Freitag, 31. Juli 2009

Männer und Frauen passen einfach nicht zusammen


Ab und zu habe ich die glorreiche Aufgabe, Nachschub in Form von Batterien für diverse Geräte, zu besorgen bzw. vom Büroboten besorgen zu lassen. Um den Stille-Post-Effekt dabei weitgehend auszuschließen, bekommt der Bote möglichst die gewünschte Anzahl und jeweils ein Muster. Soweit so gut.

Wirklich edel sind Aufträge, neue Batterien für Geräte zu beschaffen, deren Standort, Art und Funktion ich nicht kenne, und bei denen der Auftraggeber sich nicht sicher ist, ob er zwei oder vier Batterien und welche Unterart genau er da braucht. Zum Vergleich: in einem solchen Fall ginge ich entweder ebenfalls mit einem Muster los, ersatzweise mit dem Gerät selbst und wendete mich an den Elektronikfachhandel meines Vertrauens.

Man(n) – jedenfalls der Auftraggeber – tut das nicht. Er trägt lieber eine Geschichte im Form einer Textaufgabe („Wenn zwei Züge...") voller Additionen und Subtraktionen und fünfstelligen Nummernbezeichnungen der Batterien vor, die er letztlich nicht braucht oder in einer ähnlichen Situation schon einmal nicht gebraucht hat.

[Anm. d. Verf. „Wenn die Arche Noah 10 Knoten am Tag zurücklegte und sich darauf von jeder Tierart zwei Exemplare, von manchen aber sieben befanden, wie alt war dann der Kapitän?]

Donnerstag, 30. Juli 2009

29. Juli – Hl. Martha

Innerlich bin ich gestern über die Predigt zum Gedenktag der heiligen Martha gestolpert und dabei auch über die Frage, wieso der schöne Text aus dem Buch der Sprichwörter 31,10-31 (der allerdings nicht zu den Lesungen des Tages gehörte, sondern etwa zum Fest der hl. Anna gelesen wird) im Lektionar so zusammenstrichen ist, daß nur mehr das „hausfrauliche Gerüst“ übrigbleibt, während die kaufmännischen und sonstigen Qualitäten unter den Tisch fallen. Wohl dem, der die Perikope im Ganzen kennt:
10 Eine tüchtige Frau, wer findet sie? Sie übertrifft alle Perlen an Wert. 11 Das Herz ihres Mannes vertraut auf sie und es fehlt ihm nicht an Gewinn. 12 Sie tut ihm Gutes und nichts Böses alle Tage ihres Lebens. 13 Sie sorgt für Wolle und Flachs und schafft mit emsigen Händen. 14 Sie gleicht den Schiffen des Kaufmanns: Aus der Ferne holt sie ihre Nahrung. 15 Noch bei Nacht steht sie auf, um ihrem Haus Speise zu geben [und den Mägden, was ihnen zusteht]. 16 Sie überlegt es und kauft einen Acker, vom Ertrag ihrer Hände pflanzt sie einen Weinberg. 17 Sie gürtet ihre Hüften mit Kraft und macht ihre Arme stark. 18 Sie spürt den Erfolg ihrer Arbeit, auch des Nachts erlischt ihre Lampe nicht. 19 Nach dem Spinnrocken greift ihre Hand, ihre Finger fassen die Spindel. 20 Sie öffnet ihre Hand für den Bedürftigen und reicht ihre Hände dem Armen. 21 Ihr bangt nicht für ihr Haus vor dem Schnee; denn ihr ganzes Haus hat wollene Kleider. 22 Sie hat sich Decken gefertigt, Leinen und Purpur sind ihr Gewand. 23 Ihr Mann ist in den Torhallen geachtet, wenn er zu Rat sitzt mit den Ältesten des Landes. 24 Sie webt Tücher und verkauft sie, Gürtel liefert sie dem Händler. 25 Kraft und Würde sind ihr Gewand, sie spottet der drohenden Zukunft. 26 Öffnet sie ihren Mund, dann redet sie klug und gütige Lehre ist auf ihrer Zunge. 27 Sie achtet auf das, was vorgeht im Haus, und ißt nicht träge ihr Brot. 28 Ihre Söhne stehen auf und preisen sie glücklich, auch ihr Mann erhebt sich und rühmt sie: 29 Viele Frauen erwiesen sich tüchtig, doch du übertriffst sie alle. 30 Trügerisch ist Anmut, vergänglich die Schönheit, nur eine gottesfürchtige Frau verdient Lob. 31 Preist sie für den Ertrag ihrer Hände, ihre Werke soll man am Stadttor loben.
Aus irgendeinem Grund wird die heilige Martha jedenfalls offenbar vorwiegend mit der Erzählung im Lukasevangelium vom „besseren Teil“ in Verbindung gebracht, allenfalls noch mit ihren hausfraulichen Qualitäten, wobei dem Zelebrans auch dazu nichts Erbaulicheres eingefallen ist, als die arme Martha wegen „ihrer Hektik“ zu tadeln (2nd time!). Die Erkenntnis, daß Maria und Martha eigentlich zwei Seiten derselben Medaille sind, blieb mit all den freundlichen Dingen die man über Martha und die aktiven Ordensgemeinschaften hätte sagen können, leider weitgehendst im Dunkeln (möglicherweise ein Haushälterinnentrauma…)

