Donnerstag, 28. Februar 2013

Brannte uns nicht das Herz, als er unterwegs mit uns redete? – zum Pontifikatsende Papst Benedikts XVI.

Angelo Kardinal Sodano hat bei der Verabschiedung des Heiligen Vaters von den Kardinälen das vielleicht schönste gesagt, was sich über das Pontifikats Benedikts XVI. sagen läßt: Brannte uns nicht das Herz, als er unterwegs mit uns redete?

Die Emmausjünger sagen dies im Rückblick auf den zurückgelegten Weg, und ich denke unwillkürlich an die wunderbaren Predigten, Bücher und Enzykliken, die Benedikt XVI. der Kirche geschenkt hat. Ich hoffe, er schreibt vielleicht sein Werk über den Glauben zu Ende, dann hätte er die Trias über die göttlichen Tugenden voll: Glaube, Hoffnung und Liebe.

Manchmal denke ich, es wird Jahre dauern, bis die ganze Kirche in vollem Umfang erkennt, ein wie gütiger und guter Papst Benedikt war. Als ich neulich mit einer Freundin spazierenging, haben wir davon gesprochen, in welchem Maß er die Kirche zur Heiligkeit hat führen wollen, indem er selbst Heiligkeit und Güte vorlebt, und was für eine Chance das für die Kirche gewesen ist, die sie hätte ergreifen können, einfach, indem sie sich seiner Führung ganz und willig überlassen hätte.

Brannte uns nicht das Herz…? Meines hat er jedenfalls berührt und angespornt in diesen Jahren. Heute abend im Hochgebet wird es zum letzten Mal heißen: vereint mit unserem Papst Benedikt.

Mittwoch, 27. Februar 2013

Letzte Generalaudienz mit Papst Benedikt – die Netze ächzen

Papst Benedikt hält seine letzte Generalaudienz – und das Netz bricht fast zusammen. Unter großer Anteilnahme und sichtlicher Bewegung der Gläubigen hat die letzte Generalaudienz auf dem Petersplatz stattgefunden, mit Traunsteiner Blaskapelle und Bayernhymne. Nachdem ich es auf vier Sendern probiert hab: Auf das Bayerische Fernsehen, daß ich zu meinem großen Bedauern mit dem Fernseher nicht mehr hereinbekomme, war Verlaß, wenn auch hier das Netz unter der großen Nachfrage sichtlich geächzt hat, so daß ich mir am Bildschirm immer wieder das drehende Zahnrädchen bei der Arbeit ansehen konnte (Seite neu laden hilft temporär). Ich freue mich, daß offenbar am frühen Nachmittag zumindest bei Phoenix wiederholt werden wird. Phoenix überträgt übrigens morgen abend auch den bundesweiten Dankgottesdienst zum Ende des Pontifikats live aus der Hedwigskathedrale.

In seiner Ansprache hat der Heilige Vater die Kirche Gott anvertraut, für die er auch weiterhin vor Gott im Gebet eintritt. Vielen Dank Heiliger Vater, für alles, was du uns Gutes getan hast. Du wirst uns fehlen.




…und fanden keinen Horst in Horst

Am Montag ist die weiße Pracht ja leider abgetaut, schade eigentlich, ich find es im Winter mit Schnee immer so viel schöner als ohne. Nun sind sie dahin, Schneemänner, Schneefrauen und Schneesnoopys.

Die Vögel richten sich derweil auf Frühling ein und gestern ist der erste Storch in Brandenburg gesichtet worden, mehr als einen Monat vor der üblichen Zeit. Die lokale Presse hat mich grade doch zum Lachen gebracht, denn der Storch nahm im märkischen Horst auf einer Laterne Platz, da in Horst kein Horst vorhanden war.

Dienstag, 26. Februar 2013

Weiße Erdbeeren

Als mir diese Erdbeeren (ein Mariensymbol) vor einiger Zeit unterkamen, dachte ich an eine Farbspielerei und hab über den Effekt nachgedacht, daß wir oftmals etwas deshalb nicht essen oder auch nur probieren mögen, weil es die falsche, das heißt, eine für unsere Augen ungewohnte, Farbe hat. Erdbeeren haben bitteschön rot zu sein. Wüchsen wir mit weißen Erdbeeren auf, wäre es vermutlich anders.

Allerdings gibt es weiße Erdbeeren mit Ananasgeschmack, was ungeheuer nach Alice im Wunderland klingt (dabei heißt die Erdbeere botanisch Fragaria ananassa). Tatsächlich aber gibt es weiße Erdbeeren nicht erst seit einigen Jahren, sondern seit dem späten 17. Jahrhundert. Was nichts dran ändert, daß ich sie letzten Sommer erstmals gesehen hab. Phaszinierend. Da man weiße Erdbeeren aber offenbar mit Gold aufwiegt, bleib ich doch lieber bei den roten.

nochmal weiße Erdbeeren
keine weiße, sondern eine unreife rote
Erdbeeren, wie sie sein sollen. Mjam! 

Sonntag, 24. Februar 2013

Abschied von Papst Benedikt – der letzte Angelus

der letzte Angelus mit Papst Benedikt XVI. –
Hunderttausende sind zu diesem Gebet gekommen

Mit dem letzten Angelusgebet wie überhaupt in diesen Tagen ist es mir zumute wie zu Christi Himmelfahrt: ich möchte rufen: Ach bitte, geh doch nicht! Bleib! – Es ist, als ob er stürbe und stirbt doch nicht. In dieser Weise jedenfalls ein Abschied auf immer. Wiewohl ich verstehe, daß es sein muß, möchte ich ihn lieber behalten.
Liebe Brüder und Schwestern, ich fühle, daß dieses Wort Gottes besonders auch an mich gerichtet ist, in diesem Augenblick meines Lebens. Danke! Der Herr hat mich gerufen, „auf den Berg zu steigen“, mich noch tiefer dem Gebet und der Meditation zu widmen. Doch das bedeutet nicht, dass ich die Kirche allein lasse; im Gegenteil, wenn Gott diesen Schritt von mir verlangt, dann gerade zu dem Zweck, damit ich ihr weiterhin mit derselben Hingabe und Liebe dienen kann, wie ich es bisher zu tun versucht habe, nur auf eine Weise, die meinem Alter und meinen Kräften angemessener ist. 

2. Fastensonntag – der Berg der Verklärung

Im zweiten Sonntag der Fastenzeit, der uns nach dem Berg der Versuchung wiederum auf einen Berg mitnimmt, hat das Fest der Verklärung im Sommer seinen Widerhall.

Ursprünglich hatte der zweite Fastensonntag keine eigene Messe, da am Vorabend die lange Vigil des Quatembersamstags gefeiert wurde, die im Morgengrauen mit der Feier der heiligen Messe endete. Mit der Verlegung des langen Gottesdienstes auf den Vormittag des Quatembersamstags wurde ein eigenes Meßformular für den zweiten Sonntag der Fastenzeit erforderlich.

Der Gipfel und das Ziel der Heilsgeschichte scheinen in diesem kurzen Aufleuchten am Berg Tabor zusammengefaßt: verborgen in der Entsagung dieser Welt und gekleidet in die Erbärmlichkeit und Einfachheit des menschlichen Fleisches ist der Hohepriester des neuen Bundes. Das ist mein auserwählter Sohn, auf ihn sollt ihr hören.

Fast geht der Augenblick unbemerkt vorüber: in einer Situation, an der Jesus an einem Kreuzweg steht, schlafen die Jünger wieder einmal, Jesus aber sucht den Vater im Gebet. Der kurze Blick auf diese Herrlichkeit scheint für die Jünger in diesem Augenblick zuviel, es verwirrt sie. Auf der elfenbeinernen Bildnis will einer der Jünger seine Augen mit einem Tuch bedecken, ein anderer wendet sich ab, der verwirrte Petrus fängt an, den Bedarf an Hütten an den Fingern abzuzählen.

Vielleicht kommt deshalb eine Wolke, die Jesus einhüllt, ihnen die Sicht auf den verherrlichten Herrn nimmt und verbirgt, was ihre Augen und Sinne jetzt einfach noch nicht zu ertragen vermögen. Auch als Auferstandener erscheint Jesus den Jüngern in seinem irdischen Leib, läßt sich sogar berühren – wenn sie auch spüren, das etwas anders ist –, sodaß der Zeitpunkt, Christus wirklich so schauen zu können, so wie er ist, wohl letztlich im Jenseitigen liegt. Mein Herz denkt an dein Wort: Sucht mein Angesicht! Dein Angesicht, Herr, will ich suchen. Verbirg nicht dein Gesicht vor mir, heißt es im Introitus des Tages. Jedoch verbirgt und entzieht sich dieses Gesicht immer wieder, bis auf kurzes Aufleuchten in den Taborereignissen unseres Lebens, vielleicht, weil wir den unverhüllten Glanz seines Angesichts jetzt noch nicht ertragen könnten. Für die Niederungen und Ebenen des Lebens gilt: Jetzt schauen wir in einen Spiegel und sehen nur rätselhafte Umrisse, dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich unvollkommen, dann aber werde ich durch und durch erkennen, so wie ich auch durch und durch erkannt worden bin. Das meint der Apostel, wenn er davon spricht, daß unsere Heimat im Himmel sei. Wird das ein Heimkommen sein.

Treppauf, treppab

Dieses Bild kam mir heute in den Sinn – es sind die liturgischen Dienste am hiesigen Hause bei der Heiligen Messe ;}.

