Dienstag, 4. Oktober 2011

Christus ähnlich werden – hl. Franziskus von Assisi

Der hl. Franziskus gehört zu den wohl bekanntesten Heiligen der katholischen Kirche. Viele der aus seinem Leben überlieferten Ereignisse hat Giotto di Bondone in seinem Freskenzyklus in Assisi festgehalten.

Bekannt ist der Heilige für seine überragende Liebe zur Schöpfung, die er als Bruder oder Schwester anredet. (Den Tod, der am Abend des 3. Oktobers 1226 zu ihm kam, empfing er mit den Worten: Sei willkommen, mein Bruder Tod.) Heilig aber macht ihn die radikale Hinwendung zu Christus, das Gleichförmigwerden mit dem Meister. Ihm wurde er soweit ähnlich, daß von Franziskus nicht nur als einem der wenigen Männer, sondern als erstem Heiligen überhaupt berichtet wird, daß er die Wundmale Christi empfing. Die katholische Kirche hat im Heiligenkalender ein eigenes Fest, den 17. September, als Fest der Stigmatisierung des hl. Franziskus. Die christliche Ikonographie stellt den Augenblick der Stigmatisierung mit der Erscheinung eines Seraphen, eines sechsflügeligen Engels dar, woraufhin an Franziskus' Händen und Füßen und an seiner Seite die Wundmale Christi erscheinen.

Im Tagesgebet des heutigen Festes betet die Kirche:
Gott, du Vater der Armen,
du hast den heiligen Franz von Assisi auserwählt,
in vollkommener Armut und Demut
Christus ähnlich zu werden.
So hat der Funke, den der hl. Franziskus geschlagen hat, viele Menschen erleuchtet, Christus zu suchen im Gebet und im Dienst an den bedürftigsten Gliedern seines Leibes.

Franziskus gibt seinem Vater die Kleider zurück
und entsagt dem Besitz und der Welt: Bis heute habe ich
dich meinen Vater genannt auf dieser Erde;
von nun an will ich sagen: Vater, der du bist im Himmel.
Der Bischof bedeckt die Blöße des Heiligen
mit einem eigenen Gewand.
Die Berufung des Heiligen vor dem Kruzifix in San Damiano:
Geh, und stelle mein Haus wieder her, 
das, wie du siehst, ganz zerfallen ist.
Franziskus predigt den Vögeln und allem Getier.
Die Bestätigung der Ordensregel der minderen Brüder
durch Papst Honorius III. im November 1223
Franziskus errichtet in der Christnacht 1223
eine lebende Krippe im umbrischen Greccio.

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