Dabei ist Martha auch diejenige, die den Herrn als solchen erkannt hat, und zu ihm sagt: Ja, Herr, ich glaube, daß du der Messias bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll.

Dienstag, 28. Juli 2009

Brot vom Himmel hast Du uns gegeben

In der Predigt zum Evangelium von der wundersamen Brotvermehrung am Sonntagmittag sagte der Zelebrant sinngemäß: „Wir sehen zu sehr auf unseren Hunger und zu wenig auf das, was unseren Hunger stillt.“

Obwohl mir dazu auch unsere diesjährige zentrale Fronleichnamsprozession in den Sinn kam, auf die ich sehr stolz war[1], hat er recht, und seine Betrachtung ist wert, sich wieder mehr vermehrt dem zuzuwenden, wovon uns Nahrung kommt.

Brot vom Himmel hast Du uns gegeben
das alle Erquickung in sich birgt.

Deshalb eine Bitte: man komme doch außer zur heiligen Messe auch zur eucharistischen Anbetung. In St. Hedwig immer samstags zwischen 17 und 18 Uhr.[2]. Ein solcher Besuch beim Allerheiligsten könnte doch auch eine Gelegenheit sein, um Priesterberufungen zu beten.

[1] Andere Städte haben sie abgesagt oder sind stattdessen in der Kirche umhergezogen. WiR sind trotz Sturmwarnung und Regen auf die Straße gegangen. Ich durfte den zitierten Priester übrigens als Wimpelträger begleiten, was leichte Anklänge an den fliegenden Robert hatte, wobei ich außer den Schirm auch noch den Wimpel davon abhalten mußte, dem Priester, den Kommunikanten oder mir selbst ins Gesicht zu fliegen.

[2] Ich habe mich gerade bereiterklärt, dort in der nächsten Zeit die Hymnen anzustimmen und angesichts der Touristenströme auf etwas ordentliches Betragen zu achten. Heilige Klara von Assisi, warum läßt so etwas zu?

Montag, 27. Juli 2009

Freitag, 24. Juli 2009

Preist den Herrn...

Wenn in den Laudes gerade bei den Worten des Lobgesangs der Jünglinge im Feuerofen Preist den Herrn, ihr seine Tiere, wilde und zahme der Kater hereinkommt und gemütlich auf meiner Albe Platz nimmt, hat das wirklich was. Wenn er mir bei Preist den Herrn, ihr seine Frommen probeweise mal in die noch unbekleidete Fußsohle beißt, auch... :)

Donnerstag, 23. Juli 2009

Womit sollen wir uns kleiden? (2)

Bei aller Liebe zur Bei aller Liebe zur „Frau Armut“ – einige meiner Kleidungsstücke haben ihre besten Zeiten hinter sich, einige Röcke und Kleider habe ich in iKEA-Pappschachteln verpackt, da sie mir mittlerweile zu kurz erscheinen. Seit $(ich verrate nicht, wer) bereits zweimal den Blick schamhaft niedergeschlagen hat, mag ich auch kein T-Shirt mehr tragen.[1],[2]. Kurzum – es muß Neues her, und das bald.


1 = so nicht
2 = so auch nicht
3 = wäre äußerst angemessen, würde aber Befremden hervorrufen


Etwas zu kaufen, wenn man es braucht, ist immer doof, und Kleidung anzuprobieren ertrage ich sowieso nur in homöopathischen Dosen. In der Lieblings-Butike hat die Umkleidekabine Saloontüren mit einem breiten Spalt dazwischen, weshalb ich sie nicht benutze, sondern direkt von der Stange kaufe. Auch hat sich der Inhaber derzeit auf Form, Farbe und Materialien der 80er Jahre spezialisiert. Leider fanden wir die Mode der 80er Jahre schon in den 80er Jahren scheußlich.