Ab sofort stehen bei dieser nämlich in der Oberkirche die beiden Kredenzen rechts und links nicht mehr auf der Altarinsel, sondern dahinter. Mir ist zwar schleierhaft, wieso die zwei kleinen Tischchen mit den Vasa sacra und dem Meßbuch drauf jemandem ein Dorn im Fleische sein können, aber offensichtlich sind sie es nun einmal, also sind die Kredenzen unten. Da nun die Dienste aber oben sind, treppen wir hinauf und hinab. Macht nichts, wir sind ja fit. Optisch ruhiger wird die Heilige Messe, sollte mich jemand drum fragen, dadurch allerdings nicht – irgendeiner muß eigentlich immer grade los oder kommt zurück. Auch der Zelebrant schien sich auf die kleine Verzögerung beim Lavabo noch nicht eingestellt zu haben (der Altardiener muß erst einmal treppab, um das Lavabo zu holen, und wieder treppauf zum Altar). Hat man Weihrauch, ist das kein Problem; in diesen Abendmessen haben wir ihn allerdings nicht, und mit wehendem Talar und Chorhemd zum Altar zu rennen, fällt mir gar nicht ein.

Warum man sich unter diesen Umständen allerdings nicht entschließt, die Gefäße am Altar purifizieren zu lassen, sondern stattdessen auch ältere und gebrechliche Zelebranten rechts hinunter zur Kredenz hinab- und links zum Priestersitz wieder hinaufsteigen läßt, wer weiß? Früher hätt ich gedacht, das geht solange gut, bis dem Kardinal der Kragen platzt. Darauf kann man sich heutzutage allerdings nicht mehr verlassen. Merke: bei vielen Köchen wird der Brei, äh …besonders kompliziert.

Samstag, 23. Februar 2013

…ihr aber habt nicht gewollt – Mutter Teresa und das Schweigen der Nationen


Ich habe eine Überzeugung, die ich Ihnen allen mitteilen möchte: Der größte Zerstörer des Friedens ist heute der Schrei des unschuldigen, ungeborenen Kindes. Wenn eine Mutter ihr eigenes Kind in ihrem eigenen Schoß ermorden kann, was für ein schlimmeres Verbrechen gibt es dann noch, als wenn wir uns gegenseitig umbringen? Sogar in der Heiligen Schrift steht: Selbst wenn die Mutter ihr Kind vergessen könnte, ich vergesse es nicht.

Aber heute werden Millionen ungeborener Kinder getötet, und wir sagen nichts. In den Zeitungen lesen wir dieses und jenes, aber niemand spricht von den Millionen von Kleinen, die empfangen wurden mit der gleichen Liebe wie Sie und ich, mit dem Leben Gottes. Und wir sagen nichts, wir sind stumm. Für mich sind die Nationen, die Abtreibung legalisiert haben, die ärmsten Länder. Sie fürchten die Kleinen, sie fürchten das ungeborene Kind.

Und ich bitte Sie hier im Namen der Kleinen: Rettet das ungeborene Kind, erkennt die Gegenwart Jesu in ihm! Als Maria Elisabeth besuchte, hüpfte das Kind vor Freude im Schoß der Mutter in dem Augenblick, als Maria ins Haus kam. Das Ungeborene brachte Freude … Deshalb fordere ich Sie heute auf, Majestäten, Exzellenzen, meine Damen und Herren, Sie alle, die aus vielen Ländern der Erde gekommen sind: Beten Sie, daß wir den Mut haben mögen, das ungeborene Leben zu schützen.

Aus aktuellem Anlaß ein Zitat aus der Rede Mutter Teresas, als sie 1979 in Oslo den Friedensnobelpreis entgegennahm. Traurigerweise ist es so aktuell wie je.

Bestürzt hat mich gerade, daß man es anscheinend auch als Affront betrachten kann, daß jemand – eine Ordensschwester der römisch-katholischen Kirche – solche Worte, genauer gesagt, das Wort „Mord“, vor dem Friedensnobelpreiskomitee ausgesprochen hat. Wo bitte, wenn nicht vor den Ohren der Welt, sollte eine gute Gelegenheit sein, solches auszusprechen? Daß manchem unbehaglich dabei werden kann, kann ich noch verstehen. Aber das Ausgesprochene als Beleidigung auffassen, weil da jemand die Dinge beim Namen nennt?

Zugleich ist daraus auch ersichtlich, was passieren kann, wenn man aus einem bestimmten Kontext nur ein einzelnes Wort herausgreift und nicht auf das Ganze sieht. Mutter Teresa ist hier nicht zuvorderst als Anklägerin aufgetreten, sondern auch als Bittende. Sie bat die Regierenden, die Versammelten, ja eigentlich die ganze Welt, nach Wegen zu suchen, den Schutz des ungeborenen Lebens zu verbessern und dafür zu beten.

Mutter Teresa hat eine traurige Wahrheit angesprochen und einen Weg aufgezeigt, der eine Lösung sein kann: Liebe und Achtung vor dem Leben. Zum Umgang mit solchen Worten und zum Nicht-hören-wollen solcher Wahrheiten fällt mir unwillkürlich Jesu trauriges Bild über die Henne ein, die ihre Küchlein um sich sammelt: Jerusalem, Jerusalem, du tötest die Propheten und steinigst die Boten, die zu dir gesandt sind. Wie oft wollte ich deine Kinder um mich sammeln, so wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel nimmt; ihr aber habt nicht gewollt. (Lk 13, 34)

Freitag, 22. Februar 2013

Der erhabene Bau auf dem Felsen – Kathedra Petri

Im Vorhinein hab ich gedacht, wie traurig, Kathedra Petri zu feiern und dabei an den zu denken, der diesen Stuhl des hl. Petrus bald nicht mehr bekleiden wird, unseren lieben Papst Benedikt.

Wie gut paßt die Lesung des hl. Papstes Leo aus der Matutin des heutigen Festes zum Petrusamt und zugleich auch zum kommenden Konklave:
Aus der ganzen Welt wird der eine Petrus erwählt, um allen Völkern, die berufen werden, allen Aposteln und sämtlichen Vätern der Kirche vorzustehen. Obwohl es in der Kirche viele Priester und Hirten gibt, leitet doch Petrus sie alle, deren Haupt und König Christus ist. Meine Lieben, Gott hat diesem Mann in seiner Gnade eine große und wunderbare Teilhabe an seiner Macht verliehen. Wenn Gott den übrigen Häuptern etwas gemeinsam mit Petrus verleihen wollte, versagte er es ihnen zwar nicht, gab es ihnen aber durch Petrus. Du bist Petrus! Das heißt: Ich bin der unzerstörbare Fels, der Schlußstein … das Fundament, außer dem kein anderes gelegt werden kann. Dennoch bist auch du Fels, weil du durch meine Kraft gestärkt wirst und mit mir durch Teilnahme gemeinsam haben darfst, was für mich eigene Vollmacht ist.

Auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen. Er [Christus] will sagen: Auf diese Kraft werde ich den ewigen Tempel errichten und auf der Festigkeit dieses Glaubens wird sich der erhabene Bau meiner Kirche erheben und bis in den Himmel hineinragen.
Die Kirche ist der erhabene Bau, der bis in den Himmel hineinragt – was für ein schöner Gedanke! Wenn auch der Stuhl Petri in weniger als einer Woche leerstehen wird, er bleibt es ja nicht, sondern wir dürfen weiter voranschreiten, in der Gewißheit, daß sie auf dem Felsen errichtet ist und die Mächte der Unterwelt sie nicht überwältigen werden.

PS: Die Gebetsaktion Adopt a cardinal find ich übrigens sehr nett. Auf diese Weise hab ich grad den Erzbischof von Santo Domingo, Nicolás de Jesús López, adoptiert. (Vielleicht auch eine gute Gelegenheit, sich einmal mit einem Kardinal zu beschäftigen, den man bisher noch gar nicht kannte.)

„Light“ oder heavy?

Hier sitze ich und kann nicht anders. Die Überschrift Weihe „light“? eines kurzen Beitrags bei katholisch de scheint mir auch ziemlich unglücklich gewählt, wiederum hat die Äußerung Walter Kardinal Kaspers nicht viel mit dem zu tun, was in der sich anschließenden Diskussion teilweise durchklingt. Mich hat eher die Frage beschäftigt, wie er sich die Verbindung dieser Charismen – die ja durchaus verschieden sind – denkt: die zeichenhafte Berufung der Braut Christi und den aktiven Dienst eines Diakons.

„Weihe light“ oder „spezielle Weihe“ ist natürlich eine inhaltlich merkwürdige Wortschöpfung an sich. Weihe ist Weihe, nur hat man im Lateinischen drei Begriffe zu Verfügung, um verschiedene Handlungen der Kirche an ihren Gliedern zu unterscheiden: Ordinatio (das Weihesakrament), Consecratio (die Konsekration) und Benedictio (die Segnung). Die Jungfrauenweihe gehört zu den Konsekrationshandlungen der Kirche – das heißt, sie schafft einen neuen Seinszustand – die Weihe eines Abtes oder einer Äbtissin zu den Benediktionen. Genauer gesagt, heißt es über die Jungfrauenweihe: Die Kirche verbindet in diesem Fall eine benedictio constitutiva, die ein für alle Mal gespendet und nie wiederholt wird, mit einer Weihe. 

Zum anderen gibt es das Sakramentale (nicht Sakrament) von dem Kardinal Kasper gesprochen hat, ja bereits. Eines trifft jedenfalls zu: die Jungfrauenweihe können nur Frauen empfangen.

