Montag, 16. Juni 2008

There's no place like home!

Und noch ein Bild aus der Cat Factory - obiges passiert natürlich immer grade dann, wenn man selbst sehr gern an den entsprechenden Wasserhahn möchte:



Links zu ungewöhnlich drapierten oder aussehenden
Katzen sind übrigens Cats in sinks und Kitler - äh, na ja. :b

Geschichten aus der Twilight Zone

Odd-eyed (Ausschnitt)
Da Katzen über ein sogenanntes Tapetum lucidum verfügen, schießt man von ihnen zuweilen recht eigenwillige Bilder. Noch etwas eigenartiger sind diese beiden hier – die lieben Mitbewohner:

reichlich psychedelisch

Freitag, 13. Juni 2008

Es war einmal...


Aus aktuellem Anlaß kam mir heute diese Geschichte wieder in den Sinn, die beim blauen C einmal kursierte. Infantile Gemüter wie ich waren schwer beeindruckt (schluchz!); es wurde in der Abteilung wochenlang kein schmutziges Geschirr mehr außerhalb des Geschirrspülers gesehen.

Es war einmal eine kleine Tasse mit blauen Blümchen und einem rosafarbenen Henkel. Sie lebte in einem Schrank in einer Küche in einem Büro in einer großen Stadt, gar nicht weit von hier.

Das heißt, sie hätte gerne in dem Schrank gelebt. Das ging aber nicht, denn immer wieder kam eine große braune Hand, goss sie mit Kaffee voll und nahm sie mit in ein anderes Zimmer, um Kaffee zu trinken.

Erst fand die kleine rosa Tasse das alles ganz lustig, aber sie durfte nie wie die anderen Tassen im Schrank schlafen, sondern musste die ganze Nacht alleine im Büro stehen bleiben. Darüber war die kleine rosa Tasse sehr traurig.

Die anderen Tassen hatten schon mal Gelegenheit, neben dem Milchkännchen zu stehen und das war so hübsch und lieb. Die blaue und die grüne Tassen hatten ihr auf der Spüle schon mal im Vorbeispülen davon erzählt, aber die kleine rosa Tasse musste jede Nacht alleine sein.

Eines Tages aber kam die große braune Hand und brachte sie nachmittags noch einmal zur Küche, um sie mit Kaffee zu füllen. Dort wurde sie vergessen. Mehrere Stunden später kam eine hastige kleine weiße Hand und ... ja, welch ein Glück.... stellte sie zu den anderen Tassen in den Schrank!

Die kleine rosa Tasse war so glücklich wie nie zuvor in ihrem Leben. Sie schwatzte und kicherte mit den anderen Tassen, ärgerte die Untertassen und fühlte sich so wohl und glücklich, wie sich eine Kaffeetasse nur wünschen kann.

Und sie stand auch noch direkt neben dem süßen Milchkännchen! "Du bist aber hübsch", sagte das Milchkännchen. "Und deine Blümchen passen ja genau zu meinen Blümchen!"

Die kleine rosa Tasse wurde ganz pink vor lauter Verlegenheit, aber sie rückte doch ein bisschen näher an das Milchkännchen heran.

Da wurde das Milchkännchen auf einmal ganz komisch: "Iieh, du stinkst nach altem Kaffee und Flecken hast du auch! Bäh, geh bloß weg von mir!"

Auch die anderen Tassen rückten direkt ein wenig nach hinten in den Schrank, als sie das hörten. Selbst die Untertassen, die sonst nichts zu sagen hatten, machten sich über die kleine rosa Tasse lustig. Die kleine rosa Tasse stand ganz allein am Rand des Regals und weinte die ganze Nacht.

Am Morgen öffnete sich die Schranktür und – bauz– die kleine rosa Tasse fiel aus dem Schrank und auf dem Boden und zersprang in 1000 Scherben.

Liebe Kollegen, die kleine rosa Tasse könnte auch eure Tasse sein. Seid lieb zu ihr!

