Freitag, 10. Mai 2013

Heiliger der Verlassenen und Ausgestoßenen − Gedenktag des hl. P. Damian de Veuster

Die Kirche nimmt als Gedenktag des hl. P. Damian de Veuster nicht, wie traditionell meist, den Todestag, sondern den Tag seiner Ankunft auf Molokai am 10. Mai 1873. Niemand hat größere Liebe, als der, der sein Leben hingibt für seine Freunde.

Als P. de Veuster wenige Jahre vor seinem Tod am 15. April 1889 erfuhr, daß ihn der Ausbruch der Lepra unwiderruflich an diese Insel und das Leben dort band, ergriff ihn große Verzweiflung, denn er hatte in der ganzen Zeit seines Wirkens unter den Leprakranken unter der Einsamkeit gelitten. P. Damian sollte die Insel nie mehr verlassen, erst seine Reliquien kehrten später nach Belgien zurück, eine Armreliquie blieb auf Molokai, in dem Grab, in dem der Pater ursprünglich bestattet worden war. Ein Heiliger, der nicht nur das Leben der ihm Anvertrauten teilte, sondern auch ihren Tod starb − eine direkte Nachahmung Christi.

In der Heiligen Messe sprach unser emeritierter Weihbischof darüber, wie wunderbar die die Gnade Gottes auch in einem Charakter mit schwierigen Eigenschaften, den man dem hl. Damian verschiedentlich nachsagte, wirken kann. Der Heilige starb nach mehr als sechzehn Jahren des Dienstes an den Aussätzigen auf Molokai im Alter von 49 Jahren, am Montag der Karwoche. Ein Heiliger, dessen Liebe so groß war, daß er sein Leben hingab für viele.

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