwestern, guten Abend“ begrüßt und ihnen nach der Spendung des Segens Urbi et orbi eine gesegnete Nachtruhe gewünscht hat. Auch bat er die Gläubigen um ihr Gebet. Mich hat all das entzückt, es war so anrührend. Das mit der Mozetta wiederum hab ich gar nicht gleich gemerkt, erst als ich dachte, er muß doch frieren da oben. (Außerdem mußte ich über die eigenartigen Kommentare der BBC lachen: „Ouh, he's standing there almost like a statue and now he's waving with one hand, like the Queen!“)

Sicher täte mancher gut daran, sich nicht von seinen jeweiligen Bedenklichkeiten mitreißen zu lassen. Laß ihn doch erstmal papsten, der Heilige Geist wird sich schon etwas gedacht haben. Der Herr selbst vergleicht den Dienst des Papstes mit dem eines Hirten, indem er dem Petrus aufträgt: Weide meine Schafe, weide meine Lämmer. Die Schafe aber kennen die Stimme des Hirten und folgen ihm. Dazu gehört Vertrauen auf den Hirten, dessen der Herr sich erbarmt und den er erwählt hat.

Sehr treffend faßt es für mein Gefühl Ascending Mount Carmel zusammen:
Our new Holy Father Pope Francis' motto and choice of name are very interesting − miserando atque eligendo", translated as lowly and yet chosen. He asked the audience to pray for him. I hear he rides the bus, lives simply, eats simply, and the like. This really got me thinking.

I remember learning at a very young age how shocking Jesus was even to His own disciples as the Messiah. They expected him to ride in as a knight in shining armor and fix everything - overthrow the Romans, do away with the hypocrisy of the Pharisees, and set up a literal kingdom right then and there. The people who followed Him expected this.

Instead, he allowed Himself to be put to death in the most heinous way imaginable. He submitted the entire way and was put to death like a common rabble-rouser. No riotous overthrow of the existing order in a visible coup, just a life of humility and love.

This got me thinking about what I had hoped to see right from the get-go from the Holy Father. Granted, I know little about him - but in my mind, I thought it would be Cardinal Burke who would come thundering out of the conclave and would set all aright. This lets me know my own selfish nature - it was all about who did I want for a pope, not who did God desire and ordain to govern His Holy Church. I wanted someone to simply come in and clean house, restore and rebuild over night, and then we could all go forward and be Catholic.

What is funny is that I imagine that I would be one of the first sinners swept out in such a spring cleaning. I am not a perfect Catholic, only a loyal one.
But I am hopeful in the humility of Pope Francis, the new Vicar of Christ. As our Lord says, whoever humbles himself will be exalted. Very few, I think, had the humility of the Seraphic Father himself, St. Francis of Assisi. And the mere fact that the Holy Father has taken the name of St. Francis gives me high hopes for the rebuilding of the Church.

Donnerstag, 14. März 2013

Gaudium magnum – Dankgottesdienst in der Hedwigskathedrale

Da man sich als Berliner ja gestern abend entscheiden mußte: will ich die Verkündigung des Protodiakons, wer ist es denn geworden, die erste Ansprache auf der Loggia des Petersdomes nun live miterleben und den Segen urbi et orbi empfangen? – ja! Oder will ich zeitgleich um acht Uhr abends in der Kathedrale einen Dankgottesdienst für den Neugewählten mitfeiern? – Auch ja! Und so war ich geteilt… Heute abend wird es jedenfalls eine Dankesmesse mit dem Herrn Generalvikar in der Hedwigskathedrale geben. Diesmal wird dann sicher auch die Kathedrale voll.

Generalvikar Przytarski, der die angenehme Eigenschaft hat, daß das, was er sagt, immer Hand und Fuß hat, teilte gestern die wohl allgemeine Auffassung bzw. Verblüffung mit, daß der Heilige Geist immer wieder für Überraschungen gut ist. Außerdem: „Daß wir nicht mehr das Zentrum der Welt sind, das wissen wir eigentlich schon länger und nun hat es uns auch die Kirche deutlich gemacht. Das schadet uns aber, glaub ich, gar nichts.“

Mittwoch, 13. März 2013

Habemus Papam! :)

Als die Päpste Johannes Paul und später in jenem Jahr Johannes Paul II. seinerzeit auf die Loggia der Peterskirche getreten sind, war ich noch nicht katholisch. Vor acht Jahren habe ich diesen unvergleichlichen Moment daher das erste Mal miterlebt. Benedikt trat hinaus und die Welt liebte ihn. Fast unvorstellbar schien es, dies könne sich wiederholen. Und doch, Papst Franziskus trat heraus und die Herzen flogen ihm zu.