Die WELT wiederum übertitelt ihren Beitrag mit Bischöfe lassen ein wenig mehr Weiblichkeit zu und übersieht dabei zunächst glatt, worauf sie selbst im letzten Absatz doch noch kommt: daß der Kardinal über Sakramentalien gesprochen hat, die sich bis in die Frühzeit der Christenheit zurückverfolgen lassen. (Auch braucht Weiblichkeit selbstverständlich nicht „zugelassen“ zu werden, sie ist ja bei ungefähr der Hälfte der Katholiken sowieso vorhanden…)

Offen gestanden, finde ich allerdings die Diskussionskultur, genauer gesagt, die Schärfe und Unterscheidungslosigkeit, in der Auseinandersetzungen mit bestimmten Themen manchesmal geführt werden, oft geradezu bestürzend, so auch hier. Da wird, von einem Priester immerhin, als „vom katholischen Glauben abgefallen“ bezeichnet, wer sich eine sakramentale Weihe von Frauen auch nur vorstellen könne. Ein anderer schreibt in drei Zeilen ungefähr fünfmal die Worte Ordinatio sacerdotalis nieder – ohne etwas davor oder dahinter, um sie zu stützen – und beide merken gar nicht, daß Kardinal Kasper von etwas ganz anderem gesprochen hat: von Konsekration, anstatt von Ordination. Wieder andere schreiben, wenn vom Diakonat der frühen Kirche und der Ostkirche die Rede ist, Diakone und „Diakoninnen“. Das finde ich nun wirklich bedrückend. Egal, wie man dieses Thema inhaltlich bewertet, sollte man doch zu einer sachlichen Auseinandersetzung damit in der Lage sein, die auch den anderen menschlich achtet und ihm seine Würde läßt. Auch Wortspielereien mit des Kardinals Nachnamen tragen dazu nichts bei. Überdies hatte der Kardinal einen Vorschlag als Frage formuliert. Soviel sollte doch möglich sein, Denkverbote gibts nämlich nicht.

Allen Zeichendeutern, den Zwischen-den Zeilen-Lesern und auch jenen selbst ernannten Inquisitoren, die so schnell mit dem Wort Häresie zur Hand sind: wärs nicht günstig, die Worte Kardinal Kaspers überhaupt erst einmal verstehend zu lesen? Zu lesen, was er tatsächlich gesagt hat. Sich zu vergewissern, was er damit etwa nicht gesagt oder gar ausdrücklich ausgeschlossen hat. Zur Kenntnis zu nehmen, daß das ein Kurienkardinal der römisch-katholischen Kirche gesagt hat. Fragen, wenn man hat – ich hab sie ja auch – kann man dann immer noch vorsichtig formulieren.

Donnerstag, 21. Februar 2013

Diakonat und Jungfrauenweihe

Ritus der Jungfrauenweihe: der Aufruf
der Kandidatinnen, vor den Bischof zu treten
Diese Ausführung Walter Kardinal Kaspers zum Zusammenwirken von Frauen und Männern im Dienst und Leben der Kirche in seinem Vortrag bei der Frühjahrsvollversammlung der DBK
Kann die Kirche heute nicht etwas ähnliches tun, wie sie im 3./4. Jahrhundert getan hat, als sie mit den Diakoninnen für die Erwachsenentaufe von Frauen ein Amt sui generis geschaffen hat? Könnte sie also heute angesichts neuer Herausforderungen nicht ein Amt für Frauen vorsehen, das nicht das des Diakons wäre, das vielmehr so wie damals ein eigenes Profil hätte? Könnte sie nicht, nicht durch sakramentale Handauflegung, sondern ähnlich wie bei der Äbtissinnenweihe, durch eine Benediktion Frauen zum Amt einer Gemeindediakonin bestellen und zu pastoralen, karitativen, katechetischen und bestimmten liturgischen Diensten beauftragen? Auch ein solches Sakramentale hätte an der sakramentalen Grunddimension der Kirche teil, wenngleich nicht in derselben „Dichte“ wie ein Sakrament. Im Sinn der Tradition könnte man überlegen, diese Benediktion mit der Jungfrauenweihe zu verbinden. Es handelte sich also bei diesem bewußt als Frage formulierten Vorschlag nicht um eine Neuschöpfung. Man könnte an ältere Traditionen und an große Vorbilder anknüpfen, man denke etwa an Phoebe von Kenchreä, Makrina, die Schwester des heiligen Basilius, Olympia von Konstantinopel oder die heilige Radegundis von Thüringen. (den ganzen Vortrag zum Herunterladen hier)
bietet Stoff für mehrere interessante Überlegungen: zum einen wäre damit klargemacht, daß ein solches Amt die Bereitschaft zum ehelosen, jungfräulichen Leben um Christi willen voraussetzt. Andererseits aber: wie paßt da nun der ständige Diakonat hinein? Verheiratete Diakone ja, Diakoninnen müssen aber jungfräulich sein? Da läge mir auch als geweihter Jungfrau spontan das neugierige „Warum?“ auf der Zunge. Der Apostel schreibt im ersten Korintherbrief: Die unverheiratete Frau und die Jungfrau sorgen sich um die Sache des Herrn, um heilig zu sein an Leib und Geist. Die Verheiratete sorgt sich um die Dinge der Welt; sie will ihrem Mann gefallen. Doch sagt er das ja umgekehrt auch in Bezug auf die Männer: Der Unverheiratete sorgt sich um die Sache des Herrn; er will dem Herrn gefallen. Der Verheiratete sorgt sich um die Dinge der Welt; er will seiner Frau gefallen. So ist er geteilt.

Der Ordo consecrationis virginum sieht als Voraussetzungen zum Empfang der Jungfrauenweihe durch Kandidatinnen, die in der Welt leben,  unter anderem vor,
daß sie niemals eine Ehe eingegangen sind und auch nicht offenkundig ein dem jungfräulichen Stand widersprechendes Leben geführt haben 
und auch
daß sie durch ihr Alter, ihr Urteilsvermögen und durch ihre nach dem übereinstimmenden Zeugnis der Gläubigen erprobten Charaktereigenschaften die Gewähr bieten, in einem sittenreinen, dem Dienst der Kirche und des Nächsten gewidmeten Leben auszuharren.
Es gibt Mentoren, die es unverblümter ausdrücken: man kann Gott nicht etwas hingeben, das man gar nicht mehr hat. Ich hoffe nicht, glaube allerdings auch nicht, daß Kardinal Kasper diesen Gedankengang so gemeint hat, daß die Jungfrauenweihe hier gleichsam „dazugespendet“ würde.

Ein solches Vorhaben mag vielleicht dazu führen, daß diese Lebensform hierzulande bekannter würde (das Heft Bittet den Herrn der Ernte des Zentrums für Berufungspastoral widmet den Wortgottesdienst für den Gebetstag im November 2013 der Bitte „um geweihte Jungfrauen, die sich mit Christus in bräutlicher Liebe verbinden“). In anderen Ländern, wie etwa den südamerikanischen, aber auch Frankreich, wächst der Ordo virginum einigermaßen rasant. Kürzlich sprach ich mit einem Priester, der längere Zeit in Italien studiert hatte, dem waren geweihte Jungfrauen in den Pfarrgemeinden völlig selbstverständlich.

Das ein solcher Vorschlag wie oben eine Verbindung verschiedener Charismata bedeutet, die sich nicht unbedingt in einer Berufung vereinigen müssen, ist es weniger (wiewohl die Berufung einer geweihten Jungfrau eine im wesentlichen kontemplative, marianische Berufung ist, was man vom diakonischen Dienst meines Erachtens eher nicht sagt). So gibt es Jungfrauen mit unterschiedlichen Gaben, die in der Welt und in monastischen Gemeinschaften leben. Jedoch gilt es meiner unmaßgeblichen Meinung nach, sich diese Berufung und ihren Ursprung anhand des Weihegebets genau anzuschauen:
Schau gütig auf unsere Schwestern. Das Versprechen der Jungfräulichkeit legen sie in deine Hand und weihen dir ihr ganzes Leben; denn du selbst hast dazu ihr Herz bewegt.
Der Ruf, das Propositum in Gottes Hand zu legen, kommt also unmittelbar von Gott selbst. Etwas ähnliches drückt die Kirche auch aus, wenn sie unter den Pflichten der gottgeweihten Jungfrauen zuallererst ausführt, daß diese
auf Eingebung des Heiligen Geistes das Gelübde eheloser Keuschheit ablegen, weil sie Christus entschiedener lieben und ihren Brüdern und Schwestern ungehindert dienen wollen. (Hervorhebung von mir)
Etwas verwirrt hat mich die Sache mit der „Dichte“. Es liegt mir fern, einen Kardinal belehren zu wollen, aber ich hätte gedacht, ich nähme in gleicher Weise wie alle Gläubigen an der sakramentalen Grunddimension der Kirche teil. Nur die anvertrauten Dienste sind verschieden, nicht aber deren Wertigkeit. (Das ist übrigens ein Gedanke, der hier wie da manchmal zu wenig gesehen werden zu scheint.) Die Frage ist doch nicht: was kann die Kirche für mich tun? – mir Macht und Wertigkeit quasi „verleihen“ – sondern, was kann ich für die Kirche tun? – ihr dienen, in ihr heilig werden.

