Donnerstag, 9. Mai 2013

Die Hoffnung, ihm zu folgen, wohin er vorausging – Christi Himmelfahrt

Niemand stieg je in den Himmel auf,
außer dem, der vom Himmel herabstieg:
der Menschensohn, der im Himmel ist.
(3. Antiphon der ersten Vesper)
Die Osterzeit geht zu Ende. Nach den Abschiedsreden Jesu, die mich in jedem Jahr sehr berühren, ist der Moment des Abschieds gekommen. Seine letzte Geste im Fleische: er segnet die Zurückbleibenden. Obwohl er aber zum Vater gegangen ist, bleibt er in seiner Kirche, wir können ihn sehen und ihm begegnen, wenn wir wollen, täglich.

Kurz hat mich zwischendurch heute beim Credo der Gedanke berührt, daß wir uns doch eigentlich – analog zu Weihnachten, Verkündigung des Herrn und Pfingsten – niederknien müßten, wenn es heißt, aufgefahren in den Himmel, er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters. Jedes Mal, wenn wir das Glaubensbekenntnis sprechen, bekennen wir uns zu diesem Glaubensgeheimnis, in dem, wie der Apostel sagt, unsere Hoffnung und der Erweis von Kraft und Stärke Gottes an uns Menschen liegt: Christus ist vereint mit dem Vater. Diese Hoffnung ist auch uns Menschen gegeben.

In der Tat ist die Auffahrt zum Vater eng mit dem Geheimnis der Menschwerdung verbunden. Der vom Himmel herabstieg, um Mensch zu werden, steigt nun in den Himmel auf, um einen Platz, eine Wohnung für uns vorzubereiten, einen Ort, an den wir ohne ihn nicht gelangen könnten.

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