Etwas später am Abend gab ich ein weiteres Mal für Assoicated Press in der Vorhalle der Kathedrale ein Interview und man fragte mich als erstes, was ich davon halte, daß er aus Südamerika ist. Ehrlich gesagt, darüber habe ich überhaupt noch nicht nachgedacht.

Ich glaube, es ist auch gar nicht weiter wichtig, woher er kommt, er ist unser Papst und soll die Weltkirche führen und leiten. Sein Gesicht ist gütig; die ruhige und freundliche Art, den Gläubigen als erstes einen guten Abend zu wünschen und als letztes eine gesegnete Nachtruhe, seine Bitte um das Gebet für unseren lieben Papa emeritus und um das Gebet der Gläubigen, bevor er den apostolischen Segen gespendet hat –  und wie greifbar war die Versenkung in dieses Gebet überall auf der Welt! –, der Name, den er annimmt, Franziskus, all das ging mir durch den Sinn. Vor allem aber: große Freude. Vielleicht ist das immer so, durch eine wunderbare Gnade Gottes und Alchemie des Geistes wird einer Papst und die Menschen lieben ihn, einfach, weil er ihr Hirte sein wird und wir seine Herde sind.

Jungfrauen im März – Gedenktag der hl. Euphrasia, der Jungfrau

Das Martyrium der hl. Euphrasia,
Illustration aus dem Menologion Baseilos' II.
Vor Jahren hab ich mal einen Blog gesehen, der überhaupt nur die Gedenktage weiblicher Heiliger (soviel zur angeblich mangelnden Repräsentanz der Frau in der Kirche) veröffentlicht hat. Leider finde ich den nicht mehr, und so weiß ich gar nicht, ob es ihn noch gibt.

Heute feiert die Kirche das Gedächtnis der frühchristlichen Märtyrin Euphrasia von Nikomedien, besser bekannt unter dem Beinamen Euphrasia, die Jungfrau, die das Martyrium im Jahre 303 erlitt, wahrscheinlich im selben Jahr wie die hl. Lucia.

Zu dem Attribut die Jungfrau kam Euphrasia nicht nur, weil sie die Jungfräulichkeit um Christi gelobt hatte, sondern auch, weil sie diese der Überlieferung zufolge, nicht ohne Finesse, bis zum Tode bewahrte, obwohl man sie ihr nehmen wollte. Euphrasia war für ihre Schönheit bekannt. In der Christenverfolgung unter dem Kaiser Maximian ging es ihr wie vielen anderen Christen, sie sollte den Göttern der Römer Rauchopfer bringen. Als sie sich weigerte, wurde sie öffentlich geschlagen und dann einem Gladiatoren zur Schändung übergeben. Euphrasia bewegte diesen dazu, ihr Kräuter zu bringen, mit denen sie ein Öl herstellen könne, das unverwundbar mache, allerdings brauche es dazu die Kraft einer Jungfrau. Als das Öl bereitet war, schlug sie dem Gladiator vor, es zuerst an ihr selbst auszuprobieren, trug es im Genick auf und forderte den Gladiator auf, kräftig zuzuschlagen. Auf diese Weise errang sie den zweifachen Sieg über die Welt und das Fleisch, indem sie die Krone der Jungfrauen bewahrte und die des Martyriums hinzugewann.

Schwarzer Rauch No. 2

…in diesen Minuten. Seit ich gehört habe, daß man zur Erzeugung des schwarzen Rauchs seit dem letzten Konklave nicht mehr, wie früher, Pech oder nasses Stroh mit den Stimmzetteln verbrennt, hab ich mich gefragt, was nimmt man denn jetzt? Qualitativ hat man sich ja gestern abend wohl zum schwärzesten Schwarz vor dunklem Hintergrund gesteigert. Wer wissenschaftlich daran interessiert ist: für schwarzen Rauch nimmt man eine Mischung aus Kaliumperchlorat, Anthrazen und Schwefel, für weißen Kaliumchlorat, Laktose und Harz.