Sonntag, 17. Februar 2013

Sine dominico non possumus

Im Jahr 304 verbot der Kaiser Diokletian den Christen unter Todesstrafe, die Heilige Schrift zu besitzen, am Sonntag zur Feier der Eucharistie zusammenzukommen und Räume für ihre Versammlungen zu errichten. In Abitene, einem kleinen Dorf im heutigen Tunesien, wurden eines Sonntags 49 Christen, die im Haus des Octavius Felix zusammengekommen waren, überrascht, als sie die Eucharistie feierten und sich damit den kaiserlichen Verboten widersetzten. Sie wurden festgenommen und nach Karthago gebracht, um von Prokonsul Anulinus verhört zu werden. Bedeutsam war unter anderem die Antwort eines gewissen Emeritus an den Prokonsul, der ihn fragte, warum sie dem strengen Befehl des Kaisers zuwidergehandelt hätten. Er antwortete: ‚Sine dominico non possumus‘. Das bedeutet: Ohne uns am Sonntag zur Feier der Eucharistie zu versammeln, können wir nicht leben. Es würden uns die Kräfte fehlen, uns den täglichen Schwierigkeiten zu stellen und nicht zu unterliegen. Nach grausamer Folter wurden diese 49 Märtyrer von Abitene getötet. So bezeugten sie mit dem Vergießen ihres Blutes ihren Glauben. (aus einer Predigt Papst Benedikts XVI. am 29. Mai 2005)
Dieses Zitat  Papst Benedikts, das am Beginn des Hirtenbriefes unseres Erzbischofs zur Fastenzeit steht, fand ich sehr eindrucksvoll, das heißt, eigentlich die Antwort des Emeritus an den Prokonsul Anulinus: Sine dominico non possumus. Ohne den Sonntag können wir nicht sein, ohne den Sonntag können wir nicht leben. – Mit dem Sonntag, ohne den diese Märtyrer nicht leben konnten und  eigentlich kein Katholik leben kann, ist die Kraftquelle der Feier der Eucharistie gemeint, die Ziel und Quell unseres Lebens ist. In der Heiligen Kommunion läßt sich Christus selbst Eucharistie, Danksagung nennen. Ohne Christus können wir als Christen nicht leben. Dieser Satz des Märtyrers Emeritus ist durch alle Zeiten hindurch und für alle Christen wahr, auch wenn sie nicht in Verfolgung und Bedrängnis leben.

Das Gebet überwindet die Nacht der Gefangenschaft und bringt ins Freie

Am Dienstagabend hat der Herr Weihbischof em. Weider die Heilige Messe als Votivmesse für Papst Benedikt XVI. gefeiert. Man kann sich kaum einen innigeren Gottesdienst vorstellen. In seiner Predigt führte der Herr Weihbischof den Gedanken aus, daß der Heilige Vater das Fest unserer lieben Frau von Lourdes, den Welttag der Kranken, als Tag für die Bekanntgabe seines Verzichtes auf das Amt des Petrus gewählt hat.
Daran schlossen sich auch sehr schöne Fürbitten an:

Jesus Christus, Herr und Hirt der Kirche, du hast Petrus und seine Nachfolger eingesetzt als Fels der Wahrheit und Hort der Einheit. Wir rufen dich an für unseren Heiligen Vater:

Daß du unseren Heiligen Vater, Papst Benedikt, durch deine Macht beschützen und in deiner Liebe leiten wollest.
Daß du ihn in schweren Entscheidungen mit deinem Licht erleuchten wollest.
Daß du seine Arbeit segnen und ihn erhören wollest.
Daß du ihn in Sorgen und Enttäuschungen mit deiner Kraft stärken wollest.
Daß du ihm Gesundheit und langes Leben schenken wollest.
Daß du ihn dereinst mit der ihm anvertrauten Herde zur ewigen Seligkeit führen wollest.


Denn du, o Herr, wirst deinen Stellvertreter auf Erden nicht verlassen. Durch dich preisen wir den Vater in der Einheit des Heiligen Geistes in alle Ewigkeit.
Am Tag darauf sprach Papst Benedikt in der Generalaudienz von der Kraft des Gebets, die er spüren konnte: „Ich habe in diesen Tagen, die für mich nicht leicht waren, gleichsam körperlich die Kraft des Gebets gespürt und daß die Liebe der Kirche und Euer Gebet mich trägt.“

Schon im letzten Mai, hat er in rührender Schlichtheit seiner Dankbarkeit für das Gebet der Gläubigen Ausdruck gegeben. Der Heilige Vater bezog sich dabei auf den schlafenden Petrus im Kerker: Der Apostel fühlte sich in der Gewißheit geborgen, nicht allein zu sein. Das Gebet überwindet die Nacht der Gefangenschaft und bringt ins Freie. „Ich weiß, daß auch ich in meinen Dienst immer vom Gebet der Kirche, von eurem Gebet, getragen bin, und dafür danke ich von Herzen.“

Ich glaube, das wird weiterhin so sein: wir werden für Benedikt XVI. beten und er wird für uns beten. In dieser Beziehung ändert sich nichts.

PS: Es klingt jetzt wahrscheinlich total blöd, aber beim Anblick der Bilder des Heiligen Vaters werde ich in diesen Tagen völlig melancholisch, er ist auch vom Stil her so ein „ästhetischer Papst“. Ich weiß kaum, welches von all den schönen Bildern mir das liebste ist. Auch das wird mir fehlen.

Donnerstag, 14. Februar 2013

Wenn ihr fastet, macht aber kein finsteres Gesicht (2)

via Pithless thoughts
Eine weitere Fortsetzung aus der beliebten Rubrik unfreiwillig erheiterndes aus alten Fastenordnungen:
Vom Fasten sind entschuldigt wegen physischer oder moralischer Unmöglichkeit: Kranke, Genesende, schwächliche Personen, solche, die sehr nervös sind oder, wenn sie fasten, starkes Kopfweh bekommen oder nicht schlafen können; Schwangere, stillende Frauen, wahrscheinlich auch Frauen zur Zeit der Menstruation; Arme, die nicht auf einmal soviel haben, daß es ihnen zur Sättigung hinreicht; Leute, die schwere Arbeiten zu verrichten haben, z. B. Landleute, Schmiede, Steinhauer usw., vorausgesetzt, daß sie den größeren Teil des Tages tatsächlich arbeiten. Diese sind aber auch entschuldigt, wenn sie den einen oder andern Tag keine schwere Arbeit haben. Ferner Professoren, Lehrer, Studenten, Prediger, Beichtväter, Ärzte, Richter, Advokaten usw., wenn sie durch das Fasten an ihren Berufsarbeiten gehindert würden; jene, die eine anstrengende Reise zu Fuß oder mit dem Wagen machen. Wer mit der Eisenbahn reist, ist gewöhnlich nur deshalb entschuldigt, weil er zur entsprechenden Zeit nicht genügend Nahrung hat.
Ich würd ja sagen, sucht euch was aus, stattdessen muß ich einfach jedesmal lachen, wenn ich das lese.

My Valentine…

Reliquie des Tages – das Haupt des hl. Valentin

Weiter unten rechts ist noch eine. Das heißt nicht, daß der Heilige mehrere Häupter hatte, sondern, daß es mehrere hl. Valentine gab, so daß man nicht genau weiß, auf welchen Heiligen sich der Valentinstag bezieht. Um die Verwirrung komplett zu machen: im römischen Generalalender ist das Fest des hl. Valentin am 7. Januar.

Der hl. Valentin war entweder
  • Priester im römischen Reich, der unter der Herrschaft des Claudius verfolgten Christen beistand, deswegen ins Gefängnis geworfen wurde und am 14. Februar enthauptet wurde.
  • Bischof in Terni, der unter demselben Claudius (dem II.) enthauptet wurde.
  • einer, der heimlich den Segen der Kirche zu Eheschließungen gab, als Heiraten verboten war, oder ein Afrikaner, der das Martyrium erlitt oder Briefe an die Tochter seines Kerkermeisters schrieb und wahrscheinlich enthauptet wurde.
  • alles, einiges oder vielleicht auch nichts von alledem.
Alle drei heiligen Valentine starben als Märtyrer. Zwei von ihnen, der eine Priester, der andere Bischof, lebten und starben im zweiten Jahrhundert, der dritte in den Christenverfolgungen des ausgehenden dritten Jahrhunderts.

Mittwoch, 13. Februar 2013

A video of Jesus in the wilderness



Diesen kleinen Film hab ich vor einigen Jahren gesehen und grade wiedergefunden. Er ist wunderschön.

Nach dem Empfang des Aschenkreuzes


Mit dem Empfang des Aschenkreuzes beginnt für uns Katholiken die Fastenzeit. Ich liebe den Ritus der Aschenweihe und Spendung des Aschenkreuzes:
Bedenke, Mensch, daß du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst.

Auch auf der Straße draußen sind Katholiken nach der Liturgie leicht zu erkennen und so ist das Aschenkreuz in mehr als einer Hinsicht zeichenhaft. In der Tat haben sich eigentlich noch jedes Jahr kurze Begegnungen daraus ergeben, und sei es, daß sich beim Kauf eines Brotes an den echt Berliner Hinweis der Verkäuferin (sie sind hilfsbereit, diese Berliner), „Sie haben sich da wo schwarz gemacht!“, ein nettes Gespräch über die Herkunft des Wortes Aschermittwoch anschloß.