Mittwoch, 11. Juni 2008

Tyrannosaurus visitarii

Im Nachgang auf die unten zitierte Äußerung hatte ich mich schon einmal etwas sarkastisch zum Thema Kirchenknigge ausgelassen. Sommers – fast immer Samstagnachmittags – bricht das Aua! angesichts mancher Touristengruppen, die die Kathedrale heimsuchen aufsuchen, im allgemeinen wieder auf.
„Ziemlich unangenehm finde ich den Kirchen-Tourismus, wenn er ausgeübt wird, als betrete man ein Museum. Aber respektvolle Besucher werden das unterlassen und sie werden schon aus eigenem Gefühl wissen, wie das zu tun ist.“
So hätte ich das ursprünglich wohl auch einmal formuliert. Da man aber berücksichtigen muß, daß immer mehr Leute heutzutage völlig kirchenfern aufwachsen und die in der Kirche zur Schau getragenen Manieren teilweise immer exotischer werden, hielte ich einige kurze Erläuterungen oder eine FAQ durchaus für angezeigt.

Ein paar Dinge, mit denen man hierzukirch öfter konfrontiert ist:
  • Es wäre nett, wenn Schilder mit Keine Besichtigung, Gottesdienst! beachtet würden. Die Kirche dann trotzdem und teils unter erheblicher Geräuschentwicklung zu besichtigen, ist unhöflich. Sogar grob unhöflich ist, während der sogenannten sakramentalen Aussetzung die dafür vorgesehene Kapelle bzw. Unterkirche zum Zwecke der Besichtigung gruppenweise aufzusuchen. Solche Gottesdienstformen dienen der stillen Verehrung. Wer da ein- oder zweimal quer durch den Raum und ohne jegliche Ehrbezeugung – es muß nicht bei jedem die doppelte Kniebeuge sein – am Altar vorbeilatscht, nach fünf Minuten alles öde findet und wieder aufbricht, hat die anderen wirklich nachhaltig gestört. Kommen und gehen kann man während dieser Andachten als Einzelperson wie man will, nur eben leise.
  • Das Fotografieren, besonders mit blendend hellem Blitz und Kreischekamera, wird während der Gottesdienste als störend und unehrbietig empfunden.
  • Beichtstühle und -zimmer sollen nicht besichtigt werden, zumal nicht, wenn jemand gerade darin beichtet.
  • Mobiltelefone stellt man in der Kirche auf stumm oder am besten gleich ab. Allein in der vergangenen Woche hat jemand in einem Gottesdienst zwei Gespräche angenommen und auch lautstark gefülhrt, bevor er sich dann netterweise nach draußen begab. Bei einem anderen klingelte direkt an der Kommunionbank das Händi.
  • In katholischen Kirchen gilt es vor einem Gottesdienst eigentlich als unüblich, sich angeregt zu unterhalten, da die Zeit vor Beginn der inneren Sammlung dient. Spätestens während des Gottesdienstes sollte Ruhe einkehren, auch die Predigt kann man später kommentieren. Laute Ehestreitigkeiten sind nicht während eines Gottesdienstes auszutragen.
  • Ein Mindestmaß an ordentlicher Bekleidung macht sich ganz gut.
  • Betet man bei einer Gottesdienstform „mit Bewegung“ – etwa einem Kreuzweg – mit, so lasse man große Gegenstände am besten in der Bank oder auch in der Sakristei und trage sie nicht mit sich, von Station zu Station. (Wer mein Jünger sein will, nehme seinen Rucksack und seine Tuba auf sich und folge mir nach...)
  • Ungeweihte und konsekrierte Hostien sind nicht mitzunehmen.
Ganz aktueller Nachtrag:
  • Höchst eigenartig, aber immer öfter anzutreffen, ist die Manier, Zelebranten und versammelte Gemeinde während eines Gottesdienstes so zu behandeln wie etwa die Tiere im Zoo, indem man zum Beispiel werktags während einer Heiligen Messe mit zwei Kindern vorbeischneit und während(!) der Predigt(!!) des Dompropsts(!!!) mit den Kindern eine Führung mit ausführlichen Erklärungen veranstaltet: „Und der Mann da drüben…" Gewöhnlich trägt man dabei Holzclogs bzw. klingt, als käme man direkt vom Hufschmied.
Das wars erst einmal – jetzt gehts mir besser. :yes:

Platzhirsching

Zum Thema „Wozu schwierig sein, wenn man mit ein wenig Mühe auch komplett unmöglich sein kann?“ (bezogen auf das Verhalten in Kirchen, dazu später mehr) fiel mir unter anderem das sogenannte Platzhirsching wieder ein und damit verbunden auch dieses Bild, das Peter aus aktuellem Anlaß einmal für mich gezeichnet hatte.

