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| …wenn die Kamera auf dem Bild Jesu Christi unbedingt nach dem Lächeln suchen will |
Braut des Lammes
Donnerstag, 23. Mai 2013
Technik, die erheitert…
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Mittwoch, 22. Mai 2013
Nungazing am Mittwoch
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Montag, 20. Mai 2013
Komm, Heiliger Geist…
In der Frühmesse konnten wir zum Ruf Komm, Heiliger Geist… wie selbstverständlich niederknien – der Konzelebrant, der das Evangelium sang, kniete auch, auf der Altarstufe. Im Pontifikalamt war dagegen kein Gedanke daran. Die vorherrschende Sichtweise ist wohl: „Das Volk Gottes versteht nicht, warum wir knien“. Die daraus folgende Ableitung, „…daher knien wir nicht“, halte ich irgendwie für grundverkehrt.
Leider muß ich sagen, ich bin beim zweiten Mal auch stehengeblieben. Wenn ich in einer Reihe völlig gleich gekleideter Menschen bin, die alle dastehen wie die Einsen, hätte ich zwar durchaus die Traute, mich trotzdem hinzuknien, und es ist mir auch gänzlich gleichgültig, ob mich jemand etwa für „holier than thou“ hält. Es fällt aber jedenfalls ins Auge, und ich scheue einfach die Reaktion, die es hinterher womöglich aus den eigenen Reihen (buchstäblich) gibt, wenn man sich dann trotzdem hinkniet.
So mancher im Volk versteht übrigens durchaus, warum wir knien, eher schon versteht er nicht, warum man altehrwürdige Traditionen einfach so dahingibt. Man könnte das Ganze auch weit lakonischer abhandeln, indem man feststellt, daß nicht jeder immer alles versteht. Wer es nicht versteht, bleibt eben stehen oder kniet sich mit hin und fragt sich vielleicht später, warum die anderen gekniet haben.
Mit dem Ansatz „wird nicht verstanden“ entkleidet man die Liturgie irgendwann bis aufs Gerippe, nimmt ihr das Zeichenhafte, das Mysterium, die Mystik. Wenn das Volk Gottes nicht versteht, warum wir knien, sollte die Ableitung daraus an anderer Stelle die Überlegung sein: wie kommt es, daß das Volk nicht mehr versteht, warum wir knien? Wie können wir dieses Verständnis, das bei manchen erloschen sein mag oder sich bei anderen nicht bilden konnte, wecken, wieder anfachen und fördern? Das ist es, was Neuevangelisation bedeutet. Haben wir nicht gerade das Jahr des Glaubens? Ich glaube an den Heiligen Geist, der Herr ist und lebendig macht.
Und sei es, daß über die Gnade des Glaubens gepredigt wird, was sich bei der Firmung ja geradezu anbietet. Selbst wenn ich mein Leben lang geglaubt habe und der Kirche angehören durfte, ist es eine Gnade, daß es so ist, denn es ist nicht selbstverständlich. Und wenn mich Gott zum Glauben geführt hat und ich als Erwachsener getauft und gefirmt werde, ist dies erst recht eine Gnade. Daß uns die Gaben des Heiligen Geistes geschenkt sind, die eine mehr, die andere vielleicht weniger, ist eine Gnade, denn Gott hätte all dies nicht zu tun brauchen, um Gott zu sein. Daß wir hierzulande nicht von Folter und Tod bedroht sind, einfach, weil wir Christen sind, ist Grund zur Dankbarkeit, aber auch ein Grund, unsere verfolgten Geschwister im Glauben nicht zu vergessen, sondern für sie zu beten, denn sie brauchen den Geist, der spricht, wo wir sprachlos flehen. Komm, Heiliger Geist, erfülle die Herzen deiner Gläubigen und entzünde in ihnen das Feuer deiner Liebe ist das Flehen der ganzen Kirche, das zu Gott aufsteigt, aus tief empfundendenen Herzen. Darum knien wir.
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Sonntag, 19. Mai 2013
Rot – Farbe des Geistes und des Blutes
Seit diesem oder vielleicht sogar schon seit letztem Jahr (ohne daß ich dessen beim letzten Mal dann allerdings recht gewahr worden wäre) singen wir die Pfingstsequenz auch in der Kathedrale auf Deutsch. Dafür bin ich wirklich dankbar: die Pfingstsequenz ist ein so wunderbarer Gesang, daß ich froh bin, ihn ohne übersetzerischen Umweg übers Großhirn einfach mitsingen zu können.
Was befleckt ist, wasche rein,Nun geistert mir die Sequenz seit gestern abend und heute den ganzen Tag durch den Sinn. Pfingsten ist so ein wunderschönes Fest, ganz durchleuchtet vom den Feuerzungen, den blutroten Paramenten und seinen Gesängen. Die Farbe der Gewänder – an Pfingsten besonders prächtig anzusehen, weil so viele Priester konzelebrieren –, bringt das Fest der Kirche in unmittelbaren Zusammenhang mit dem, worauf sie erbaut ist: dem Opfer Christi – dem Baustein, den die Bauleute verwarfen und der doch das ganze Bauwerk der Kirche trägt, hält und begründet – und dem Blut ihrer Märtyrer. Sie verbindet den Karfreitag mit den Märtyrerfesten und dem Hochfest Pfingsten. Diese beiden, der Geist und das Blut, sind nicht auseinanderzudenken: der Heilige Geist gab Christen zu allen Zeit die Kraft, an ihrem Glauben festzuhalten, ihn treu zu bekennen, sogar um den Preis ihres eigenen Lebens, er wird uns auch weitertragen, durch die Zeit und in die Zukunft.