In diesem Jahr stieg einer der allgegenwärtigen Verkäufer einer Obdachlosenzeitung in der U-Bahn zu und fragte höchst interessiert, was das mit der Asche bedeute. (Auf so etwas kann man freiich nicht gut mit „das Zeichen auf der Stirn der Mittelmäßigen“ antworten, wiewohl das ein wirklich guter Gedanke ist). Und wie lange dauert die Fastenzeit? An der Antwort war er so interessiert, daß er das Verkaufen erstmal einstellte und zog schließlich mit den Worten von dannen, dann zeichne er sich heute auch noch ein Kreuz auf die Stirn und versuche, ein Fastenopfer zu bringen. Voilà. Vielleicht kommt er ja eines Tages auch in die Kirche, um sich dort ein Kreuz auf die Stirn zeichnen zu lassen.

Wer etwas im Zeichen und im Geist des Kreuzes beginnt, dem wird es nicht fehlgehen. Die Fastenzeit ist ein Weg, der uns immer näher zum Kreuz Christi hinführt, das am Ende dieses Weges, am Karfreitag steht: Ecce lignum crucis, seht das Holz des Kreuzes. Allen Lesern des Blogs wünsche ich eine gesegnete Fastenzeit.

Dienstag, 12. Februar 2013

Zeichendeuter aller Länder, vereinigt euch!


Ich weiß wirklich nicht, was man an diesem Foto soviel finden kann, außer eben die Blitzen eigene Ästhetik. Liebe Zeichendeuter, das ist ein Blitzableiter, der seines Waltes amtet. Mit Blick auf die Blitzortung von gestern im selben Zeitraum könnte man irgendwie zu der Vermutung kommen, daß sich in Spanien und Nordalgerien möglicherweise Gegenpäpste aufhalten, die sind wahrscheinlich auch grade zurückgetreten.

Ad completorium – noch zum Rücktritt Papst Benedikts

In all den sich überstürzenden Meldungen gestern über den Rücktritt des Heiligen Vaters zum 28. Februar stellte mir jemand die Frage, wieso denn gerade abends um acht?

Nach kurzem Überlegung dazu: ich kann mir vorstellen, daß der Heilige Vater diese Stunde gewählt hat, weil es die der Komplet ist. Das Tagewerk, in diesem Falle das des „einfachen Arbeiters im Weinberg des Herrn“, ist getan. Ein Nunc dimittis in mehr als einer Hinsicht: Nun läßt du, Herr, deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden. Von Herzen wünsche ich dem Heiligen Vater einen erfüllten und beglückenden Lebensabend mit den Dingen, die er liebt: Gebet, Schreiben, Stille und – vielleicht – der ein oder anderen Katze.

Montag, 11. Februar 2013

Vergelt's Gott, lieber Heiliger Vater!

Trotzdem wir um die schlechte Gesundheit des Heiligen Vaters wußten und für ihn gebetet haben, kam die Nachricht nun doch unerwartet. Betet für den Heiligen Vater und die Kirche!

Ich bin bestürzt und traurig, ich mochte Benedikt XVI. als Papst so gern. Ein wirklich guter Mensch und Papst. Was wird kommen, wenn am 28. Februar abends um acht, zur Zeit der Komplet, das geschlossene Schirmchen erscheint, das bildliche Symbol für die Sedisvakanz, das für uns bedeutet, daß der Stuhl des hl. Petrus leersteht? Was es auch sei, wir dürfen mit Vertrauen in die Zukunft blicken.

In seiner Ansprache zur Bekanntgabe des Rücktritts spricht der Heilige Vater in seiner bescheidenen und gewinnenden Art vom „Schifflein Petri“:
Um trotzdem das Schifflein Petri zu steuern und das Evangelium zu verkünden, ist sowohl die Kraft des Köpers als auch die Kraft des Geistes notwendig, eine Kraft, die in den vergangenen Monaten in mir derart abgenommen hat, daß ich mein Unvermögen erkennen muß, den mir anvertrauten Dienst weiter gut auszuführen.
In der Tat habe ich auch gestern, als es im Tagesevangelium vom wunderbaren Fischfang hieß, daß Jesus sich auf ein Boot auf dem See Genezareth hinausfahren ließ, an das Schiff der Kirche gedacht. Jesus lehrt die Jünger, er lehrt auch den Petrus selbst, der ob des Gefühls seiner eigenen Unwürdigkeit vor Jesus zurückschreckt. Auf das Wort des Herrn hin wagt Petrus es und das Wunderbare gelingt, ist der erste Schritt in das Wirken der Kirche: Menschen für Christus zu gewinnen. Die Anfüllung dieser Schiffe aber wächst bis zum Ende der Welt, schreibt Beda venerabilis. Wie wahr.

Auf dein Wort hin, damit beginnt jede Berufung, auf sein Wort hin oder im Vertrauen darauf kann einer auch zu der Ansicht kommen, daß er der Kirche fortan besser durch das Gebet und das Apostolat der Schrift diene und das schwere Amt, das Schiff selbst zu steuern, einfach zuviel ist.

Der heilige Vater dankt von ganzem Herzen für alle Liebe und Arbeit und bittet um Vergebung, wo er etwa gefehlt hat. Eigentlich aber sollten wir ihm danken, für alle Liebe und Arbeit, die er uns erwiesen und die er geleistet hat. Das Pontifikat, einmal als „Übergangspontifikat“ bezeichnet, hat fast volle acht Jahre gedauert. Wir dürfen froh und dankbar sein, daß wir diesen guten Steuermann des Schiffes Petri immerhin so lange haben durften. Von Herzen vergelts Gott, lieber Papst Benedikt, für alles, was du der Kirche, diesem Schiff des hl. Petrus, an Gutem getan hast.

Sonntag, 10. Februar 2013

Schokolade vale!

Am Aschermittwoch ist nicht alles vorbei, sondern es geht erst richtig los: die Fastenzeit beginnt immerhin mit der Lesung des Apostels über die Zeit der Gnade, die nun da ist. In diesem Sinne wünsche ich allen eine gesegnete solche.

Morgen und übermorgen verabschiede ich mich nochmal vom Halleluja. „Carne vale“ – Fleisch, lebe wohl! – hieße bei mir auch besser „Schokolade vale“, btw. Daß eine simple Zartbitterpraline eine heftige Versuchung darstellen kann, erinnert mich jedenfalls an meine menschliche Schwäche. (Peinlich ist es mir hingegen nicht, es hat halt eben jeder seins.)

Für Ostern kann man sich immer noch die Auferstehungsschokolade besorgen und zurücklegen (obs die wohl auch in Zartbitter gibt?). Aus der Reihe Scenes of a catholic life: solche Dinge bewahre ich, getreu dem Motto …und führe mich nicht in Versuchung, wenn überhaupt, dann nicht in der Wohnung, sondern allenfalls im Kohlenkeller auf. Erfahrungsgemäß habe ich in der Versuchung keine Lust, den Kohlenkeller aufzusuchen, um ihr zu erliegen.


Samstag, 9. Februar 2013

Von Labeln, Zugriffszahlen und – Jesus Christus

Pro spe salutis setzt sich, angeregt durch einen Beitrag anderswo, in seinem Beitrag Blogozesanes …fehlt die rechte geistliche Gesinnung? mit Labeln und Zugriffszahlen auseinander. Anders gefragt: ist es wohl ein Armutszeugnis für ein katholisches Blog, wenn es kein Label Jesus Christus hat? Ein(e) Blogger(in) hat anscheinend die auf der katholischen Bloggerliste vertretenen Blogs daraufhin gewogen und für zu leicht befunden.

Vorweg: Ich fänds schade, wenn wir jetzt anfangen, uns gegenseitig zu beharken. Seht, wie sie einander lieben, hieß es von den ersten Christen. Schön wärs ja, könnte man das auch von uns sagen.

Um mich aber mit dem Gedankengang auseinanderzusetzen – ich halte die Argumentation mit den Labeln für verfehlt. Zum einen, um eine Anleihe beim Apostel zu machen: wenn ich mit Menschen- und mit Engelszungen redete, hätte aber der Liebe nicht, so wäre ich ein tönend Erz oder eine klingende Schelle.

Zum anderen: ich habe Jesus Christus tatsächlich nicht auf meiner Labelliste. Nicht weil Jesus Christus hier und in meinem Leben nicht vorkommt, sondern, weil letztlich alles darauf verweist: ein Label wie Leben der Heiligen oder Märtyrer – wem haben die Heiligen nachgeeifert, wem sind die Märtyrer in ihrem Sterben ähnlich geworden? Christus. In seinen Heiligen wird Christus selbst verherrlicht. Wessen Kommen erwarten wir im Advent, wessen Gedächtnis des Leidens und Sterbens vollziehen wir in der Heiligen Woche mystisch nach, wen besingen die O-Antiphonen? Wessen Verherrlichung dient die Liturgie? Wem sind die geweihten Jungfrauen mystisch vermählt? Wessen Stellvertreter auf Erden ist der Papst? Wessen Stimme ist die der Kirche im Stundengebet? Die der Braut, die zu ihrem Bräutigam spricht – Christus. Wer ist derjenige, der Christen zu allen Zeiten und allen Orten von ihren Netzen weg in seine Nachfolge beruft? Jesus Christus.

Von „selbsterklärenden“ Labeln wie dem Heiligsten Herzen Jesu, den Christussymbolen oder christlicher Ikonographie einmal abgesehen (letzteres Label hatte irgendwann soviele Beiträge, daß fortan eine Untergliederung sinnvoll erschien). Et cetera. Jesus Christus kann also durchaus auch irgendwo „drin“ sein, auch wenns nicht als Etikett draufklebt.