Etwas Schönes zum Konklave habe ich beim Bad catholic gelesen:
I love being Catholic, not only for the vast horizons the Church opens before my searching eyes and thirsting heart, but also for the mighty, wooden doors she closes in front of my inquiring nose. That the Church dares — in a world nauseous with false egalitarianism — to declare things too holy to be dressed in anything but a finery I cannot afford, a secrecy I cannot know, and a reverence I can only hope to attain — all this convinces me that she alone is the throne of Eternity on earth. In her ritual, the Catholic Church treats Christ as lovers treat each other in their deepest silence, with trembling adoration, revealing herself as the Bride of Christ indeed.

Zwischendurch……

…sieht von der Symbolik her irgendwie gut aus

Dienstag, 12. März 2013

Gott ist in ihrer Mitte – am Abend des ersten Konklavetages

Da man sich ja vorher Gedanken darum machte, daß das Tageslicht in Rom abends früher vergeht als Rauch beim letzten Wahlgang aufsteigen wird. Ich habs (über eine Webcam) live gesehen: Mann, war der schwarz! Und das sogar in der Dunkelheit! Falls der weiße Rauch im Falle des Falles genauso eindeutig zu erkennen ist, hat sich die Technik in dieser Hinsicht verbessert (als Spielkalb interessiert mich sowas immer).

Vorhin konnte ich mir, bevor ich zur Heiligen Messe ging, noch den Einzug der Prozession in die Sixtina und den Beginn der Vereidigung ansehen, das „extra omnes“ leider schon nicht mehr. Bemerkenswert fand ich bei aller Anrührung ja, daß sie den Hymnus Veni creator spiritus auf genau dieselbe Weise gesungen haben wie in den Schuhen des Fischers. Ist das so festgelegt und hat Hollywood damals gut recherchiert oder haben wir einfach alle denselben Film gesehen? Stilblüten des kommentierenden Monsignore bei der Prozession: „oberster Papst“ und „Pfarrer von Rom“.

Die Heilige Messe war dann doch keine Votivmesse, dafür hat uns der Herr Weihbischof em. mit der Bemerkung, er hoffe, der neue Papst würde nicht am Donnerstag gewählt, da müsse er in ein Konzert, nachher einen heiteren Moment verschafft. Schön fand ich, daß wir, als die Kardinäle das Konklave begonnen hatten, in der Kirche den schönen Antwortpsalm sangen:
Die Wasser des Stromes erquicken die Gottesstadt,
des Höchsten heilige Wohnung.
Gott ist in ihrer Mitte, darum wird sie niemals wanken;
Gott hilft ihr, wenn der Morgen anbricht. (Ps. 46, 5-6)

Warten auf Rauchzeichen


Daß das Ofenrohr, das zu dem viel beachteten Kamin führt, ziemlich lang sein muß, hab ich mir irgendwie nicht so recht klargemacht. Heute am späten Nachmittag heißt es dann extra omnes – alle hinaus. Spaßeshalber hab ich mich gefragt, ob es in der Geschichte der Kirche eigentlich schon je einmal vorgekommen ist, daß sich die Kardinäle im ersten Wahlgang geeinigt haben? (Nicht, daß damit zu rechnen wäre; auch glaub ich, daß an der Vorstellung, daß im ersten Wahlgang manche Stimme abgegeben wird, um denjenigen zu ehren, dem sie gilt, etwas dran ist). – Unsere Abendmesse wird sicher eine Votivmesse für die Kirche und die Wahl des Nachfolgers Petri. Veni, Sancte Spiritus.

Montag, 11. März 2013

Kümmert es dich nicht? − das Gleichnis vom anderen Geschwister

Psallite Deo macht sich Gedanken über Geschwisterpaare im Evangelium. Beide Ereignisse − das Gleichnis vom verlorenen Sohn, das wir gestern im Evangelium gehört haben, und die Geschichte von der Einkehr Jesu bei Martha und Maria in Bethanien − haben mich zu unterschiedlichen Zeiten beschäftigt.