Dürrem gieße Leben ein,
heile du, wo Krankheit quält.
Wärme du, was kalt und hart,
löse, was in sich erstarrt,
lenke, was den Weg verfehlt.
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Samstag, 18. Mai 2013
Vigil von Pfingsten
Komm, o du glückselig Licht,
fülle Herz und Angesicht,
dring bis auf der Seele Grund.
(aus der Pfingstsequenz)
Das Bild hatte ich mir für Pfingsten aufgehoben. Allen Lesern von Braut des Lammes wünsche ein gnadenreiches Pfingstfest.
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Ahme nach, was du vollziehst – Priesterweihe in der Hedwigskathedrale
Pfingstsamstag ist für das Erzbistum ein ungewöhnlicher Termin für die Priesterweihe, sonst wars immer Peter und Paul (das sollte keine Klage sein, vom Bezug her ist die Vigil von Pfingsten natürlich für eine Priesterweihe wunderschön). Jedenfalls war heute für die ostdeutschen Bistümer ein Tag der Freude und des Dankes, denn fünf Kandidaten haben die Priesterweihe empfangen, einer davon heute morgen in der Kathedrale. Es war dies seit 2011 wieder die erste Priesterweihe und auch im nächsten Jahr werden voraussichtlich mehrere Kandidaten geweiht, Deo gratias!Bedenke, was du tust, ahme nach, was du vollziehst, und stelle dein Leben unter das Geheimnis des Kreuzes – diese Worte aus der Liturgie, die sich an den Neugeweihten richten, griff auch der Kardinal in einer Predigt auf, denn was bedeutet es, zum Priester geweiht zu werden? Ahme nach was du vollziehst heißt, daß der Priester auch selbst Gabe und dem ähnlich werden soll, dessen Geheimnisse er am Altar feiert.
Bei der Spendung von Sakramenten wie der Taufe, der Firmung und der Weihe anwesend zu sein, halte ich immer für eine Gnade, einfach, weil man das Wirken des Geistes spürt. Von diesen Sakramenten glauben wir, daß sie der einzelnen Seele ein unauslöschliches Siegel einprägen. (Etwas, was mir nie so restlos klargeworden ist: wie ist das, wenn einer dem Priestertum entsagt und vielleicht irgendwann laiisert wird? Das unauslöschliche Siegel trägt er ja trotzdem weiterhin, „entprägen“ geht nicht).
Irgendwann zwischendurch – ich glaub, nach der Handauflegung – hab ich mich prompt in liturgische Überlegungen verwickelt, inwieweit in ganz ähnlich aufgebauten Liturgien doch einzelnes ganz anders sein kann: bei der Priesterweihe wird das Sakrament, wenn ich das recht verstanden habe, durch die Handauflegung gespendet und später spricht der weihende Bischof das Weihegebet über den Geweihten. Bei der Jungfrauenweihe wird die Consecratio dagegen durch das Weihegebet des Bischofs vollzogen.
Durch die ununterbrochene Folge von Handauflegungen ist die Vollmacht, die Sakramente zu spenden, von den ersten Aposteln zu den Priestern gelangt, die uns heute die Sakramente spenden. Beten wir für alle, die in diesen Tagen das Sakrament der Priesterweihe empfangen, daß sie in ihrem priesterlichen Leben nachahmen mögen, was sie vollziehen. Allen an Vigil zu Pfingsten Neugeweihten Gottes Segen.
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Freitag, 17. Mai 2013
Rosarote und nicht ganz so rosarote Welten
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| So sieht es drinnen aus − die Küche mit aufziehbaren Schubladen etc., ganz wie in einem echten Puppenhaus |
Einigermaßen einengend find ich höchstens diese ständigen Belehrungen, was jemand schönfinden und was ihm oder ihr Spaß machen darf (indes lassen wir uns einfach nicht davon einengen, sondern führen unser Leben so wie wir wollen).
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| Das Barbiehaus drinnen − kleine Mädchen am Computer… |
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| …und beim Gucken und Spielen. |
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| Derweil draußen vor der Tür… |
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| …Proteste von Femen-Aktivistinnen vor dem Barbiehaus am Alexanderplatz. |
Worum nun überhaupt dieser Wirbel? Das Barbiehaus (von dessen Errichtung ich relativ spät was mitgekriegt habe, weil ich nicht so oft zum Alexanderplatz komme) ist eine Art überdimensionales, begeh- und bespielbares Puppenhaus, in dem auf eine derart übertriebene Art tatsächlich so ziemlich alles rosa ist, bis hin zum rosa Plastikhund, daß es natürlich auch was ironisches Zugespitztes hat.[1] Liebe Güte! Besucher erhalten auf Wunsch am Empfang ein RFiD-Armband für interaktiven Spielkram, das ganze hat also auch noch einen gewissen Nerdfaktor. Drin spielen darf man anscheinend aber nur hübsch ordentlich in geführten Gruppen. Seis drum, wie gesagt, ich find solche Sachen einfach lustig. Das ganze ist übrigens ein reichlich temporäres Vergnügen, schon Ende August wird der rosa Traum abgebaut und geht auf Tour in weitere Städte, vielleicht auch inklusive weiterer Protestaktionen. Pink stinkt (mir) nicht, aber solcherart Aktionismus und der Umgang damit.
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[1] Beim SPiEGEL liegt einem ein Loriot'sches „Ach?!“ auf der Zunge, wenn er zu Gehör bringt: „Tatsächlich trieft das Interieur des Traumhauses vor pinkem Kitsch.“
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Christussymbole,
Dies und das,
O tempora…,
Spielkram
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