Wordle: BdLUm einen Schritt weiterzugehen: es wäre ein Leichtes gewesen, ein Label Jesus Christus einzurichten, in dem wären dann womöglich fast alle 2241 Beiträge dieses Blogs drin. Ich weiß nicht, ob das sinnvoll wäre. (Aufschlußreicher in solcher Hinsicht wäre wohl eher ein Wordle aller Zeiten über das gesamte Blog. Meines Wissens geht das nicht. Das aktuelle Wordle spricht für sich selbst.)

Andersrum find ichs aber farbiger: farbiges Licht ergibt in der Summe weiß. Die Labels eines christlichen Blogs zusammen ergeben die Facetten eines katholischen Blogs. Über Labels wie Catholic pomp, Augenblicke, NerdZine oder Glamour and glitz mach ich mir da keinen Kopf – es darf nämlich auch ein wenig Spaß und Augenzwinkern dabei sein. Um es mit dem hl. Thomas Morus zu sagen, dem dieses Gebet zugeschrieben wird: Herr, schenke mir Sinn für Humor, gib mir die Gnade, einen Scherz zu verstehen, damit ich ein wenig Glück kenne im Leben und anderen davon mitteile.

Die Sache mit den Zugriffszahlen ist auch so eine. Bei manchem Beitrag, der sich mit dem Tagesheiligen oder dem Festgeheimnis befaßt, ist es schon so, daß ich den eigentlich eher für den Geist der kommenden Weihnacht schreibe. Das ist mir bewußt, es macht mir aber gar nichts. Die Sache mit der „kommenden Weihnacht“ liegt wohl auch daran, daß ich solche Beiträge fast immer am Tag selber oder am Vorabend veröffentliche und nicht schon Tage oder Wochen vorher. Im Jahr darauf oder auch noch Jahre danach kann ich dann allerdings erleben, daß der Artikel durchaus gesucht und auch gefunden wurde. Zudem läßt sich bei aktuellen Blogbeiträgen zur Zeit der Veröffentlichung wenig darüber aussagen, wieviele Leute diesen Artikel tatsächlich gesehen (von gelesen noch ganz zu schweigen) haben, weil viele die erste Seite eines Blogs aufrufen, und damit meist die ersten sieben oder auch zehn aktuellen Beiträge.

Andererseits war in einem Jahr ein Betrag, den ich am Samstagnachmittag nach der Non zum Sonntag Laetare geschrieben habe, in kürzester Zeit der Renner, vielleicht fragten sich an dem Nachmittag gerade besonders viele, was ist das mit diesem Laetare? A la longue, in Bezug auf die Zugriffszahlen nicht nur tagesbezogen, sondern insgesamt, schneiden Beiträge ausgesprochen geistlichen Inhalts gar nicht einmal so schlecht ab. Manchmal bin erstaunt, wenn ich en passant sehe, daß ein „frommer“ Beitrag in den letzten zwei Jahren 3726 mal angeklickt worden ist. Der absolute Spitzenreiter auf Braut des Lammes ist allerdings ein kurzer Beitrag über eine kleine schwarze Maus in einem U-Bahnschacht. Gott weiß, warum, ich weiß es nicht. Heilige Gertrud von Nivelles, bitte für uns!

Einen bemerkenswerten Blogbeitrag zum Thema katholisches Bloggen habe ich im letzten Herbst bei Happy Catholic gefunden: Catholic bloggers: are we the 1st corinthians of the internet? Ausführlich, lohnt sich aber, nicht nur diagonal zu lesen. Unter anderem enthält er elf Ratschläge für katholische Blogger, die mit Remember Christ chose you beginnen und mit God grants the increase aufhören. That's good advice. :) Auch des Apostels Mahnung, daß der Widersacher wie ein brüllender Löwe umhergeht, dem es gilt, in der Kraft des Glaubens Widerstand zu leisten, ist es wohl wert, bedacht zu werden.
It’s not about numbers. Or followers or comments or book deals or SEO or speaking engagements or any of the other ways we invent to gauge our success. We were called to tell the good news. How are we doing at that?

I remember when I first began blogging I came across a blog, whose name I can’t now remember. But the person was reflecting on the past year of blogging, saying that they had only had about 6 regular visitors but they didn’t count the time wasted. I have always tried to keep that mindset.

But we all have those days. Those envious days when we need to regain perspective. Those days when instead of rejoicing at someone else’s success for the kingdom, we think, “What about me?” I can prescribe nothing better for that than The Curt Jester’s Litany of Blog Humility. Jeff Miller, The Curt Jester, is a “must read” for me every day but it is his litany which speaks so much to the Catholic soul … which loves nothing better than a good litany, some humor, and a lot of sincerity … Here’s a bit:

From the desire of my blog being read – deliver me dear Jesus.
That other blogs may be loved more than mine – Jesus, grant me the grace to desire it.
That Google may never list my blog  – Jesus, grant me the grace to desire it.

Freitag, 8. Februar 2013

Den wahren Herrn finden – zum Fest der hl. Josephine Bakhita

Gott, du hast die selige Josephine aus der Sklaverei befreit und ihr die Würde verliehen, deine Tochter und die Braut Christi zu sein, so heißt es im Tagesgebet zum Fest der hl. Josephine Bakhita. – Insgesamt fünfmal wurde Bakhita in der Sklaverei von einem an den anderen Besitzer verkauft oder verschenkt, bis sie schließlich zu der Familie in Verona kam, für die sie als Kindermädchen arbeitete.

Blickt man auf ihr Schicksal als Sklavin, erscheint ihr Name Bakhita (die Glückliche), den ihr die Sklavenhändler gegeben hatten, fast wie eine Verhöhnung. Der Name, den die Eltern ihrem Kind gegeben hatten, ist unbekannt, wie ihr Geburtsdatum, sie selbst konnte sich nicht daran erinnern. In der Taufe wurde sie Josephine Margaret Fortunata genannt. Durch die Taufe war sie wahrhaft fortunata, glücklich, zu nennen, denn Jesus Christus zu erkennen und zu suchen hat für diese Heilige alles verändert.

Jesus Christus war der erste und einzige, den Josephine, wie sie in der Taufe genannt wurde, aus freiem Willen als Herrn annahm, weil er sie zuerst geliebt hatte und weil er gelitten hatte wie sie und auch um ihretwillen. In der Taufe verlieh er ihr die Würde, seine Tochter zu sein, die Erwiderung dieser Liebe erhob sie zur Würde einer Braut Christi. Daß sie ihren Peinigern verzeihen und sogar dankbar sein konnte, weil sie das ihre dazu getan hatten, sie in das Kloster zu bringen, in dem sie Gott über fünfzig Jahre diente, brachte sie der Heiligkeit nahe.

Der unverwesliche Leib der Heiligen
Siebenundvierzig Jahre ihres Lebens im Orden diente sie als Pförtnerin des Klosters der Canossianerinnen. Nach ihrem Tode am 8. Februar 1947 zogen an ihrem aufgebahrten Leichnam Tausende vorbei, um ihr die letzte Ehre zu erweisen. In der Predigt zu ihrer Heiligsprechung nannte der sel. Johannes Paul II. Sr. Josephine eine lichtreiche Anwältin wahrer Emanzipation. Der Leib der Heiligen gehört zu denen, die wundersamerweise nicht verwesen. Heilige Josephine Bakhita, bitte für uns!

Etwas leicht Albernes brauche ich zum Fasching doch…

Wenn van Gogh Pac Man gespielt…
…oder ein ganz tolles Teleskop gehabt hätte.
ohne Worte
Starry night für kleine Mädchen… 
Was das bedeuten soll, weiß ich leider nicht,
aber es ist so schön absurd.

Varianten von Kunstwerken, die eigentlich jeder wenigstens dem Ansehen nach kennt, haben manchmal was; teils entsteht tatsächlich etwas, das eine eigene Schöpfungshöhe hat. Hier einige Varianten eines der wohl bekanntesten Gemälde Vincent van Goghs. Die Sternennacht konnte ich mir bei dem Gastspiel des Museums of Modern Art in Berlin vor einigen Jahren mehrmals ansehen und war überrascht, daß es doch vergleichsweise kleinformatig ist, irgendwie stellt man sich das Bild größer vor.

Donnerstag, 7. Februar 2013

Die Glocke von Nanban-ji


Noch irgendwie zum Fest der hl. Märtyrer von Nagasaki gehört diese Glocke, die eine anrührende Geschichte hat. Es ist die Glocke, die in der 1576 errichteten, ersten Kirche der Jesuiten in Nanban-ji zum Gebet rief. In Portugal gegossen, folgte sie den Jesuiten übers Meer in die japanische Mission. Als in der Christenverfolgung unter dem Shogun Hideyoshi Toyotomi Paul Miki und seine Gefährten das Martyrium erlitten und das Christentum in ganz Japan verboten wurde, wurde die Kirche von Nanban-ji zerstört. In den folgenden zweihundert Jahren konnte die Kirche in Japan nur im Untergrund wirken und überleben. Als die Kirche 1867 nach Japan zurückkehren durfte, fand sie dort hunderttausende Katholiken vor, die den Glauben bewahrt hatten.

Die Jesuitenkirche von Nanban-ji wurde nie wieder errichtet. Ihre Glocke aber wurde von den Mönchen des 1590 gegründeten buddhistischen Tempels in Kyoto versteckt, und zwar nicht nur über die mehr als zweihundert Jahre hinweg, in der die Christen in Japan verfolgt wurden, sondern auch während des zweiten Weltkriegs, als die Regierung Metall konfiszierte, um es für Waffen einschmelzen zu lassen – der Abt ließ die Glocke im Garten des Tempels vergraben.