Ich wünschte, der Star Trek'sche Replikator wäre schon erfunden („Eine weiße Bluse mit Bubikragen, bitte!“). Das was ich will, gibt es sowieso nie und/oder nie in den von mir gewünschten Farben – „Das wird jetzt gar nicht (mehr) getragen...!“.

Als abschreckendes Beispiel schwebt mir darüberhinaus noch die ältliche Dame vor, die gern ein- und denselben Rock mit Kellerfalte zur Schleifenbluse mit Weste darüber trägt. So will ich nicht ausssehen.

Nichtsdestotrotz probiere ich Röcke: Nr. 1 läßt mich aussehen wie einen Spazierstock, der einen Rock trägt (dabei habe ich nicht die Konturen eines Spazierstocks). Nr. 2, dasselbe Modell in der nächstfolgenden Größe, ist dann prompt viel zu weit. Während der Anprobe wird einmal der Vorhang geöffnet (w), ein anderer (m) versucht, von draußen zu ertasten, ob sich

[ ] überhaupt jemand
[ ] seine Freundin

hinter dem Vorhang verbirgt. Die Probandin flüchtet und erwägt, künftig Kleidung nur noch im Internet einzukaufen. Dort ist die Beleuchtung auch weniger grell.
____

[1] Andererseits hat Jesus nicht gesagt,
Wer mein Jünger sein will, ziehe ganzjährig einen Kartoffelsack an und folge mir nach...

[2]
Wenn man sich dazu übrigens das Geschreibe über die sogenannte marylike Kleidung einmal durchliest, kann einem ganz anders werden. Man verstehe mich recht, ich bin durchaus für Kleidung, die nicht so aussehen läßt, als verdiente man sein Geld an der Straße. Was manche einem allerdings so vorschreiben wollen, die abstrusen Begründungen dafür und die Höllenstrafen, die einem aus dem unberufenen Munde dieser privaten Offenbarungen angedroht werden – na, also ich danke schön. Weil ja immer viel schlimmer ist, wenn man zur Sünde verführt, als wenn man(n) diese Sünde selbst begeht. Und weil schon in einer Damenhose oder einem unbedeckten Ellbogen die ganze Verderbnis Satans lauert.[3] Logisch.

([3]
„Our Blessed Mother was very specific in one of these private revelations…“ Liebe Männer: vor Karo- und Hawaiihemden hat die Gottesmutter übrigens auch ausdrücklich gewarnt.)

Also, da zöge ich doch lieber gleich eine Burkha an, die ist wenigstens ästhetischer.
Außerdem bietet sie unbegrenzte Möglichkeiten zum Grimassenschneiden…


Wer jetzt übrigens auch Lust bekommen hat, mit Ausschneidepuppen zu spielen – hier lang geht es zu
Lianas Paper Doll Blog

Mittwoch, 22. Juli 2009

Seht, das Zelt Gottes unter den Menschen

Angeregt von der Meldung, der Bischof der amerikanischen Diözese Fort Wayne, John D'Arcy, wünsche, der Tabernakel solle wieder in die Mitte der Kirchen versetzt werden, bin ich wieder einmal sehr dankbar für die Anordnung in der hiesigen Unterkirche, in der an jedem Tag die hl. Messe versus Deum gefeiert wird: der Tabernakel ist zugleich Mittelpunkt des Altares wie der Krypta und der ganzen Kathedrale. Dies ist das Fundament, das alles nährt.
Ihr seid auf das Fundament der Apostel und Propheten gebaut; der Schlußstein ist Christus Jesus selbst. Durch ihn wird der ganze Bau zusammengehalten und wächst zu eiem heiligen Tempel im Herrn. Durch ihn werdet auch ihr im Geist zu einer Wohnung Gottes erbaut. (Eph 2,20-22)
und aus dem Loblied auf Christus im Kolosserbrief, das uns aus dem Stundengebet so vertraut ist:
Er ist das Haupt des Leibes, der Leib aber ist die Kirche.
Und schließlich,was mir seit ein paar Tagen immer wieder durch den Kopf geht, da die Lesungen an den Werktagen gerade so schön österlich sind:
Ihr seid nicht zu einem sichtbaren, lodernden Feuer hingetreten, zu dunklen Wolken, zu Finsternis und Sturmwind, zum Klang der Posaunen und zum Schall der Worte, bei denen die Hörer flehten, diese Stimme solle nicht weiter zu ihnen reden; Ihr seid vielmehr zum Berg Zion hingetreten, zur Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem, zu Tausenden von Engeln, zu einer festlichen Versammlung und zur Gemeinschaft der Erstgeborenen, die im Himmel verzeichnet sind; zu Gott, dem Richter aller, zu den Geistern der schon vollendeten Gerechten, zum Mittler eines neuen Bundes, Jesus, und zum Blut der Besprengung, das mächtiger ruft als das Blut Abels. (Hebr 12, 18-19, 22-24)
Gerade vor diesem Ort, auf dem tiefsten Grund der Kathedrale, bei der Allerheiligenlitanei ausgestreckt liegen zu dürfen, habe ich bei aller Demut zugleich als ungeheures Privileg empfunden. Deo gratias!