Bei der Geschichte mit Maria und Martha ging mir auch schon mal zum „besseren Teil“ durch den Sinn, daß es natürlich das bessere Teil sein mag, zu Füßen des Herrn zu sitzen und seiner Lehre aufmerksam zuzuhören. Andererseits, wenn sich nun jede für den besseren Teil entschieden hätte, wo bliebe da die Versorgung des Gastes und des Haushaltes? Oder gibts dann eben nichts zu essen und das im Orient, mit seiner Bedeutung der Gastfreundschaft? Und warum sollte es quasi der „schlechtere Teil“ sein, ganz von der Sorge für den Herrn(!) in Anspruch genommen zu sein?

Es fällt allerdings auf, daß der Herr Martha erst tadelt, als sie sich über diesen ihren Teil beklagt: Kümmert es dich nicht, daß meine Schwester die ganze Arbeit mir allein überläßt? Ähnlich scheint es beim verlorenen Sohn: auch er schaut auf seinen Bruder. Lange Zeit konnte ich den älteren Sohn gut verstehen, seine sehr menschlichen Qualen der Eifersucht oder auch nur den Wunsch gesehen und geliebt zu werden, so wie er ist: treu, rechtschaffen, arbeitsam, gehorsam. Und nun muß er erleben, wie sein jüngerer Bruder, der all das nicht ist, ihm scheints vorgezogen wird, ja, daß der Vater ihn mehr zu lieben scheint. Kaum ist der hier, da schlachtest du das Mastkalb. Eine ähnliche Situation hatte ich auch schon mal über längere Zeit „im wirklichen Leben“: das Gefühl, ich könnte mich bemühen wie ich wollte und ein anderer würde doch zu jeder Zeit mehr geschätzt und beachtet. Die Gründe für so etwas kann man manchmal ansatzweise erahnen, manchmal auch nicht, vielleicht gibt es manchmal auch gar keinen Grund. Wie auch immer, das Gleichnis des verlorenen Sohnes scheint mitten aus dem Leben gegriffen. Beide Anwürfe, der Marthas an Jesus wie der des daheimgebliebenen Sohnes an den Vater, sind einfach der Wunsch, gesehen zu werden: Ich bin auch da, kümmert dich das nicht? Im Grunde fängt das schon bei Kain an: Und der Herr blickte auf Abel und auf sein Opfer, aber auf Kain und auf sein Opfer blickte er nicht. Um ehrlich zu sein, konnte ich Kain in seinem Frust auch gut verstehen.

Wir wissen allerdings nicht, ob der ältere Sohn je auch nur den Wunsch etwa nach einem Fest geäußert hat, insofern kämen jetzt die Gefühle desjenigen dazu, der sich stets beschieden hat und ein anderer kommt und erhält unverdient das, wonach er selbst nie gefragt hat und wovon der Vater vielleicht nicht wußte, daß es sich der Sohn gewünscht hätte.

Mir scheint − ohne die Kirchenväter vorher konsultiert zu haben, wahrscheinlich hat einer von ihnen längst etwas Erhellendes und viel Besseres dazu geschrieben −, das Hadern mit der scheinbaren oder auch tatsächlichen Bevorzugung des anderen Geschwisters wäre ein Schlüssel zum Verständnis des Gleichnisses. Einen anderen fand ich in der Art, wie der Pfarrer vor einigen Jahren die Worte Aber jetzt müssen wir uns doch freuen und ein Fest feiern betont hat.

Die lateinische und die englische Sprache nennen den Sohn nicht verloren, sondern verschwenderisch, prodigus. In der Tat ist mir in den Sinn gekommen, der verlorene und wiedergefundene Sohn sei einer, der statt seines Erbes seine Taufgnade verschwendet, sich weit vom Vater entfernt und irgendwann buchstäblich bei den Schweinen, das heißt im Unrat gelandet ist. Es ging ihm sehr schlecht, heißt es über den verlorenen Sohn in der Fremde. Dem zu Hause mag es in jener Zeit gut gegangen sein, ein Grund zur Dankbarkeit, auch wenn man ihn im ersten Moment vielleicht nicht sieht.