Die Glocke, auf der noch immer das Monogramm des Erlösers – iHS, Jesus Christus, Sohn Gottes – und die Jahreszahl 1577 stehen, gehört heute zum nationalen Kulturerbe Japans. Auf ihre Weise ist sie auch ein schönes Beispiel für Frieden und Verständigung unter den Religionen, den Menschen, die guten Willens sind.

Mittwoch, 6. Februar 2013

Das Zeichen von Nagasaki – hll. Paul Miki und Gefährten


Das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit; uns aber, die gerettet werden, ist es Gottes Kraft. Wir dagegen verkündigen Christus als den Gekreuzigten: für Juden ein empörendes Ärgernis, für Heiden eine Torheit, für die Berufenen aber, Juden wie Griechen, Christus, Gottes Kraft und Gottes Weisheit. Denn das Törichte an Gott ist weiser als die Menschen und das Schwache an Gott ist stärker als die Menschen. (1 Kor 1, 18, 24-25)

Im Winter des 1597, Anfang Februar, starben auf einem Hügel in Nagasaki an Kreuzen sechsundzwanzig Jungen und Männer, Jesuiten und Franziskaner: die Märtyrer von Nagasaki. Vergegenwärtigt man sich das Leiden und Sterben dieser jungen Märtyrer – der jüngste unter ihnen war dreizehn Jahre alt, ein Meßdiener –, kann man zu der Ansicht kommen, daß es im Leben oft anders ausgeht, als es in den Augen der Welt aussieht. Gerade in Zeiten wie den jetzigen, in denen das Zeichen des Kreuzes, und die, die es tragen, verlacht, verspottet und verfolgt werden, kann uns das mutige und freudig-gelassene Zeugnis dieser Märtyrer Ermutigung sein.

Der lange Marsch, fast tausend Kilometer, auf dem man die bereits zuvor gefolterten Christen von Miako (Kyoto) durch Eis und Schnee heruntergetrieben hatte, das Martyrium vor Augen, das ihnen bevorstand: mit eisernen Bändern an einem Kreuz festgehalten und von Lanzen durchbohrt zu werden. Als Zeichen der Verunehrung sollte ihnen allen das linke Ohr abgeschnitten werden.
Schrein der Märtyrer in Nagasaki
All dies war als Mahnmal gedacht: es sollte die Menschen, die es sahen, in Angst und Schrecken versetzen, die Märtyrer in Schande sterben zu lassen. Es kam aber anders: die der Feldherr Hideyoshi vor aller Augen zu beschämen und zu entehren gedachte, wurden zum leuchtenden Zeichen. Durch die Art, wie sie sich ihr Sterben vollzog, wurden sie vielen zum leuchtenden Zeichen. Auf dem Weg von Miako nach Nagasaki sangen die sechsundzwanzig Jungen und Männer Psalmen, beteten den Rosenkranz und predigten denen, die am Wegesrande standen. Der dreizehnjährige Antonius stimmte am Kreuz den 135. Psalm Lobet den Herrn, all ihr Knechte des Herrn an. Paul Miki verzieh seinen Peinigern und bat die Umstehenden, sich taufen zu lassen. Der zeitgenössische Bericht über das Martyrium hebt ausdrücklich die freudige Bewegung hervor, die die Märtyrer erfaßt hatte, bei der Versicherung, daß sie bald Christus selbst sehen würden, von Angesicht zu Angesicht. Über dem Schrein der Märtyrer auf dem Hügel, auf dem sie gekreuzigt wurden, steht geschrieben: Laudate Dominum omnes gentes – Lobet den Herrn, alle Völker.

Das Mahnmal von Nagasaki, das Hideyoshi Toyotomi gewollt hatte, ist stattdessen zum Siegeszeichen geworden. Die Märtyrer von Nagasaki sind aber auch ein wunderbares Zeichen für die Freiheit der Kinder Gottes, sich in jedem Moment des Lebens, selbst oder gerade angesichts des Todes, dem Guten zuzuwenden und nach ihm zu streben. Angesichts des Leidens Gottes Größe und Güte zu besingen, das ist der Hauch der Heiligkeit und Ansporn für alle, die es sehen und davon hören. Es ist jener fruchtbare Regen, von dem der hl. Paul Miki in seinen letzten Worten gesprochen hat, der auf die Dürre niederfällt und sie zum Wachsen bringt.

Dienstag, 5. Februar 2013

Deine Liebe allein kann das Feuer der Liebe entfachen − zum Fest der hl. Agatha

Der hl. Petrus heilt im Kerker die Wunden der hl. Agatha
Zusammen mit den hll. Agnes, Lucia, Cäcilia gehört die hl. Agatha zu den jungfräulichen Märtyrinnen, die im Kanon des ersten Hochgebets genannt werden. Martyrologien aus frühchristlicher Zeit führen noch sehr viele andere an, von manchen wissen wir nicht viel mehr als den Stand − Virgo, Jungfrau −, den Ort und die Art des Martyriums: Blandina, Thekla, Eulalia, Sophronia, Crispina, Agape, Irene, Chione, Potimiaena, Apollonia, und in Adrianoupolis in Thrakien im Jahre 305 vierzig von ihnen auf einmal. Sie gaben ihr Leben für Christus, hatten sich ihm geweiht.

Das Tagesgebet nennt das Martyrium der Heiligen eine Gnade, wie es auch die Berufung zum jungfräulichen Leben ist, denn dieser Ruf geht unmittelbar von Gott aus, die Berufenen folgen ihm auf Eingebung des Geistes. Das Hören dieses Rufes und das Folgen-können in Liebe und Treue, das ist die Gnade, die ihrem Wesen nach unverdient dem Menschen zufällt.
Das Versprechen der Jungfräulichkeit legen sie in deine Hand und weihen dir ihr ganzes Leben; denn du selbst hast dazu ihr Herz bewegt. Ohne dich kann kein Sterblicher dem Gesetz der Natur entgehen, die Freiheit zum Bösen bewältigen, die Macht der Gewohnheit brechen, die Leidenschaft der Sinne überwinden. Deine Liebe allein kann das Feuer der Liebe entfachen, deine Gnade allein das gute Wollen erhalten, und allein deine Macht die Beharrlichkeit schenken.
Das Weihegebet der Kirche drückt in wunderbarer Form aus, wer der Rufende ist, Gott selbst, und daß jene, die den Ruf hört, es nicht aus eigener Kraft vollenden kann − diesen Schatz tragen wir in zerbrechlichen Gefäßen, so wird deutlich, daß das Übermaß der Kraft von Gott und nicht von uns kommt.
Ihr Jungfraun seid gepriesen: ihr macht es offenbar,
daß mächtig sich erwiesen, was hier ohnmächtig war;
und die uns töricht schienen, sind weise, kühn und groß.
Gott selbst vermählt sich ihnen, und herrlich ist ihr Los.
heißt es im Lied GL 613, das wir heute gesungen haben, in Anlehnung an die erste Lesung zum Fest einiger heiliger Jungfrauen: da sind nicht viele Weise im irdischen Sinn, nicht viele Mächtige, denn das Törichte in der Welt hat Gott erwählt. Gott selbst vermählt sich ihnen und herrlich ist ihr Los − blickt man auf das Leben und Sterben dieser heiligen Jungfrauen und Märtyrinnen mag nicht recht augenfällig sein, worin das Herrliche ihres Loses gelegen hat. Auch im Leben der Jungfrauen, die nicht das Martyrium erleiden, mag es Dinge oder Zeiten geben, die auf den ersten Blick einigermaßen unherrlich erscheinen: Armut, Dürre, Widerwärtiges und Bitterkeiten. Auf den zweiten Blick ist all dies eine Möglichkeit, Christus, dem Bräutigam ähnlicher zu werden und sich mit ihm zu vereinen.

Das Herrliche des Loses ist unmittelbar die erste Aussage: Gott selbst vermählt sich ihnen. Christus hat die Jungfrau mit einer Liebe an sich gezogen, die alles andere übersteigt. Sie hätte keinen anderen wählen mögen, es wäre immer die „zweite Wahl“ gewesen. Christus verlangt die erste Liebe des Herzens seiner Braut, und die letzte und tiefste.

Montag, 4. Februar 2013

Dinge, die man wirklich nur morgen essen kann… (2)


Liebe Leser, zum Thema Dinge, die man wirklich nur morgen essen kann, hier ein ganz einfaches Rezept für Minni di vergine – das ist die italienische Version eines Agathabrots –, das sicherlich zu einem fröhlichen Heiligenfest beiträgt.

Auf Silizilien, woher die Heilige stammt und wo sie wegen der wunderbaren Errettung der Stadt Catania vor der Lava des Ätna besonders verehrt wird, werden Minni di vergine oder ähnliches Backwerk an jeder Ecke verkauft, oft noch mit Pistazien oder Marzipan drin. Dieses Rezept ist nicht ganz so zuckersüß (reicht für acht Minni).

Minni di vergine

1 Pfd. Ricotta
2 Tassen Zucker
1 Teelöffel Vanilleextrakt
1 Eßlöffel geriebene Zartbitterschokolade (oder dunkle Schokoladenstreusel)

5 Eier, getrennt
1 1/2 Tassen Zucker
1 1/4 Tassen Mehl
1 Teelöffel Vanilleextrakt
2 Teelöffel Zitronenschale
4 oder mehr Maraschinokirschen (ergibt je nach Schneidekunst 8 Hälften)


Den Ricotta mit einem Mixer cremig schlagen. Zucker und den Vanilleextrakt hinzugeben, anschließend mit der Schokolade vermischen. Mindestens zwei Stunden kühl stellen. Den Backofen auf ca. 190 Grad vorheizen. Entweder eine große Backform oder zwei kleinere einfettten.