Früher konnte man zwischen Kiefern oder Föhren
Hirsche röhren hören.
Doch Röhrentechnik ging verloren,
längst haben Hirsche Transistoren.*

*(Quelle: unbekannt)

Das Straight Eckensitzing ist übrigens eine der Unterformen des Platzhirschings.

Donnerstag, 5. Juni 2008

Womit sollen wir uns kleiden?


Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: „Was sollen wir essen, was trinken, womit sollen wir uns kleiden?“ (Mt 5-7)

...manchmal muß man das aber doch fragen, da man im Unterschied zu den Lilien auf dem Felde einen wichtigen Termin bei dem kirchlichem Oberhirten hat und sich anstelle der Aufregung wegen des Termins hervorragend mit der Kleiderfrage verrückt machen kann.

Der Blick in den Kleiderschrank bringt an den Tag: ich hab scheints nix, das gleichzeitig für diese Brüllhitze geeignet und dem Anlaß angemessen ist. Obwohl ich seit Jahren keine ärmellosen Sachen mehr kaufe, scheint sich die Anzahl ärmelloser Oberteile bei jeder Durchsicht des Schrankes zu vervielfachen.

Mein rosa Lieblings-T-Shirt mag ich aber auch nicht anziehen, weil sonst dem klerikalen Sekretär womöglich auffällt, daß ich dasselbe anhabe wie sonst auch. (Viel wahrscheinlicher ist da schon die Annahme, daß er noch nie bemerkt hat, was ich überhaupt anhabe. – Beim letzten Anlaß, vor dem ich mir einen Kopf dieser Art machte und dann in extra-sittsamem Outfit erschien, um die an diesem Ort versammelten Kleriker nicht zu irritieren, kam mir das Sekretariat übrigens ärmellos und im kurzem Rock entgegen. Das dürfte jedenfalls diesmal nicht passieren.)

Röcke und Kleider scheiden aus, weil ich zu solchen dann auch Nylonstrümpfe (wo gibts heutzutage noch seidene?) tragen müßte. Dies ist, genau wie irgendein Äquivalent zum Konfirmationskostüm, bei der herrschenden Temperatur undenkbar, weil mich sonst noch vor dem Termin der Schlag treffen wird – immerhin wäre die Kleiderfrage damit auch gelöst. Als wir selbige letztens bei Cocktails auf dem Balkon erörterten, riet mein bester Freund zum Kleid: das wirke submissiver. Zieh doch selber eins an, hihi!

Der Termin selbst verlief übrigens sehr erfreulich, und der nächste wird hoffentlich bei kühleren Temperaturen stattfinden, denn: meine Garderobe ist bei 32 Grad[1] nur eingeschränkt klerustauglich.
_____
[1] zum Thema „Dinge, die wirklich keiner wissen will“ biete ich als leckeren Bissen noch die Spekulation über die Temperaturen im Jenseits. Jedenfalls liegen derzufolge die in der Hölle nicht über 444,6 Grad.

