Sonntag, 12. Mai 2013

8 Möglichkeiten, herauszufinden, welche Lesewoche wir haben

Sowohl das große als auch das kleine römische Stundenbuch folgen einem Zyklus mit vier Lesewochen. Will man mit dem Stundengebet beginnen (oder auch: nach längerer Zeit wieder beginnen) oder will man in der Pfarrgemeinde das Stundengebet feiern, braucht man also die Angabe, in welcher Lesewoche wir uns gerade befinden. Zwar ist es kein Drama, sich in der Lesewoche zu verirren – Gott schaut auf das Herz – anderseits ist es doch schön, seine Stimme mit der ganzen Kirche zu erheben, zu beten, was sie betet. Hier acht praktikable Möglichkeiten, schnell herauszufinden, welche Lesewoche wir haben:

  • Im Stundenbuch nachsehen (Überraschung! ;) Vorn im Stundenbuch ist eine Tabelle, die die Sonntage des Kirchenjahres den einzelnen Lesewochen zuordnet. (Vorausgesetzt, die eigene Auflage ist nicht so alt, daß die Tabelle das aktuelle Kalenderjahr nicht mehr erfaßt, was, in kirchlichen Maßstäben gerechnet, relativ schnell geht.)
Direktorium vom 27. Mai
  • Im Direktorium nachschlagen (das ist die liturgische Ordnung des Bistums für das laufende Kirchenjahr, mit allen Angaben, zur Liturgie eines jeweiligen Tages).
  • Im Schott nachsehen. Die Online-Ausgabe des Schott-Meßbuchs – seit kurzem im neuen, noch ungewohnten Design – macht auf dem Bildchen des Abreißkalenders auch eine Angabe zur Lesewoche. StB: III. Woche bedeutet, wir beten die Psalmen der dritten Woche.
  • Im Schaukasten der Gemeinde hängt oftmals eine Art Wochenübersicht der Liturgie, auch in dieser wird die Lesewoche angegeben.
  • Es steht in der Kirchenzeitung. Die hiesige Sonntagszeitung hat es allerdings mindestens einmal fertiggebracht, die „Psalmen der 5. Lesewoche“ anzugeben. Mysterium fidei…
  • Einen Küster fragen. Da es im Meßbuch eine den Lesewochen des Stundengebets entsprechende Reihe von Tagesgebeten gibt, hat er die Lesewoche wahrscheinlich sogar im Kopf. Außerdem gibt es in der Sakristei auf jeden Fall ein Direktorium.
  • Andreas Bändelblog aufsuchen. Andrea macht das online, was die Karmelitinnen in Regina Martyrum netterweise für die Gäste beim Stundengebet tun: einen Zettel mit den Angaben erstellen, die man für das Beten des Stundengebets aus dem römischen Stundenbuch braucht – komplett für jede Tagzeit mit Seitenangaben. Ich finde das ganz großartig (und von den Karmelitinnen sehr aufmerksam).
  • Liturgische Onlinekalender befragen, etwa den der Salesianer Don Boscos. Ein Klick auf den Button Dieses Jahr bringt einem eigentlich noch im selbem Moment mit dem gewünschten Kalender des Kirchenjahres in der Spalte rechts auch die Angabe der Lesewoche. 

Kommentare:

Theodor hat gesagt…

Vielen Dank! Das ist eine nette Zusammenstellung - in der Regel geht es ja auch rein mathematisch: Die Woche (z.B. 7. Woche der Osterzeit, oder 18. Woche im Jahreskreis) durch 4 Teilen und der Rest ist dann der gesuchte Wert ...

Viel spannender, weil eigentlich nirgendwo zu finden: welche der 2 Reihen im Lektionar zum Stundenbuch gerade dran ist :-)

Braut des Lammes hat gesagt…

Danke für die Anmerkung. Die rechnerischen Methoden liegen mir immer nicht so, aber stimmt, so ginge es auch. In Bezug aufs Lektionar, da hast du recht, WiMRE gabs dafür aber auch eine mathematische Herangehensweise. Du bringst mich da auf eine Idee. :]

silentium sacrum hat gesagt…

Wenn der längere Teil des Kirchenjahres auf eine ungerade Jahreszahl fällt, gibt es die ebenfalls ungerade 1. Jahresreihe. So kompliziert ist die Formel also gar nicht ;-)

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