Die Promulgation Bischof D'Arcys zur Anordnung des Tabernakels findet man hier.

Dienstag, 21. Juli 2009

RIP – Sr. Isa Vermehren


Wie wir erst gestern erfahren haben, starb in der vergangenen Woche Sr. Isa Vermehren, an die sich die meisten von uns wohl als Sprecherin des Wortes zum Sonntag erinnern. Seinerzeit war sie die erste Frau, die diesen Dienst versehen hat. Sr. Isa überlebte die Konzentrationslager Ravensbrück, Buchenwald und Dachau und wirkte viele Jahre als Lehrerin in den Schulen des Ordens vom Orden vom Heiligsten Herzen.

Eine der ersten Ordensschwestern, die ich kannte, ist in der ewigen Freude.

Hasch mich, ich bin der Frühling...!


Gute Stimmung herrschte heute morgen in meiner Wohnung, in die sich über Nacht mehrere der dieses Jahr besonders vielen schwarz-orangen Schmetterlinge verflogen hatten. Valentin, ein eher geruhsamer Typ, verwendete die im Badezimmer zum Frühsport und räumte dabei gleich ein wenig um. Punkti, die Zielstrebige (*patsch!*, *boing!*), hat ihm einfach einen vor der Nase weggefangen. Da Schmetterlinge aber nicht mehr Lust haben, gefressen zu werden als jeder andere auch und auch noch weiterschmettern, wenn man sie bereits im Mund oder zwischen den Pfoten sitzen hatte, sind meine Gardinen jetzt wahlweise mit Schmetterlingen oder mit Katzen dekoriert.

Montag, 13. Juli 2009

Schätze der Kirche: Teresa von Jesus de Los Andes


Das Bildnis einer hierzulande anscheinend nahezu unbekannten Heiligen: Die Unbeschuhte Karmelitin Teresa von Jesus de Los Andes, um deren Anrufung bei der Allerheiligenlitanei* ich dann auch gebeten habe:

Von der Autobiographie Geschichte einer Seele der kleinen heiligen Therese angerührt, trat Juanita Fernandez Solar mit 18 Jahren in den Karmel von Los Andes in Chile ein und starb dort schon ein knappes Jahr später, in der Osteroktav 1920 an Flecktyphus – die Profeß legte sie auf dem Totenbett ab. Aus der Zeit im Karmel, in den sie schon mit 14 Jahren eintreten wollte, sind ein Briefwechsel von über 164(!) Briefen – höchst ungewöhnlich für eine Karmelitin – und ein Tagebuch erhalten. Diese Briefe veranlaßten wiederum eine Vielzahl junger Frauen, das religiöse Leben zu wählen.

Über Teresa von Jesus heißt es: „Ihr Wunsch und ständiges Ziel war es, Ihm ähnlich zu sein, sich mit Christus zu vereinen.“ Ihr Gedenktag ist der 13. Juli.

*In dieser Litanei hatten sich überhaupt ziemlich viele Karmelitinnen und Karmeliten versammelt...

Nicht alle können dieses Wort erfassen

Jesus sagte zu ihnen: Nicht alle können dieses Wort erfassen, sondern nur die, denen es gegeben ist. Denn es ist so: Manche sind von Geburt an zur Ehe unfähig, manche sind von den Menschen dazu gemacht und manche haben sich selbst dazu gemacht - um des Himmelreiches willen. Wer das erfassen kann, der erfasse es. (Matthäus 19, 11-12)

Hier ein wunderbarer Kommentar des Hl. Gregor von Nyssa dazu:
Wenn du alles Feuer deiner Seele auf Gott wirfst, ohne dich hin- und herziehen zu lassen zwischen der Liebe zu dem, was vergeht, und der Liebe zu dem, was Bestand hat; zwischen der Liebe zum Sichtbaren und der zum Unsichtbaren: dann hat dich Gott selber mit den Pfeilen der Auserwählung verwundet; du kennst die Schönheit deines Gemahls und kannst den Lobgesang anstimmen: „Sein Mund ist voll Süße, alles ist Wonne an ihm. Das ist mein Geliebter“ (Hld 5,16). Du wirst ganz bei Christus bleiben, bis du Christus als deinen Gemahl betrachtest... Aber wenn du Christus sagen hörst, „daß dieses Wort nicht alle Welt versteht, sondern nur die, denen es Gott offenbart hat“, dann denk daran, daß dieses Wort denen gegeben worden ist, die er auserwählt hat und die diesen Dingen ihr Herz öffnen. „Es kommt nicht auf das Wollen und Streben des Menschen an, sondern auf das Erbarmen Gottes“ (Röm 9,16).