Zur Beichte kommen manchmal Menschen, die nach zwanzig oder dreißig Jahren das erste Mal wieder beichten. Wie groß muß dazu die Überwindung sein, wie groß ist aber auch die Barmherzigkeit Gottes, die einem solchen Menschen in der Absolution zugesprochen wird. Darüber, wie es im Evangelium heißt, zornig zu werden, hieße, dem anderen die Gnade und Barmherzigkeit Gottes nicht gönnen. Im Himmel ist aber kein Platz für Steine, wie der hl. Starez Siluan schrieb. Es ist, als werfe man ein Auge auf die anderen in der Beichtschlange oder auch vor dem himmlischen Richterstuhl. Da mag sich dann jemand befinden, der sich wirklich schwer verfehlt hat und man selbst hat zeitlebens versucht, sich so gut wie möglich an die Gebote Gottes und der Kirche zu halten − und Gott (buchstäblich) weiß, wie oft es dennoch damit danebenging −, ist nicht vom Glauben abgefallen und nicht aus der Kirche ausgetreten. Dann kommts: dem scheinbar nächsten Besten oder auch meinem Bruder oder meiner Schwester fällt die Barmherzigkeit Gottes genauso zu wie mir: einfach, weil er darum bittet. Mein Religionslehrer übrigens war immer der Ansicht, Gott bliebe draußen bei dem Sohn, der durchaus nicht hereinkommen will, um zu feiern, ließe ihn nicht allein in der Dunkelheit.

Samstag, 9. März 2013

Vanitas zu Laetare

(Stilleben von Holly Hope Banks)

Weird lent ideas that will make you holier

Ob ich das wohl in diesem Katholikenleben noch einmal uneingeschränkt nachvollziehen kann?
In Wahrheit ist es würdig und recht, dir, Herr, heiliger Vater, all­mächtiger, ewiger Gott, immer und überall zu danken. Durch das Fasten des Leibes hältst du die Sünde nieder, erhebst du den Geist, gibst du uns die Kraft und den Sieg durch unseren Herrn Jesus Christus.  (aus der Fastenpräfation IV)
Durch das Fasten des Leibes hältst du die Sünde nieder – manchmal, wenn ich mittendrin bin, scheint es mir, eine gewisse Disposition zur Sünde käme überhaupt erst durch das Fasten (oder sogar den Hunger) des Leibes, etwa die Bereitschaft, jemanden eine ungeduldige Antwort zu geben oder auf die allgegenwärtigen Rempeleien auf Treppen der S-Bahn, bei denen „Falschgänger“ dann noch kiebig werden, selbst gereizt zu reagieren. Mit einem ausreichend saturierten Zuckerspiegel würde ich wahrscheinlich nur mit den Augen rollen.

Einem Priester, der mehrmals das Rauchen als Fastenopfer brachte, wurde geraten, wenn er dann so sei, wärs doch besser, moderat zu rauchen. Zu einer sinngemäß ähnlichen Erkenntnis[1] bin ich in dieser Woche für diesmal auch gekommen: wenn das Fasten so ausfällt, daß man sich und anderen zur Last wird, hat es seinen Sinn verloren.

____
[1] Das heißt nicht, daß ich mir gleich eine Pralinenschachtel gekauft habe, ab sofort esse ich aber wieder einigermaßen vernünftig.

Freitag, 8. März 2013

Hier wird gearbeitet…


Die versiegelte päpstliche Wohnung und die umgestochenen Blumenbeete mit Benedikts Wappenschild waren schmerzlich anzusehen und machten es irgendwie noch endgültiger – der Stuhl Petri steht leer. Diese Bauarbeiten oben haben mich ins Grübeln gebracht, was treiben die da? Es sieht aus, als wenn sie einen Tanzboden einziehen. Jedenfalls ist auf Anhieb klar, warum man damit rechtzeitig anfangen muß. Ab Dienstag nachmittag heißt es dann: warten auf weißen Rauch.


Donnerstag, 7. März 2013

Blümchen des Tages


Diese Krokusse, ein ganzes wild wachsendes Feld, haben mir übrigens den ersten Duftflash des Jahres verschafft. Und die Honig- und Osterkerzenproduzentinnen sind auch schon wieder fleißig dabei.
Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...