Sonntag, 23. Oktober 2011

Beten ist gut! (Kurze Begegnung am Weltmissionssonntag)

Als ich vorhin mit der Bahn unterwegs war, gabs zwischendurch einen sehr schönen, längeren Aufenthalt auf einer sonnenüberfluteten Bank. Mir zur Linken saß ein mittelalterlicher Ausländer mit einer Gebetsschnur (mit sehr hübschen grünen Perlen), ich daneben mit einem hölzernen Rosenkranz Marke „Betet für das heilige Land!“ Der Moslem, sichtlich erfreut auf meinen Rosenkranz (der eindeutig als solcher erkennbar war) deutend: „Beten ist gut!“ – ich zurück: „Ja, find ich auch!“. Dann haben wir uns beide an der Herbstsonne und dem jeweiligen Gebet erfreut. Als mein Zug schließlich kam, haben wir uns noch freundlich zugelächelt und gewinkt. Wie gesagt, der Rosenkranz und der Frieden der Völker… Wie schön wäre es, wenn es überall auf der Welt so sein könnte!

Kommentare:

MiDi hat gesagt…

So etwas Ähnliches ist mir in der U-Bahn passiert: Die Begegnung lautete: Mein "Magificat"-Mini-Brevier verso Kleines Stundenbuch. Ein überraschter Blick, ein verständnisvolles Lächeln ... und der längere Aufenthalt in der U-Bahn wegen technischen Gebrechens wurde gut genutzt!

Eugenie Roth hat gesagt…

- Sorry, wir wollten "Rosengarten und Nachtgebet" besuchen, das Blog ist aber angeblich entfernt. Was ist passiert? DANKE

Anonym hat gesagt…

Die Bahn verbindet die Völker. Mir sind bei zwei Bahnfahrten innerhalb von einer Woche gleich zwei solche Begegnungen geschenkt worden. Zuerst saß mir ein ca. 12 Jahre alter Junge gegenüber, der nach dem Aussehen Afrikaner war. Er lächelte freundlich und ich lächelte freundlich zurück. Ein freundlicher Wortwechsel entstand, ein kleines Gespräch und es stellte sich heraus, daß er auf dem Weg zu seinen deutschen Großeltern war. Sein Vater war aus Mosambik und seine Mutter aus Deutschland. Auf die Frage wo es ihm besser gefiele, meinte er obgleich er jetzt seit zwei Jahren in Deutschland lebe, würde er in Zukunft lieber wieder in Mosambik leben, trotz mehr Armut denn - man staune und höre - die Menschen seien dort freundlicher und glücklicher "sie lachen und sagen nie es geht ihnen schlecht selbst wenn es jemand schlecht geht, sagt er noch es geht soweit gut". --- kann einem zu denken geben --- Ich fragte ihn nach Gottvertrauen und er schaue überrascht aber froh und meinte der liebe Gott passe auf uns alle auf. Ich griff in meine Tasche, nahm meinen Rosenkranz heraus und fragte, ob es ihm recht wäre, daß ich ihm diesen schenkte. Er strahlte aber fragte, wieso ich ihm diesen schenken wolle. Ich antwortete : auf daß er dich alle Wege begleite, schütze und Du Dir niemals die Freude am Herrn und den Menschen nehmen läßt ! Er nahm ihn mit Freude wünschte alles Gute und stieg aus zu seinen Großeltern am Bahnsteig.

Anonym hat gesagt…

die zweite Begegnung war auf der Rückfahrt : Eine Frau ca. Ende dreißig mit Tochter acht oder neun Jahre alt, saß mir gegenüber. Beide sprachen Türkisch aber grüßten mich auf Deutsch. Freundliche Blicke wurden ausgetauscht, ausgepackte Gummibärchen über den Tisch gereicht und Kekse im Gegenzug angeboten. Das Mädchen sah die Kette an meinem Hals mit Kreuz und Benedictus Medalle und rief laut : "Bist Du Christin?" Zwei Studentinnen in der Nachbarbankreihe schmunzelten etwas verdattert und ich mußte auf die sonst selten gestellte Frage auch eine Sekunde nach Luft schnappen. - Der politicalcorrectness Filter schaltete sich kurz ein : Was soll ich hier dazu sagen? aber dann obsiegte meine Liebe zu Christus : Ja, das bin ich. PUNKT. Die Kleine meinte, ob Deutsche Christen seien ... hm ... Antwort: Viele. Die Mutter lächelte mich etwas unsicher an und ich lächelte zurück. Wir wechselten das Thema. Die Tochter ginge auf eine deutsche Schule und lerne deutsche Märchen. Wir kamen auf den Alltag und gute Küche zu sprechen, tauschten Tipps zu gesundem Kochen und Essen aus, um letztendlich festzustellen, daß das in Liebe zubereite Essen und die gemeinsamen Essenzeiten auch Zeiten der Begegnung, der Einkehr und des Friedens seien. Geschenkt würde einem so vieles im Leben und Schwupp waren wir bei Gott. Sie meinte es sei schrecklich wenn gläubige Menschen egal welcher Religion Kriege und Leid zu erfahren hätten, im Namen derselben. Ich pflichtete ihr bei und meinte wichtig sei doch, daß man selbst in Ehrfurcht und Dankbarkeit den Frieden, die Freundlichkeit und die Liebe zu den Menschen lebe. So trennten sich unsere Wege mit den besten Wünschen für Gesundheit, Frieden und Freude an jedem neuen Tag.

Braut des Lammes hat gesagt…

Die Bahn verbindet die Völker mit Sicherheit auch :)

Anonym hat gesagt…

Gott schenkt wirklich wunderbare Begegnungen :-)!!!

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