Dienstag, 7. Juli 2009

Ein kleines Pontifikalamt in der Unterkirche

Hier einige Eindrücke von der Consecratio Virginum in der Unterkirche am 16. Juni. An die ausdrückliche Empfehlung, die Feier an der Kathedra stattfinden zu lassen, haben wir uns ziemlich gut gehalten – die Kathedra ist nur wenige Meter über der Krypta.

Allerheiligenlitanei
Denen, die noch der Vergänglichkeit unterworfen sind,
gewährst du Anteil an einem Leben, das ähnlich ist
dem der Engel.

Weihegebet
So bitten wir dich, Herr und Gott,
schau gütig auf unsere Schwester.
Das Versprechen der Jungfräulichkeit legt sie in deine Hand,
denn du selbst hast dazu ihr Herz bewegt.

Übergabe der Insignien
Entfache in ihr das Feuer der Liebe,
daß sie nichts sucht als dich allein,
dich mit Leib und Seele verherrlicht,
in Liebe dich fürchtet und in Liebe dir dient.
Trag den Schleier als Zeichen deiner Weihe an Gott.
Bewahre Christus unverbrüchlich die Treue.
Vergiß nie: Um der Kirche willen bist du von Christus
in Dienst genommen.
Das Lob Gottes und das Gebet für das Heil aller Menschen
sei allezeit dein Dienst.
Trag den Ring als Zeichen deiner Bindung an Christus.
Bewahre dem Herrn unverbrüchlich die Treue.
So wirst du zur ewigen Freude gelangen,
zur Hochzeit des Lammes.


Gabenbereitung
Deine Liebe allein kann das Feuer der Liebe entfachen.
Deine Gnade allein das gute Wollen erhalten
und allein deine Macht die Beharrlichkeit schenken.
Und nicht zuletzt, nach der Heiligen Messe:
der Hochzeitskuchen
die Braut schneidet den Kuchen an

Freitag, 3. Juli 2009

3. Juli – Hl. Thomas der Apostel


Thomas, genannt Didymus (Zwilling), einer der Zwölf, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. Die anderen Jünger sagten zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er entgegnete ihnen: Wenn ich nicht die Male der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in die Male der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht. Acht Tage darauf waren seine Jünger wieder versammelt und Thomas war dabei. Die Türen waren verschlossen. Da kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte: Friede sei mit euch! Dann sagte er zu Thomas: Streck deinen Finger aus - hier sind meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! Thomas antwortete ihm: Mein Herr und mein Gott! Jesus sagte zu ihm: Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben. (Johannes 20, 24-29)

Bin ich eigentlich die einzige, die sich von Jahr zu Jahr wundert, warum der Hl. Thomas gern einmal unter dem Stichwort „der ungläubige Thomas“ abgehandelt wird?* Er ist ein handfester Fragesteller zur rechten Zeit: „Herr, wir wissen nicht, wohin Du gehst, wie sollen wir da den Weg kennen?“

Unter den Jüngern erscheint er auch als ein einzigartig Privilegierter: er wird als selig gepriesen (und ist es auch), denn er darf seine Finger in die Wunde Jesu legen, von der es in der Präfation zum Hochfest des heiligsten Herzen Jesu heißt:
Aus seiner geöffneten Seite strömen Blut und Wasser, aus seinem durchbohrten Herzen entspringen die Sakramente der Kirche. Das Herz des Erlösers steht offen für alle, damit sie freudig schöpfen aus den Quellen des Heiles.“
Jesus ist über Thomas nicht ungehalten: läßt äußerste Nähe zu, er zeigt Thomas seine Wunden, läßt sich berühren. Thomas faßt diese Begnadung in dem Ausruf zusammen: „Mein Herr und mein Gott!“, ein stilles Gebet, das für den Anblick des Leibes und Blutes des Herrn in der Erhebung der Gaben bei der Heiligen Messe empfohlen wird.

So dürfen wir mit der Kirche im Tagesgebet einstimmen:
Gib uns auf die Fürbitte des heiligen Thomas
die Gnade, an Christus zu glauben, ohne daß wir ihn sehen,
und ihn allezeit mit Wort und Tat
als unseren Herrn und Gott zu bekennen,
der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
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