Mittwoch, 4. Juni 2008

Hl. Karl Lwanga und Gefährten


Unter den Heiligenfesten im Jahreskreis gibt es immer einige (und auch immer wieder andere), die einen jeweils besonders ansprechen – so gestern der relativ junge Gedenktag der ugandischen Martyrer Hl. Karl Lwanga und Gefährten. In der für diesen Tag vorgesehenen Lesung aus dem zweiten Buch der Makkabäer heißt es über das Martyrium einer ganzen Familie:
Als er in den letzten Zügen lag, sagte er: Du Unmensch! Du nimmst uns dieses Leben; aber der König der Welt wird uns zu einem neuen, ewigen Leben auferwecken, weil wir für seine Gesetze gestorben sind. ... Als er tot war, quälten und mißhandelten sie den Vierten genauso. Dieser sagte, als er dem Ende nahe war: Gott hat uns die Hoffnung gegeben, daß er uns wieder auferweckt. Darauf warten wir gern, wenn wir von Menschenhand sterben. Für dich aber gibt es keine Auferstehung zum Leben.
Vom hl. Karl Lwanga, der 1865 mit seinen Gefährten das Martyrium durch Verbrennen erlitten hat, weil er sich seinem König nicht unterwerfen und nicht vom Beten ablassen wollte, ist überliefert:
Während sein Körper vom Feuer verzehrt wurde, rief ihm der Henker zu: «Soll doch Gott kommen und dich aus diesem Feuer holen!» Er antwortete: «Was du Feuer nennst, ist mir nur kühles Wasser. Nimm du dich lieber in acht, daß Gott, den du beleidigst, dich eines Tages nicht in das wahre, niemals erlöschende Feuer taucht. Im Augenblick seines Todes rief er mit lauter Stimme: «Oh mein Gott!»
Wie sich die Ereignisse gleichen – in Verbindung damit fällt mir noch die unvergleichliche Antwort der drei Jünglinge aus dem Feuerofen ein:
Schadrach, Meschach und Abed-Nego erwiderten dem König Nebukadnezzar: Wir haben es nicht nötig, dir darauf zu antworten: Wenn überhaupt jemand, so kann nur unser Gott, den wir verehren, uns erretten; auch aus dem glühenden Feuerofen und aus deiner Hand, König, kann er uns retten. Tut er es aber nicht, so sollst du, König, wissen: Auch dann verehren wir deine Götter nicht und beten das goldene Standbild nicht an, das du errichtet hast.
Ob man wohl selbst in so einer Lage den Mut hätte, eine solche Antwort zu geben? Der heilige Karl und seine Gefährten haben uns das angesichts unbeschreiblicher Schmerzen vorgelebt. Man sagte von ihnen auf dem Weg zur Hinrichtung „Man möchte meinen, sie gehen zu ihrer Hochzeit!“

Montag, 2. Juni 2008

Hello-Goodbye Kitty! (...hello again!)

Wenn einem Freitag abends beim Einkaufen die Handtasche gestohlen wird – ja, da hat man was zu erzählen und auch viel zu tun. In dieser Tasche war das meiste drin, was die Organisation des Alltags so erfordert, als da wären: Fahrkarte, Schlüssel, Geldbeutel, diverse Ausweise und Karten.

Fazit des Abends:

• ich komme mit dem Streifenwagen und zwei Polizisten nach Hause.

• zwei aufgebohrte Wohnungsschlösser und der Vorsatz, sich die Telefonnummer des zweitschlüsselbesitzenden besten Freundes irgendwohin tätowieren zu lassen. Gleichfalls als Tattoo verewigt werden sollte auch noch die Kontonummer. Ziffernfolgen kann ich zwar ohne Ende rezitieren, aber nicht, wenn ich unter leichtem Schock stehe. Immerhin ist der Inhalt meiner Wohnung noch vorhanden.

• viele Telefonate und diverse anstehende Termine bei Behörden etc.

• mein Respekt vor der Polizei steigt enorm, als diese es schafft, die Tasche binnen anderthalb Stunden wieder aufzutreiben – schon wegen ihrer auffälligen Form (ein Hello-Kitty-Rucksack). Zwar wird die Tasche mehrere Straßen weiter in einem Hauseingang gefunden und ist mittlerweile um etliches leichter, aber immerhin. Mein Kalender, die Krankenversicherungskarte und mein Leseausweis für die Stadtbibliothek sind zum Beispiel noch da.

• Schlüsseldienste wollen Bares sehen, sonst werden sie massiv und/oder verlangen ein Pfand. Sehe ich aus, als hätte ich einen Sparstrumpf unterm Bett? In diesem Zusammenhang: es muß eine Gesetzmäßigkeit geben, derzufolge Wohnungsschlüssel prinzipiell nur nach 6 Uhr abends verlorengehen. Am besten hat man irgendwelche Kronjuwelen zuhause, die man dem Schlüsseldienst ersatzweise vorläufig anbietet.

• der Firma Kaufland geht es übrigens weitestgehend am Allerwertesten vorbei, daß dort gestohlen wird wie bei den Raben. Das Verkaufspersonal intoniert stattdessen aus der Matthäuspassion das Rezitativ Was gehet uns das an? Da siehe du zu! Glücklicherweise ist die Polizei sowieso grade da.

• der Polizist war hübsch.

The Last Supper




Also, was es alles gibt... Künstlerische Umsetzungen des letzten Abendmahls gibts ja viele, aber diese hier dürfte wohl alles toppen. Was hätte Leonardo dazu gesagt?
(Dieses Werk stammt übrigens von Enno Kraus).
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