Mit dem Mixer das Eigelb und den Zucker zwei bis drei Minuten schlagen, bis sich die Masse dicklich und hellgelb erscheint. Nach und nach das Mehl zugeben, dabei darauf achten, daß es sich in der Masse gleichmäßig verteilt, anschließend Vanilleextrakt und Zitronenschale zugeben.

Das Eiweiß in einer einer Schüssel steifschlagen und unter den Kuchenteig heben. Diesen in die Backform(en) füllen, 40 Minuten backen und dann abkühlen lasen. Wenn das Backwerk ganz ausgekühlt ist, mit einem Saftglas oder einer runden Ausstechform acht runde Formen ausstechen. Jede dieser runden Formen mit einer großzügigen Menge der Ricotta-Eiercreme und einer halben Marachinokirsche bedecken. Guten Appetit!

Gnadenlos…

Sehr geehrte Damen und Herren beim Ersten,

wenn eine Sendung den Titel trägt „Wie gnadenlos ist der Konzern Kirche?“, dann ist das Ergebnis schon von vorherein absehbar. Man spürt als Zuschauer die Absicht und ist verstimmt. Die Verstimmung rührt daher, daß der Sendetitel weit entfernt davon ist, eine Frage zu sein, an deren Ergründung die Macher selbiger Talkrunde irgendein Interesse hätten. Stattdessen ist er eine Aussage, die gleich mehrere Feststellungen in sich vereinigt. Davon explizit:

Erstens: die Kirche ist ein „Konzern“ (nicht etwa der mystische Leib Christi, Sachwalterin der Sakramente, zum Heile führend, seligmachend, von Christus eingesetzt, unsere Mutter – alles, was man über die Kirche zuallererst sagen könnte, das aber keine Quote bringen wird. Auch sind Talkshows ja erkennbar nicht zur Wissensvermittlung da. Was ist eigentlich aus dem Informationsanspruch der öffentlich-rechtlichen geworden?).

Zweitens: die Kirche ist „gnadenlos“ . Die Ergründung der Frage, wie graduell gnadenlos genau eigentlich?, liegt gleichfalls nicht im Interesse des Feststellungsbereichs, wie gesagt, es ist eine Sprachfigur. Hauptsache gnadenlos. Wir denken an die eiskalten Augen von Henry Fonda in Spiel mir das Lied vom Tod oder so.

Vorab wies die Redaktion leicht angezickt darauf hin, kein Bischof wäre bereit gewesen, sich in die Jauchsche Runde zu begeben. Kann ich verstehen, hätt ich auch nicht gemacht. Wie gesagt, das Ergebnis ist absehbar. Fragt sich daher, wer hier gnadenlos ist. Bei einer solchen Konstellation (gefolgt übrigens von dem todlangweiligen Konzept von ttt, das sich ebenfalls an der katholischen Kirche abarbeiten[1] durfte) bewegt sich mein Interesse daran, mit so etwas Teile des Sonntagabends zu verbringen, in einem Bereich noch unter dem Nullpunkt. Die sprichwörtliche „verschwendete Lebenszeit“ wird zwar bei weitem zu oft bemüht, hier aber trifft sie es genau. Kein großer Verlust.

____
[1]  „Schafft sich die katholische Kirche ab? Warum die katholische Kirche so tief in der Krise steckt.“ Dasselbe Prinzip.

Sonntag, 3. Februar 2013

Sakramentale des Tages: der Blasiussegen

Neulich wurde ich gefragt, warum beim Blasiussegen zwei Kerzen eigentlich auf diese Weise miteinander verbunden sind. Die Antwort liegt sicherlich darin, daß die Kerzen in Form eines Kreuzes miteinander verbunden sind, dem Zeichen, von dem unser Heil kommt und von dem wir auch Heil empfangen. (Daß es ein Andreaskreuz und kein lateinisches geworden ist, ist sicherlich der Art der Spendung geschuldet. Kerzen sind es, weil der Überlieferung zufolge eine Frau, der der Heilige beigestanden hatte, diesem heimlich Brot und Kerzen in den Kerker brachte). Aus beiden Segensgebeten geht unmittelbar hervor, daß der Heilige um seine Fürsprache bei Gott angerufen wird.

Der Heilige ist auch Schutzpatron der wilden Tiere und der Tierärzte. Dies ist wohl darauf zurückzuführen, daß er verletzte Tiere in der Umgebung der Höhle, in der er sich als Einsiedler verbarg, wieder gesundpflegte und sich gefahrlos unter ihnen bewegen konnte.

Das Sakramentale des Blasiussegens scheint nicht überall verbreitet, im letzten Jahr hat sich jedenfalls ein Pole bei mir nach der Spendung des Segens erkundigt und angekündigt, dieses Jahr bestimmt wiederzukommen. Ich mag den Blasiussegen gern und mir hilft er auch[1], jedenfalls hatte ich seit langem keine schlimme Halsentzündung oder Angina mehr. Anderen scheint es genauso zu gehen, der Andrang zu den Segensspendungen war auch in diesem Jahr wieder sehr groß. Das nach dem Segen aufgenommene Bild zeigt, warum dieser merkwürdig aussehende Halter mit Griff doch zu etwas nutze sein kann.

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[1] In diesem Jahr war ich beim Empfang des Segens allerdings kurz etwas abgelenkt, denn der Priester hub an mit „Der Gott schenke dir…“ und ich dachte unwillkürlich „Ach du liebes bißchen!“). Nun ja, Gott kennt die Herzen der Menschen…

Samstag, 2. Februar 2013

Glauben, der unserer Berufung Glanz verleiht – Papst Benedikt zum Tag des geweihten Lebens 2013

Die klugen und die törichten Jungfrauen,
Jan Adam Krusemann, 1858
In seiner heutigen Ansprache zum Tag des geweihten Lebens sprach der Heilige Vater an die im Petersdom Versammelten wie an die gottgeweihten Menschen überall auf der Welt drei Einladungen aus, „die geeignet sind, wahrhaft die Tür des Glaubens zu durchschreiten, die uns immer offensteht“. In einem Jahr des Glaubens ging es dabei vor allem um den Glauben, denn er ist der Grund, auf dem wir stehen. Da es daher bisher nur ein Video und eine anscheinend auszugsweise englische Fassung gibt, habe ich übersetzt.

Die Ausführungen über die Sehnsucht, mit der wir uns im irdischen Leben nach den Gütern der kommenden Herrlichkeit ausstrecken sollen, haben mich an unser schönes Weihegebet erinnert:  Denen, die noch der Vergänglichkeit unterworfen sind, gewährst du Anteil an einem Leben, das ähnlich ist dem der Engel. Auch das Bild des Glaubens, der von der Art sein soll, daß er unserer Berufung einen lichtvollen Glanz verleihen soll, ist ganz vom Gleichnis mit den Jungfrauen geprägt, die dem Herrn mit Lampen entgegenziehen. Diese unsere Lampe braucht das Öl und den Glanz des Glaubens.
Ich ermuntere euch vor allem anderen zu einem Glaubensleben, das eurer Berufung Glanz verleiht. Ich ermuntere euch, dies im Geiste zu tun, in einer Art inneren Pilgerfahrt, um auf die erste Liebe zurückzublicken, mit der unserer Herr Jesus Christus euer Herz erwärmt hat. Nicht, um in Nostalgie zu schwelgen, sondern um die Flamme wieder anzufachen. Und dazu müssen wir bei ihm sein, in der Stille der Anbetung, um so die Sehnsucht und Freude wiederzuerwecken, sein Leben und seine Vorlieben zu teilen, den Gehorsam des Glaubens, die Seligpreisungen der Armen und das radikale Wesen der Liebe.

Zum zweiten ermuntere ich euch zu einem Glauben, der die Weisheit der Schwäche erkennt. In den Freuden und Sorgen der Gegenwart, wenn ihr die Härte und das Gewicht des Kreuzes spürt, zweifelt nicht daran, daß die kenosis [Entäußerung, Anm. d. Übers.] Christi schon ein Sieg von Ostern her ist. In den Grenzen unserer menschlichen Schwäche sind wir dazu berufen, Christus ähnlich zu werden, in einer allumfassenden Anspannung, die sich, in einem Maße, in dem das auf Erden überhaupt möglich ist, nach der jenseitigen Herrlichkeit ausstreckt.

Schließlich lade ich euch dazu ein, euren Glauben zu erneuern, der euch zu Pilgern in die Zukunft macht. Seinem Wesen nach ist das geweihte Leben eine Pilgerfahrt des Geistes auf der Suche nach einem Antlitz, das sich zuweilen zeigt und manchmal verschleiert bleibt. Faciem tuam, Domine, requiram )[1] Laßt dies das dauernde Sehnen eures Herzens sein, den grundlegenden Prüfstein, der eure Pfade lenkt, sowohl bei den kleinen alltäglichen Schritten als auch bei den wichtigsten Entscheidungen. Stimmt nicht in die Unkenrufen ein, die verkünden, das geweihte Leben habe keine Zukunft, keine Bedeutung in der Kirche unserer Tage, sondern zieht lieber Jesus Christus an, und ihr werdet die Waffen des Lichts tragen – wie schon der hl. Paulus mahnte – bleibt nüchtern und wachsam!

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[1] Nach Ps. 27,8: Mein Herz denkt an dein Wort: „Sucht mein Angesicht!“ Dein Angesicht, Herr, will ich suchen.
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