Freitag, 7. Oktober 2011

Unsere liebe Frau vom Rosenkranz – Rosenkranzfest und Rosenkranzmonat

Das Tagesgebet zum heutigen Fest Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz ist – bis auf den Einschub Höre auf die Fürsprache der seligen Jungfrau Maria – dieselbe Oration, die wir auch zum Angelusgebet sprechen. Ich finde das sehr schön, denn dieses Gebet faßt zusammen, was uns das Beten des Rosenkranzes vor Augen stellt: die Betrachtung der Geheimnisse der Menschwerdung und des Leidens und Sterbens Christi und seine Auferstehung, quasi mit den Augen unserer lieben Frau gesehen.

Ich bin übrigens nicht der Meinung, daß ein Rosenkranz geleiert oder heruntergerasselt werden muß, „um den Geist leer zu machen“ – vielleicht liegt das aber auch daran, daß ich nicht mit diesem Gebet aufgewachsen bin. Wenn ich ihn bete oder vorbete, spreche ich ihn eigentlich immer so, als wenn ich das Geheimnis zum ersten Mal und voller Staunen entdecke.
Allmächtiger Gott,
gieße deine Gnade in unsere Herzen ein.
Durch die Botschaft des Engels haben wir
die Menschwerdung Christi, deines Sohnes, erkannt.
Höre auf die Fürsprache der seligen Jungfrau Maria
und führe uns durch sein Leiden und Kreuz
zur Herrlichkeit der Auferstehung.
Warum diese stete Betrachtung? Die meditative Betrachtung ist wie das Dankgebet eine Möglichkeit, dem Ausdruck zu geben, womit der Psalmist den wunderbaren Psalm 103 beginnt: Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat! Papst Benedikt nennt diese Art der Betrachtung „eine Meditation, die nicht in Worten besteht, sondern in einer Kontaktaufnahme unseres Geistes mit dem Herzen Gottes.“

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